11.
2008
Caps erzittern wichtigen Sieg
Ein Doppelschlag im Mitteldrittel reichte den Stadtbernerinnen nicht, um die markanten Unsicherheiten abzulegen. Höfen glich die Partie bis in die 56. Minute wenn auch etwas glücklich aus. Erst zwei Tore duch Miriam Flückiger in den Schlussminuten brachten die verdiente Entscheidung zu Gunsten der Caps. Ein klassischer Arbeitssieg mit (zu) viel Zittern.
Parallelen zum Cupspiel
Wie bereits zwei Tage zuvor im Swiss Mobiliar Cup gegen Zugerland begannen die Caps-Damen das Spiel eher dezent. Höfen hatte von den Startminuten bedeutend mehr Spielanteile als die Hauptstädterinnen. Erst nach fünf Minuten kamen sie besser in den Rhythmus und vermochten einige guten Chancen zu kreieren. Höfen blieb durch Konter stets gefährlich. Das Spiel plätscherte auf mittelmässigem Niveau dahin, bis Andrea Streiff mit einem beherzten Abschluss im zweiten Anlauf das Skore eröffnen konnte (27.). Ebenfalls wie im Cupspiel gelang den Stadtbernerinnen ein Doppelschlag. Nur 16 Sekunden nach dem ersten Treffer gelang Riika Westman auf Zuspiel von Karin Stettler das 2:0. Wer nun aber dachte, die Favoritinnen aus der Hauptstadt konnten einen ungefährdeten Sieg feiern, hatte sich getäuscht. Höfen zeigte Moral und kämpfte beherzt weiter. Der Anschlusstreffer durch Kupferschmied zur Spielmitte war Wasser auf die Mühlen der Oberländerinnen. Die Caps verpassten in der Schlussminute des Mitteldrittels ds 3:1 nur um Haaresbreite: Erst traf Streiff nur die Latte, kurze Zeit später scheiterte Ellilä mittels Penalty an der hervorragend aufspielenden Dähler im Höfen-Tor.
Turbulente Schlussphase
Mit zunehmender Spieldauer wurden die Caps unsicherer. Es schlichen sich unnötige Fehler und Unsicherheiten ein. Obschon die Capitals mehr Ballbesitz hatten und die Entscheidung suchten, war es Höfen, welche mittels schnellen Kontern immer brandgefährlich war. Wie aus dem Nichts gelang ihnen der sehr glückliche wenn auch nicht ganz unverdiente Ausgleich. Zahnd traf mit einem kurios abgelenkten Schuss von der Mittellinie zum 2:2. Die ersten Punkte für das Tabellenschlusslicht waren sehr nahe. In der 58. Minute schlugen die Caps aber den Gegner mit den eigenen Waffen. Torhüterin Christen lancierte Flückiger mit einem schönen Auswurf, diese schloss den Konter eiskalt zur neuerlichen Führung ab. Ein empty netter durch die Nationalspielerin besiegelte eine Minute vor Schluss das Schicksal von Höfen.
Die Caps haben gegen Höfen wie meistens in den letzten Spielen viel mehr arbeiten und zittern müssen als erhofft, behielten aber das bessere Ende für sich. Obschon sich die spielerische Klasse arg in Grenzen hielt konnte ein klassischer Arbeitssieg mit wichtigen drei Punkten gefeiert werden. Zum Abschluss der Hinrunde treffen die Caps am Samstag auf Winterthur. In diesem Spiel wie auch in der Partie am Sonntag gegen Burgdorf ist eine klare Leistungssteigerung nötig, um weiterhin in den vorderen Positionen verbleiben zu können.
Bern Capitals - UHC Höfen 4:2 (0:0/2:1/2:1)
Sporthalle Moos, Gümligen. - 125 Zuschauer. - SR Rimensberger/Schneider.
Tore: 27. (26:08) Streiff (Collenberg) 1:0. 27. (26:25) Westman (Stettler) 2:0. 30. Kupferschmied (Baumann) 2:1. 56. Zahnd 2:2. 58. Flückiger (Christen) 3:2. 59. Flückiger 4:2.
Strafen: Bern Capitals keine; 1mal 2 Minuten gegen Höfen.
Bern Capitals: Christen; Pfister, Stettler; Berolotti, Burkhalter; Meyer, Meier; Westman, Schori, Flückiger; Collenberg, Streiff, Rieben; Ellilä, Wyss, Elsinger.
Höfen: Dähler; Zahnd, Seiler; Zanoli, Winkler; Egli, Baumann, Kupferschmied; Kramer, Güngerich, Schwendimann.