24.
01.
2004
NLA Frauen | Autor: UHC Dietlikon

Damen NLA: Derby-Sieg für UHC Dietlikon nie in Gefahr

Ausgeglichen war das Derby zwischen Schweizer Meister UHC Dietlikon und den Kloten-Bülch Jets allenfalls im ersten Drittel. 1:0 hiess es nach 20 Minuten. Aber das Resultat zeichnete ein Zerrbild des Geschehens.

Dietlikon war überlegen, und die Schussstatistik brachte das deutlich zum Ausdruck: 36 Abschlüsse hatten die Gastgeberinnen, nur 5 die Gäste. In der Pause trimmte das Team von Trainer Claude Bolliger, Urs Gartmann und Regula Viridén offenbar das Visier: Bis am Ende gelang sogar das "Stängeli" - die Jets schossen immerhin auch noch fünf Tore. Die Torhüterin der Jets, Alexandra Fuhrimann, anerkannte die Leistung des Gegners neidlos: "Sie sind individuell und technisch stark; bei ihnen klappt es einfach, denn sie wissen gegenseitig, wie sie spielen." Dagegen habe ihr Team defensiv nicht sauber agiert und sei nach dem 2:5 auseinandergefallen. Die gelernte Metzgerin wechselte vor zwei Jahren von Dietlikon zu den Jets, verpasste ihre erste Saison aber wegen einer Verletzung. Auf die laufende Spielzeit hin kam sie dann wieder zurück und gibt sich für den Rest der Saison optimistisch. "Wir haben ja vor einer Woche gegen die Zuger Highlands gewonnen und dabei gesehen, dass wir Unihockey spielen können." Wie Fuhrimann kämpfte auch die Dietliker Schlussfrau Nicole Giezendanner mit einer Verletzung. Sie gab im Europacup Anfangs Januar ein fulminantes Comeback und wurde dort gleich ins Allstar-Team gewählt. "Es hätte eigentlich gar nicht besser gehen können", sagt sie rückblickend. Unsicherheit sei jedenfalls gar nie aufgekommen: "Schon beim Einschiessen merkte ich, dass die Form stimmt." Der gelungene Auftritt im ersten Spiel sei dann aussschlaggebend für die weiteren Leistungen gewesen.

Am Samstag spielte Giezendanner nun erstmals seit dem Playoff-Final vom letzten Frühling wieder in der heimischen Hüenerweid. Trainingsmässig sollte sie sich noch etwas zurückhalten, denn der Aufbau der Knie-Muskulatur ist noch im Gang. "Aber die Heilung vollzog sich viel schneller als erwartet." Die Ärzte haben das Giezendanners positiven Einstellung zugeschrieben. Was aber nicht heissen will, dass die Internatinonale ihren Sport nicht vermisst hatte. "Das Team, das Training, die Matches, das Adrenalin und die Erfolgserlebnisse fehlten mir", sagt Giezendanner. Am Anfang habe sie das gar nicht richtig realisiert, aber sie sei während der zwangsmässig trainingsfreien Zeit weniger ausgeglichen gewesen. "Man muss aufpassen, dass man nicht in eine Negativspirale gerät", folgert sie. Das ist offensichtlich gelungen.

Der UHC Dietlikon liess schon wie zwei Tage zuvor im Cup-Halbfinal gegen die Grasshoppers nichts anbrennen. Die Mannschaft machte viel Druck und erzielte auch die Tore. Im ersten und zweiten Drittel allerdings vermochten die Jets den Schaden in Grenzen zu halten. Nach 40 Minuten führte der UHCD mit 5:3. Im letzten Spielabschnitt machte der amtierende Meister den Unterschied und entschied die Partie für sich. Herausragend war für einmal wieder die Schwedin Karolina Widar, welche ihre Mannschaft wie eine echte Leaderin führte. Immer besser in Fahrt kommt auch die wiedergenesene Daniela Morf. Seit ihrem Comeback am Europacup zeigt ihre Formkurve wieder steil nach oben. "Ich will dem ganzen Team ein dickes Kompliment aussprechen", betonte Trainer Claude Bolliger. " Wir konnten auch heute vieles umsetzen, was wir vorgenommen haben. Wenn wir defensiv etwas konzentrierter agieren würden, würden allerdings auch weniger Gegentore fallen. Wir sind zuversichtlich für die kommenden Aufgaben."


UHC Dietlikon - Kloten-Bülach Jets 10:5 (1:0, 4:3, 5:2)
Hüenerweid, Dietlikon - 120 Zuschauer
SR: Riva/Schluch
Tore: 6. Morf (Berner) 1:0. 21.(20:54) Morf 2:0. 23. (22:06) Vögeli (Morf) 3:0. 24. (23:47) Alder (Möhl) 3:1. 25. (24:26) Anderegg 4:1. 29. Stadelmann (Widar, Ausschluss Heusser!) 5:1. 38. (37:01) Möhl (Marquart, Ausschluss Widar) 5:3. 38. (37:54) Merz 5:3. 43. Schäfer 6:3. 46. Widar (Morf) 7:3. 51. Anderegg 8:3. 52. Alder (Ammann) 8:4. 55. (54:03) Anderegg (Widar) 9:4. 55. (54:53) Kohler (Pescador) 9:5. 59. Alder (Ammann, Ausschluss Anderegg)
10:5
Strafen: je 3x2'
UHC Dietlikon: Giezendanner; Walder, Heusser; Berner, Pescador; Schlatter; Schäfer, Widar, Anderegg; Stadelmann, Vögeli, Morf; Kohler, Aeschlimann; Oehninger
Kloten-Bülach Jets: Fuhrimann; Weber, Furrer; Merz, Mathys; Macukic; Ammann, Alder, Möhl; Fankhauser, Marquart, Mäder; Lehmann
Bemerkungen: 51. Time Out Dietlikon. 42. Pfostenschuss Widar (D). Dietlikon ohne Gut und Schmidlin, Kloten-Bülach ohne Bösch (alle verletzt)
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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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