12.
2004
Damen NLA: Mit einem weiteren Sieg in die Winterpause
Weltmeisterlich...
Grundstein des Erfolges bildete wie schon vor Wochenfrist ein starkes erstes
Drittel. Offensichtlich liessen sich die Spielerinnen von der Video-Unterhaltung
während der Carfahrt in den Osten inspirieren - gezeigt wurde das WM-Finale
2003, wo die gelben Schwedinnen den roten Schweizerinnen mit starken ersten 20
Minuten den Schneid abkauften. In der Güttingersreuti-Halle wurden die Zuschauer
in der Tat Zeugen einer ähnlich erdrückenden Dominanz von gelben Gästen gegen
einheimische Rote. Stettler, spielerisch und körperlich eine Klasse für sich,
und Elsinger, momentan der Schrecken der gegnerischen Torhüterinnen, trafen je
zweimal in die Maschen und sorgten schon nach 20 Minuten für klare Verhältnisse.
Renaissance der ersten Linie
Erfreulich war dabei, dass die viel gescholtene erste Sturmlinie von Beginn weg
wirbelte und viel Spielfreude an den Tag legte. Nachdem Stettler wie erwähnt im
ersten Drittel vorlegte, zog im zweiten Abschnitt Andrey, das zweite
"Offensiv-Sorgenkind", mit ihr gleich, beendete eine lange offensive Durstrecke
mit zwei sehenswerten Toren und schloss die Partie mit einer makellosen
6:0-Bilanz ab. Juker, die Dritte im Bunde, verbuchte ihrerseits vier Assists und
rundete eine überzeugende Vorstellung aller gesunden bzw. nicht rekonvaleszenten
Leistungsträgerinnen der Caps ab.
Letztes Drittel im Zeichen der Zukunft
Mit einem 7:0 im Rücken nahmen die Caps etwas Dampf weg und nutzten die
Gelegenheit, drei junge Elitejuniorinnen einzubauen. Koller, Brunner und Meyer,
die allesamt einen ausgesprochen starken Eindruck hinterlassen hatten, räumten
ihren Platz zugunsten von Aebi, Bertolotti und Karin Stettler, die zu ihrer
Feuertaufe in der NLA kamen. Dass die spielerische Linie ein wenig unter diesen
Wechseln litt und den Ostschweizerinnen noch zwei Tore zugestanden werden
mussten, war ein kleiner kurzfristiger Preis, den die Caps im Interesse der
mittelfristigen Zukunft zu zahlen bereit waren. Immerhin setzte Stettler ihren
offensiven Feldzug fort und sorgte mit zwei weiteren Treffern für ein
resultatmässig ausgeglichenes Schlussdrittel.
Potential noch nicht ausgeschöpft
Insgesamt war der Auftritt in Weinfelden ein weiterer Beleg dafür, dass mit den
Caps wieder zu rechnen ist. Im Monat Dezember zeigte sich die Truppe um Spicher,
Gerber und Huber v.a. offensiv stark verbessert, wenn gleich sich die Gegner -
Sense und zweimal Thurgau - als die erwartet dankbaren Gegner erwiesen. Dass
diese Leistungssteigerung auch ohne bewährte Offensivkräfte wie Heusser oder
Krähenbühl, die beide auf eine verletzungsgeplagte Vorrunde zurückblicken,
realisiert wurde, ist einerseits der Beweis für die wieder gefundene
Ausgeglichenheit in den Reihen der Caps und lässt andererseits die Hoffung zu,
dass die Stadtbernerinnen ihren Zenit noch nicht erreicht haben.
Floorball Thurgau/Wuppenau - Bern Capitals 2:9 (0:4, 0:3, 2:2)
Güttingersreuti, Weinfelden - 75 Zuschauer
SR: Spori / Wälti
Tore: 07:28 D. Stettler (Juker) 0:1, 09:28 D. Stettler (Juker) 0:2, 15:09 Elsinger (Meyer) 0:3, 19:41 Elsinger (Meyer) 0:4, 26:46 Andrey (Pfister) 0:5, 34:33 Müller (Penalty) 0:6, 39:35 Andrey 0:7, 45:25 D. Stettler (Juker) 0:8, 48:04 D. Stettler (Juker) 0:9, 52:24 Brägger (D. Mayer) 1:9, 56:51 D. Mayer (Brägger) 2:9
Strafen: Thurgau 2x2', Bern Capitals 1x2'
Floorball Thurgau: Wettstein; Sieber J. Svensson, Dintheer, Stump, Wälas, Brägger, Stillhard, Vogt, Neidhart, Hangartner, Hasler, Mayer D., Mayer L., Schächtle, Sieber C.
Bern Capitals: Koller (ab 46. Aebi); Brunner, Hofer; Schmid, Meyer; Krähenbühl, K. Stettler; Bertolotti; D. Stettler, Juker, Andrey; Elsinger, Müller, Schällibaum; Pfister, Fahrni, Heusser
Bemerkungen: Bern Capitals ohne Khuu, Arteva (verletzt) und Roux (nicht eingesetzt); Erster NLA-Einsatz von Aebi, K. Stettler und Bertolotti; 25. Pfostenschuss Müller, 32. Pfostenschuss D. Mayer, 33. Time-out Bern Capitals, 34. Pfostenschuss Andrey, 44. Lattenschuss D. Mayer, 45. Pfostenschuss Sieber