10.
2004
Damen NLA: Pflicht erfüllt – Kür verpasst
Die Bernerinnen wollten von Beginn weg zeigen, dass sie nicht gewillt waren, den Gegnerinnen irgendwelche Geschenke zu machen. Bereits in der 4. Minute entwischte Schüpbach der Freiburgerabwehr und sorgte mit einem satten Schuss für die 1:0-Führung. Nur 90 Sekunden später bediente Mätzener die vor dem Tor stehende Glauser mustergültig und das zweite Tor war Tatsache. Ein unnötiger Ballverlust der Wizards in der Mittelzone erlaubte es der Tschechin Bursova, den Anschlusstreffer zu erzielen. Die Burgdorferinnen liessen sich aber nicht beirren und setzten die Senslerinnen weiter unter Druck. Innerhalb von drei Minuten fiel dann in dieser Partie die Vorentscheidung. Zuerst war es Tschumi, die auf Zuspiel von Mätzener mit einerDirektabnahme den Zweitlorevorsprung wieder herstellte. Den 4. Bernertreffer erzielte Rossel auf Vorarbeit von König, womit sich auch die 2. Linie unter die Torschützen reihen konnte. Die 5:1-Führung und zugleich der Pausenstand gelang Schüpbach in der 12. Minute, erneut auf Pass von Mätzener. Weitere vorzügliche Chancen zu einem noch klareren Vorsprung wurden von den Bernerinnen teilweise kläglich ausgelassen. Für den zweiten Spielabschnitt erwartete man nun ein weiteres munteres Toreschiessen, waren doch die Freiburgerinnen einfach zu schwach, um die Emmestädterinnen ernsthaft zu gefährden. Die Wizards nutzten bis zur Spielmitte ihre technische Überlegenheit aus und zeigten bis dahin ein gefälliges Kombinationsspiel. In der 23. Minute war es König, die auf Pass von Stooss auf 6:1 erhöhen konnte, und nur zwei Zeigerumdrehungen später dann das Tor von Stooss auf Zuspiel von König zum 7. Treffer. Als Mätzener in der 30. Minute die gegnerische Abwehr unwiderstehlich „austanzte“ und das Skore auf 8:1 erhöhen konnte, musste man für die Senslerinnen Böses befürchten. Dass dies aber nicht der Fall wurde, hatten sich die Burgdorferinnen selbst zuzuschreiben, wurde doch plötzlich das Zusammenspiel arg vernachlässigt und der Erfolg nur noch mit Einzelaktionen gesucht. Gleichzeitig schlichen sich auf Nachlässigkeiten in der Defensivarbeit der Wizards ein, die eine Minute vor Drittelsende durch die Freiburgerinnen ein erstes Mal bestraft wurden, als Güngerich zum Pausenstand von 8:2 verkürzen konnte. Dass der Pausentee bei den Bernerinnen keine Wirkung hatte, zeigte sich im letzten Spielabschnitt. Das Bemühen für weitere Tore war bei den Emmestädterinnen sichtlich vorhanden, aber zu nachlässig wurden die besten Chancen vergeben. Die mangelnde Konzentration der Bernerinnen erlaubte es ganz im Gegenteil den Freiburgerinnen, immer wieder von Abwehrschnitzern zu profitieren. Zuerst war es Hirschi, die für den 3. Sensetreffer besorgt war. Mit zwei weiteren Treffern in den letzten 5 Spielminuten gelang den Westschweizerinnen noch eine Korrektur auf das Schlussresultat von 8:5. Vor der nun anstehenden vierwöchigen Pause war der Erfolg für die Wizards sicher wichtig, darf aber nicht darüber wegtäuschen, dass dem Trainerduo Läng/Wittwer noch eine Menge Arbeit wartet, um die Abschlussschwäche auf ein erträgliches Mass zu reduzieren.
Burgdorf Wizards – Sense Tafers 8:5 (5:1, 3:1, 0:3)
Schützenmatt, Burgdorf – 100 Zuschauer
SR: Spori/Wälti
Tore: 4 Schüpbach 1:0, 5. Glauser (Mätzener) 2:0, 6. Bursova 2:1, 9. Tschumi(Mätzener) 3:1, 10. Rossel (König) 4:1, 12. Schüpbach (Mätzener) 5:1, 23. König (Stooss) 6:1, 25. Stooss (König) 7:1, 30. Mätzener 8:1, 39. Güngerich (Heine) 8:2, 41. Hirschi (Aerni) 8:3, 55. Heine (Calderari) 8:4, 60. Bursova (Zahno) 8:5
Burgdorf Wizards: Gantner; Glauser, Müller, Mätzener, Schüpbach, Tschumi; Rittner, Rindlisbacher, König, Rossel, Stooss; Pena: Kloter, Scheidegger, Wyss, Strähl, Seljeson
Unihockey Sense: Zahno; Martina Tschannen, Calderari; Güngerich, Baeriswyl; Ruth Tschannen, Schüpbach; Heine, Molinari, Bursova; Aerni, Stauffiger, Hirschi; Aebischer, Meer, Salzmann.
Bemerkungen: Wizards ohne Meier, Burkhalter, Frischknecht (alle verletzt); Sense ohne Poffet (abwesend) und Vonlanthen (rekonvaleszent); 12. TimeOut Sense; 49. TimeOut Burgdorf