01.
2005
Damen NLA: Wichtiger Sieg für Sense
Es war eine wichtige Partie, die in der gut besuchten
Halle von Schmitten ausgetragen wurde. Wuppenau lag vor der Begegnung einen
Zähler vor Sense und damit auf dem NLA-Platz sichernden achten Rang. Dass es um
die wohl wichtigsten drei Punkte der Saison ging, spürte man deutlich, denn
schön anzusehen war die Partie wohl nicht. Während Wuppenau oftmals mittels
Forechecking versuchte die Freiburger Verteidigerinnen unter Druck zu setzten,
zogen sich die Gastgeberinnen nach Ballverlusten in der Offensive jeweils
schnell zurück in die eigene Platzhälfte. Disziplinierte Defensive, war die
Devise von Coach Lukas Nesmerak. Die Räume vor dem Tor der sehr gut postierten
Sense Hüterin Doris Zahno wurden jeweils eng gemacht und viele Schüsse
abgeblockt. Obwohl es Wuppenau war, das mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte,
waren die Freiburgerinnen gefährlicher. Prompt gingen sie nach einer weiten
Auslösung von der gewohnt ruhig und souverän agierenden Lara Calderari auf
Salome Meer in Führung. Die erst 16-Jährige überraschte die Thurgauer-Abwehr mit
einem Backhand Abschluss und erzielte damit ihr zweites NLA-Tor. Die frühe
Führung brachte etwas mehr Ruhe in die Reihen der Senslerinnen, welche auch eine
Unterzahl schadlos überstanden und in der 13. Minute durch einen präzisen
Weitschuss von Martina Tschannen gar auf 2:0 erhöhten. Noch vor der Pause war es
Cornelia Poffet, welche für die Dreitoreführung verantwortlich zeichnete.
Wuppenau hatte im ersten Drittel zu wenig effizient gespielt und mit dem
Abwehrbollwerk der Senslerinnen Mühe gehabt. Dies änderte sich zu Beginn des
Mittelabschnittes sofort. Es herrscht nun viel mehr Verkehr vor dem Sense-Tor.
Immer mindestens eine Thurgauerin versucht Zahno die Sicht zu nehmen und auf
Abpraller nach Weitschüssen zu spekulieren. Diese Taktik trug Früchte,
vermochten die Ostschweizerinnen doch nach 22 Minuten auf 1:3 zu verkürzen. Die
Gäste hatten nun deutlich mehr vom Spiel. Die Senslerinnen spielten noch
defensiver und zuweilen auch etwas hektisch. Immerhin konnte Sonja Vonlanthen –
die nach einer langen Verletzung erst ihr zweites Spiel bestritt – bei Hälfte
der Partie mit einem Backhand-Schuss den alten Drei-Tore-Abstand wieder
herstellen. Auch im letzten Abschnitt versuchten die Thurgauerinnen noch einmal
alles, um ihr Manko aus dem ersten Drittel wieder wett zu machen: Sie betrieben
zeitweise mit drei Spielerinnen Forechecking. Zwar konnten sie noch auf 2:4
verkürzen, zu mehr reichte es aber nicht mehr. Die Freiburgerinnen blieben
konzentriert und diszipliniert bis zur Schlusssirene, mit welcher dir drei
Punkte besiegelt wurden.
Sense liegt somit vier Spiele vor Ende der Meisterschaft auf Rang acht und kann
etwas beruhigter in die kommende 3-wöchige Pause gehen.
Unihockey Sense Tafers – Floorball Thurgau Wuppenau 4:2 (3:0, 1:1, 0:1)
Gwatt, Schmitten – 130 Zuschauer
SR: Chiapparini / Meyer
Tore: 4. Meer (Calderari) 1:0, 13. M.Tschannen 2:0, 19. Poffet (Bursova) 3:0, 22. Stump (Välås) 3:1, 30. Vonlanthen 4:1, 43. Muster (Dintheer) 4:2
Strafen: Sense 1x2', Wuppenau keine
Sense: Zahno; Calderari, Martina Tschannen; Vonlanthen, Stauffiger; Bursova, Molinari, Poffet; Güngerich, Meer, Salzmann; Ruth Tschannen, Aerni
Floorball Thurgau: Wettstein; Svensson, Brägger, Schächtle, Stillhard, Hasler C., Wälas, Neidhart, L. Mayer, D. Mayer, Vogt, Ausderau, Stump, Dintheer, Hasler B, Brudermann, Sieber, ohne: Hangartner
Bemerkungen: Sense ohne Aebischer (Ausland); 59. Time-out Wuppenau, Wuppenau ab 58:59 ohne Torhüterin