23.
10.
2011
NLA Frauen | Autor: UHC Dietlikon

Ein Chrampf gegen Bern

Nach der knappen samstäglichen Vorstellung gegen die FB Riders war am Sonntag gegen Bern eine Reaktion gefordert. Das Resultat - 7:2 für Dietlikon - kann betreffend dieser Reaktion etwas irreführend sein. Die Entscheidung fiel erst zehn Minuten vor Schluss.

Nach der Niederlage in Zug und dem knappen Sieg gegen die FB Riders war Dietlikons Trainergespann Beni Cernela und Andi Morf zunächst etwas ratlos, wie die Partie gegen Bern angegangen werden sollte. Klar war, dass eine Reaktion her musste. Die Ratlosigkeit wich aber schnell klaren Vorgaben. Das Spiel sollte vor allem einfach gestaltet werden. Im ersten Drittel, vor allem bei Dietlikons erster Formation, und in den letzten zehn Minuten klappte dies dann auch vorzüglich. Ganze vier Tore erzielten die Gastgegberinnen in diesen letzten zehn Minuten.

"En Chrampf"
Der UHCD startete gut in diese Partie. Bereits in der dritten Minute fruchtete der Dietliker Druck auf das Tor Berns. Marion Rittmeyer hämmerte den Ball mit einem satten Schuss aus zehn Metern Entfernung förmlich in die Maschen. Mit einer schönen Kombination erhöhte Michelle Wiki auf Vorarbeit von Nina Bärtschi in der zehnten Minute bereits auf 2:0. Nun, danach war es wie so oft. Irgendwie kam der Motor ins Stocken. Amanda Dahlin profitierte mit dem Anschlusstreffer nur kurz nach dem 2:0. Die Gegenangriffe Berns hatte man in diesem Spiel gut im Griff, wenn sich diese aber festsetzten, liess die Zuteilung teilweise zu wünschen übrig. Typisch für das Spiel war auch, dass Andrea Streiff mit einem Solo über das ganze Feld Dietlikons Vorsprung wieder erhöhte. Das Finish liess sich genauso gut sehen wie der Lauf. Locker lupfte Streiff den Ball mit der Rückhand in die Maschen der Capitals. Für die Gäste verkürzte aber noch vor der zweiten Pause Larissa Locher - entsprechend blieb die Partie weiter offen. Spielerisch hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt wenig zu bieten gehabt.

Für Cernela war in der zweiten Pause klar, dass nochmals eine Leistungssteigerung her musste. Sonst würden die Trainer entsprechend mit Umstellungen reagieren. Zehn Minuten dauerte es, bis der Knoten dann endlich und endgültig platzte. Zuerst passten sich Bärtschi, Rittmeyer und abschliessend Wiki zum 4:2. Eine knappe Minute später setzte Simone Berner gleich eines drauf und entschied die Partie endgültig. Die Umstellungen machte das Dietliker Trainergespann dann trotzdem, was der neu gefundenen Spielfreude der Gastgeberinnen nichts abtat. Wieder kombinierte sich der UHCD schön durch und Violetta Vögeli erhöhte auf 6:2. Noch besser, eine gute Minute vor Schluss konnte Tanya Ertürk am Pfosten stehend noch den 7:2 Schlusspunkt setzen. Hätten die Gelbblauen die gesamte Partie so gespielt, wäre das Resultat wohl noch einiges klarer ausgefallen.


UHC Dietlikon - Bern Capitals 7:2 (2:1, 1:1, 4:0)
Hüenerweid. - 102 Zuschauer. - SR Brändle/Niedermann.
Tore: 3. Rittmeyer (Berner) 1:0. 10. Wiki (Bärtschi) 2:0. 13. Amanda Dahlin (Schori) 2:1. 28. Andrea Streiff 3:1. 36. Locher 3:2. 51. Wiki (Rittmeyer) 4:2. 52. Berner (Wüthrich) 5:2. 55. Vögeli (Wiki) 6:2. 59. Ertürk (Vögeli) 7:2.
Strafen: keine
Dietlikon: Schmid (Schwendener); Berner, Wüthrich; Hollenstein, A.Ressnig; T.Ressnig, Zimmermann; Rittmeyer, Wiki, Bärtschi; Streiff, Chalverat, Vögeli; Bickel, Suter, Ertürk; Evans, Ackermann, Schibli.

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