11.
2010
Es hat nicht sollen sein
Mit zwei Linien starteten die Höfnerinnen in das Spiel gegen Zug United, das unter dem Motto Revanche stand. Revanche für die verkorkste erste Saisonhälfte. Und vor allem Revanche für die hohe 8:1 Auftaktsniederlage gegen eben diesen Gegner. Und trotzdem gelang der Start in die Partie nicht wunschgemäss. Obwohl man im Mittelfeld den Zugerinnen Bälle abnehmen konnten, wurde kein Druck gegen Vorne erzielt. Positiv war, dass die Defensive einen sehr sicheren Eindruck hinterliess. Als nach zehn Minuten ein geplanter Wechsel auf drei Linien für etwas Abstimmungsprobleme sorgte, nutzte Jenal die erste richtige Chance für Zug gleich zum 1:0.
Im zweiten Drittel sah man ein Höfen, das etwas mehr tat für das Spiel. Läuferisch und kämpferisch war man klar auf der Höhe des Geschehens. Wirklich gefährliche Angriffe aufs gegnerische Tor konnte man aber immer noch nicht verzeichnen. Gut war, dass es dem Gegner ebenfalls so erging. Eine kurze Phase der Unsicherheit in der Höfener Hintermannschaft konnte diesmal nicht ausgenutzt werden.
Und so war man fast zum ersten Mal in dieser Saison in der Situation, dass das letzte Drittel die Entscheidung bringen sollte. Höfen konzentrierte noch einmal die Kräfte und wurde sofort gefährlicher. Einer der Höhepunkte des Abends setzte dann Frank. Es war nicht nur das schönste Tor des Tages sondern viel erfreulicher war, dass sie praktisch im ersten Einsatz nach ihrer Verletzungspause gleich einen Treffer markieren konnte. Das 1:1 löste dann alle Dämme. Und dies nicht nur auf dem Spielfeld. Die zahlreichen Fans wurde plötzlich laut und alle spürten: Heute liegen Punkte drin! Und je weniger Zeit auf der Anzeigetafel blieb, desto hektischer wurde das Spiel. So ist es nicht verwunderlich, dass es ab der 56. Minute zu einer kleinen Torflut kam. 1:2 für Zug, 57. Minute 2:2 durch Baumann und dann, als nur noch 1 Minute zu spielen war, drosch Arnold einfach auf den Ball und dieser flog neben Freund und Feind hindurch ins Tor.
Dieses 2:3 ist etwas bezeichnend für das Höfener Spiel in dieser Saison. Man ist zwar stets bemüht und trotzdem nehmen die Gegner die Punkte mit nach Hause. Aber vielleicht können wir gerade aus der Entstehung des letzten Tores lernen: Es sind nicht nur die schönen Tore, die Punkteträume zerstören, sondern es darf auch einfach einmal nur draufgehauen werden...
UHC Höfen - Zug United 2:3 (0:1, 0:0, 2:2)
ABC-Zentrum, Spiez. 125 Zuschauer. SR Aebersold/Manser.
Tore: 12. Jenal 0:1. 48. Frank 1:1. 56. Eisler 1:2. 57. Baumann (Egli) 2:2. 59. Arnold 2:3.
Strafen: keine Strafen gegen UHC Höfen. keine Strafen gegen Zug United.