10.
2007
Frauen NLA: Ein zu hoher Sieg
Trainer Thomas von Känel sagte nach dem Cupout am Donnerstag, er wolle lieber in der Meisterschaft gewinnen. Sein Team hat ihm diesen Gefallen getan, auch wenn der Sieg letztlich zu hoch ausgefallen ist. Denn bis in die Schlussminuten bekamen die Zuschauer einen gehaltvollen Match mit vielen Torszenen vorgesetzt. "Wir waren heute bereit", sagte Priska Von Rickenbach nach dem Spiel. Auf dem Spielfeld unterstrichen die Akteurinnen diese Aussage mit dem wieder erwachten Kampfgeist, dem soliden Defensivspiel sowie einer Offensive, die wieder von Malin Bäckström verstärkt worden war.
Zu viele vergebene Chancen
Die Bern Capitals waren der erwartet schwierige Gegner, der zweifelsohne über mehr Substanz verfügt, als es die bisher fünf erspielten Punkte vermuten lassen. Besonders zu Beginn des Schlussdrittels brauchte es mehrere Interventionen der glänzend disponierten Hüterin Koller, um den mehrfach in der Luft liegenden Ausgleich zu verhindern. Bis dahin hatten Timmel und Hadorn (1. Saisontreffer) Zug United mit 2:0 in Führung geschossen, bevor Flückiger mit einem herrlichen Weitschuss in Überzahl neues Leben in die Bude brachte.
Zwei Shorthander
Zug United muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mit den erspielten Chancen fahrlässig umgegangen zu sein. Alleine Yolanda Rothenfluh zog mehr als nur einmal alleine auf den gegnerischen Goalie - ohne aber zu reüssieren. Auf der anderen Seite haute Schällibaum über den Ball (39.), so dass die knappe Führung der Einheimischen bis weit ins letzte Drittel Bestand hatte. Dort geschah Sonderbares, denn die Tore vier und fünf fielen in Unterzahl. Auch Priska Von Rickenbach konnte sich nicht daran erinnern, selbiges in ihrer Karriere schon einmal erlebt zu haben.
Dreiwöchige Natipause
So brachten sich die Bern Capitals gleich selber um den Punkt, der auf Grund des Spielverlaufs nicht als gestohlen gegolten hätte. Der Unihockeygott stellte sich jedoch auf die Seite von Zug United, das vor dem nächsten Ernstkampf und dem Beginn der Rückrunde den exzellenten dritten Zwischenrang belegt.
Neues von der Festwirtschaft
Wie der letzte Matchbericht, schliesst auch dieser mit Neuigkeiten aus dem Bereich der Gastronomie. Diese zeigte sich auch in Menzingen nicht auf Swiss Mobiliar League Niveau. Zwar wurden die Sandwiches dieses Mal mit Fleisch gefüllt. Dafür aber fehlte der Kaffeerahm, und die Hot Dogs mussten ohne Ketchup verzehrt werden!
Zug United : Bern Capitals 5:1 (1:0, 1:1, 3:0)
Ochsenmatt, Menzingen - 100 Zuschauer
SR: Streule/Zahner
Tore: 15. Timmel (Künzli) 1:0, 32. Hadorn (Hofer) 2:0, 35. Flückiger (Krähenbühl/Ausschluss Huber) 2:1, 48. Rothenfluh (Huber) 3:1, 51. Timmel (Rothenfluh/Ausschluss Wüst!) 4:1, 57. Nesmerakova (Von Rickenbach/Ausschluss Hadorn!) 5:1.
Strafen: Zug United 5 x 2‘, Bern Capitals 1 x 2‘
Zug United: Koller; Cattaneo; Limacher, Timmel; Huber, Walder; Von Rickenbach, Nesmerakova, Bäckström; C. Nussbaumer, Rothenfluh, Wüst; Künzli, Hofer, Hadorn, Gatzke, M. Nussbaumer.
Bern Capitals: Preisig; Schmid, Meier; K. Stettler, Pfister; Krähenbühl, Meyer; Schori, D. Stettler, Schällibaum; Flückiger, Brunner, Elsinger; S. Fahrni, Burkhalter, Calderari; R. Fahrni.
Bemerkungen: Zug United ohne die verletzten Arnold und Mathis. 50:46: Time-Out Bern Capitals.