22.
04.
2006
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

Frauen NLA: Red Ants erzwingen fünftes Finalspiel

Mit dem 3:2 nach Verlängerung in Kloten wehrten die Red Ants den ersten Matchball Dietlikons ab. Heute Sonntag kommt es in Oberseen zum grossen Showdown.

Es hatte nach zwei Niederlagen nicht so weitergehen können. Die Red Ants disponierten für das vierte Finalspiel um. Forster zurück ins Tor, Siegenthaler zurück in die Verteidigung, dafür Breitenstein an die Seite von Petra Kundert in den Sturm der ersten Linie. Sämtliche Massnahmen sollten sich auszahlen. Während Forster (wie auch ihr Gegenüber Nicole Giezendanner) glänzend hielt, lieferte Siegenthaler in der Verteidigung eine gute und vor allem bessere Leistung als zuvor im Sturm ab. Und Gaby Breitenstein brachte mit ihrer Übersicht und Technik die Ruhe ins Angriffsspiel, die zuvor vermisst worden war.

Schnell, hart, unterhaltsam
Von Beginn weg drückten beide Teams kräftig aufs Gas – zur Gaudi der Zuschauer, auch wenn im ersten Drittel noch keine Tore fielen. Im zweiten Drittel musste man sich aber nur zwölf Sekunden bis zum ersten Treffer gedulden – ein Schubserchen Breitensteins hatte den Weg unter Giezendanners Oberkörper ins Tor zur Führung der Gäste gefunden. Knapp eine halbe Minute später tankte sich die sehr agile Petra Kundert durch alles hindurch, was sich ihr in den Weg stellte – bis sie im Slot kurz vor der Schussabgabe regelrecht umgenietet wurde und kurzzeitig verletzt liegen blieb. Zwei Meter von einer Schiedsrichterin entfernt, die weiterspielen liess – ein kolossaler Fehlentscheid. Vielleicht wurde deshalb eine Viertelstunde später auf Penalty entschieden, als sich Kundert erneut durchgesetzt hatte und von Heusser behindert (?) wurde. Breitenstein verwertete den Penalty jedenfalls souverän und sorgte für erneute Führung der Red Ants, nachdem zuvor Natalie Stadelmann per Abstauber-Tor den Ausgleich erzielt hatte. In diesem zweiten Drittel hatte vor allem die erste Linie der Winterthurerinnen Dampf gemacht und auch die Paradeformation der Dietlikerinnen dominiert wie noch nie in dieser Serie. Die Führung zwar zweifellos verdient, sogar eher zu knapp.

So kurz davor…
Im Schlussdrittel fing sich Dietlikon, das zuvor zeitweise die Ordnung etwas verloren hatte, wieder auf. Begünstigt durch den schnellen Ausgleich, erzielt durch die schon in der ganzen Serie glänzend aufgelegten Daniela Morf, strebte man den Siegtreffer an, der den Meistertitel bedeutet hätte. Aber entweder hatte Sabine Forster etwas dagegen, oder die Schussversuche wurden von der vielbeinigen Abwehr geblockt. Auf der anderen Seite versuchte es immer wieder Petra Kundert mit Schüssen – diesmal kamen die Abschlussversuche auch fast alle aufs Tor, aber der stete Tropfen hölt den Stein, bzw. Giezendanner, eben nicht immer – Kundert blieb an diesem Abend ohne Treffer. Dafür traf in der Verlängerung ausgerechnet Andrea Benz, die zuvor in der ersten Linie eher ein Fremdkörper gewesen war. Sie verwandelte ein geniales Zuspiel Breitensteins aus der Drehung zum 2:3. Nach 1.48 der Verlängerung war der Dietliker Meistertraum vorerst ausgeträumt, es kommt zum grossen Showdown in Winterthur (15 Uhr).


Dietlikon – Red Ants 2:3 n.V. (0:0, 1:2, 1:0)
Ruebisbachhalle Kloten – 521 Zuschauer.
SR: Widler/Widler.
Tore: 21. Breitenstein (Kundert) 0:1; 30. Stadelmann (Schäfer) 1:1; 37. Breitenstein (Penalty) 1:2; 42. Morf (Berner) 2:2; 62. Benz (Breitenstein) 2:3.
Strafen: je 1x2 Minuten.
Dietlikon: Giezendanner; Berner, Bürgi; Heusser, Klein; Schäfer, Stadelmann, Morf; Vögeli, Mesot, Anderegg; Gass, Walder, Vogt.
Red Ants: Forster; Siegenthaler, Jud; Eberle, Ott; Breitenstein, Benz, Kundert; Füllemann, L. Mayer, Hofstetter; Flückiger, Arpagaus.
Bemerkungen: 55. Time-out Red Ants; 60. Time-out Dietlikon

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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