21.
10.
2006
NLA Frauen | Autor: Bern Capitals

Frauen NLA: Shutout und Stängeli gegen Höfen

Die Bern Capitals haben das erste Berner Derby der Saison klar für sich entschieden. In der "heimischen" Wankdorfhalle, welche für Höfen ein rotes Tuch zu sein scheint, gewinnen die Caps klar und deutlich mit 10:0. Der Auftritt aller drei eingesetzten Linien war absolut souverän.

Frühes Tor
Wer damit gerechnet hatte, dass sich Höfen bis weit in die eigene Platzhälfte zurückziehen würde, wurde vom Beginn der Partie überrascht. Die Caps gewannen das erste Bully und Höfen versuchte sofort mit einem Forechecking Druck auszuüben. Doch die Caps-Hintermannschaft liess sich davon nicht beeindrucken, liess die etwas ungestüm anstürmenden Höfnerinnen ins Leere laufen und löste souverän aus. So war es Schällibaum, die bereits nach 26 Sekunden, mustergültig von Schüpbach angespielt, alleine vor Höfen-Hüterin Christen auftauchte und keine Mühe hatte, diese backhand zu bezwingen. Fortan waren es die Gastgeberinnen, die das Spieldiktat an sich rissen, Ball und Gegner laufen liessen und gleich den zweiten Treffer suchten. Doch noch fehlte die Präzision im letzten Pass und im Abschluss. So dauerte es bis in die siebte Minute, ehe die Schori-Sisters ein erstes Mal an diesem Abend zuschlugen. Sonja verwertete ein kluges Zuspiel von Regula kaltblütig. Mit dem Zweitorevorsprung im Rücken liessen es die Caps unbegründeterweise etwas ruhiger angehen und ermöglichten so den Höfnerinnen, zurück ins Spiel zu finden. Die Oberländerinnen kamen so zu ihrer besten Phase im Spiel und kreierten sich einige Möglichkeiten, die aber allesamt von der souverän aufspielenden Roux im Caps-Tor zunichte gemacht wurden. Doch die Capitals fingen sich wieder und es waren erneut Schällibaum und Sonja Schori, die mit einem Doppelschlag innert 13 Sekunden das Skore auf 4:0 stellten und die Partie in die richtigen Bahnen lenkten.

Pace gehalten
Auch im Mittelabschnitt waren es die Caps, die den Ton angaben und das Spielgeschehen bestimmten. Phasenweise spielten die Hauptstädterinnen ihre technische und läuferische Überlegenheit voll aus. In der 23. Minute lancierte Krähenbühl mit einem hohen Ball Daniela Stettler, welchen diesen gekonnt annahm, Christen im Höfen-Tor düpierte und zum 5:0 einschob. Als dann wenig später die erste kleine Strafe gegen eine Höfnerin ausgesprochen wurde, konnten die Stadtbernerinnen in numerischer Überzahl agieren. Das Powerplay funktionierte und Krähenbühl traf nach einem schönen Spielzug in die Maschen. Auch die zweite Überzahlmöglichkeit einige Minuten später nutzten die Caps zu einem weiteren Treffer. Diesmal war es Regula Schori, die mit einem satten Direktschuss reüssierte. Und noch vor der zweiten Pause schloss Orion Star Juker eine feine Kombination erfolgreich zum 8:0 Zwischenstand ab.

Die Null muss stehen!
Was die Caps-Fankurve bereits zur Spielhälfte zu singen begann, wollten die Hauptstädterinnen im letzten Drittel auf dem Feld nochmals demonstrieren; nämlich zeigen, wer im Kanton Bern die Nummer eins ist! Unterstützt und inspiriert vom Fangesang spielten die Caps weiter nach vorne, ohne jedoch das Defensivgewissen aufzugeben, denn beim Schlusspfiff musste hinten die Null stehen. In den letzten zwanzig Spielminuten kamen mit Weibel und Bertolotti zwei letztjährige Elitejuniorinnen zu ihrem Debüt in der höchsten Spielklasse. Beide machten ihren Job gut und zeigten nach kurzer Anfangsnervosität einen gelungenen Auftritt. Die Einwechslungen brachten nochmals frischen Wind in die Reihen der Caps und so war es Schüpbach, die mit zwei schönen Treffern das Skore noch in die zweistellige Höhe schraubte.

Besonders erfreulich war, dass alle drei Linien souverän auftraten und einen überzeugenden Eindruck hinterliessen. Den Sieg haben sich das gesamte Team und schliesslich jede einzelne Spielerin mit einer starken Leistung, tadelloser Einsatzbereitschaft und harter Arbeit verdient; denn jede war bereit, fürs Team, für ein gutes Spiel, den Sieg und somit für einen gelungenen Abend zu arbeiten und alles zu geben. Doch so schön das Match ausging, so wichtig waren die drei gewonnenen Punkte. Und will man den Anschluss an die Playoffplätze nicht verlieren, müssen weitere dazukommen. Die Caps tun gut daran, das gewonnene Selbstvertrauen mitzunehmen, das Resultat nicht überzubewerten und sich schon jetzt auf den schweren Gang ins Churer Piranhabecken einzustellen.


Bern Capitals – UHC Höfen 10:0 (4:0, 4:0, 2:0)
Wankdorfhalle Bern. – 108 Zuschauer
SR: Gasser/Häsler
Tore: 1. Schällibaum (Schüpbach) 1:0, 7. S. Schori (R. Schori) 2:0, 16. (15.49) Schällibaum 3:0, 17. (16.02) S. Schori (R. Schori) 4:0, 23. D. Stettler (Krähenbühl/Ausschluss Kupferschmied) 5:0, 25. Krähenbühl (Schüpbach) 6:0, 33. R. Schori ((D. Stettler/Ausschluss Kupferschmied) 7:0, 35. Juker (Krähenbühl) 8:0, 44. Schüpbach (D. Stettler) 9:0, 49. Schüpbach (Juker) 10:0.
Strafen: Bern Capitals keine, Höfen 2x 2’
Bern Capitals: Roux; Krähenbühl, K. Steller; Schmid, Pfister; Müller, Meier; Weibel; Burkhalter, Juker, D. Stettler; Schüpbach, Fahrni, Schällibaum; Spycher, R. Schori, S. Schori; Bertolotti.
Höfen: Christen; Fuss, Hirsig; Holzer, Wenger; Hertig, Winkler; Seiler, Schmidt, Kupferschmied; Baumann, Egli, Güngerich; Schwendimann, Hadorn, Haldemann.
Bemerkungen: 24. Lattenschuss R. Schori, 26. Pfostenschuss Güngerich, 33. Time-Out Höfen, 49. Lattenschuss R. Schori. Bern Capitals ohne Hofer, Meyer, Wiktorsson (verletzt), Siegfried, Dunkel (rekonvaleszent) und Koller (nicht eingesetzt). Höfen ohne Marti (verletzt) und Stübi (abwesend).
Best Players: Schüpbach (Bern Capitals), Schwendimann (Höfen)

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7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
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11.UHC Lok Reinach-2418.000
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5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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