19.
11.
2006
NLA Frauen | Autor: Bern Capitals

Frauen NLA: Sieg im Berner Derby

In einem für beide Mannschaften wegweisenden Berner Derby setzten sich die Bern Capitals vor heimischem Publikum gegen die Burgdorf Wizards hochverdient mit 7:4 durch. Die Wizards vermochten nur im dritten Drittel mit den Stadtbernerinnen mitzuhalten und konnten mit einem Doppelschlag zum 6:4 noch einmal Spannung in die Partie bringen. Fabienne Schüpbach entschied das Derby vor gut gefüllten Rängen mit einem empty-netter in der 59. Minute endgültig.

Gelungenes Comeback von Hofer
Wie ein Stadtberner Team gegen eine Emmentaler Auswahl zu agieren hat, zeigte am Samstag Abend der SCB gegen Langnau vor, als die Mutzen den Tigern gleich zu Beginn den Schneid abkauften. Den Blitzsart in diesem Spiel erwischte freilich Burgdorf - Mätzener überlistete nach wenigen Sekunden aus spitzestem Winkel Caps Schlussfrau Koller. Glücklicherweise liessen sich die Capitals durch diesen frühen Paukenschlag nicht aus der Ruhe bringen und rissen das Szepter an sich. In offensiver Hinsicht vermochte sich hierbei insbesondere die dritte Linie ins Szene zu setzen, in der Hofer nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback feierte und bei den ersten beiden Toren ihren Stock im Spiel hatte. Juker erhöhte kurz darauf sogar auf 3:1, was dem Gezeigten der ersten 20 Minuten absolut entsprach.

"Hässliche" Tore als Schlüssel zum Erfolg
Keine 20 Sekunden nach Anpfiff des zweiten Drittels erhöhte Burkhalter gegen ihre alten Teamkameradinnen auf 4:1. Wie bereits die vorderen drei Tore war auch dies kein Tor, von dem Augenzeugen noch Jahre später schwärmen werden, sondern das Ergebnis energischer Arbeit im gegnerischen Slot. Es gelang den Wizards in keiner Phase des Spiels, herumliegende Bälle aus der eigenen Gefahrenzone zu zaubern, so dass die Gastgeberinnen immer wieder zu zweiten und dritten Abschlüssen kamen. Dass die Caps im Mitteldrittel nach dem erwähnten 4:1 nur noch ein Tor durch Regula Schori schossen, lag an der gelinde gesagt verbesserungsfähigen Chancenauswertung. Grosschancen wurden gleich reihenweise vergeben bzw. von der an diesen Nachmittag besten Burgdorferin, Torhüterin Rahel Preisig, zunichte gemacht. Die Stadtbernerinnen waren in dieser Phase ähnlich überlegen wie abends zuvor der SCB und hatten das Spiel fest im Griff.

Unnötige Hektik am Schluss
Mit einem beruhigen 5:1 im Rücken nahm die Mannschaft vom Triumvirat Krebs/Utiger/Wohlfender den letzten Spielabschnitt in Angriff und liess sich auch durch den zweiten Treffer der Emmenstädterinnen nicht aus der Ruhe bringen. Daniela Stettler stellte mit einem sehenswerten Schuss postwendend den alten 4-Tore-Vorsprung her. Alles schien in geordneten Bahnen zu laufen, bis Burgdorf in der 53. Minute zum Doppelschlag ausholte und mit diesen beiden Toren wieder Spannung ins Spiel zurück brachte. Ja und hätten die Wizards kurz darauf nicht den Pfosten getroffen... Wer weiss, welche Wende ein Spiel, das die Caps zuvor schon längst hätten entscheiden müssen, noch genommen hätte. Immerhin, und das allein zählt letztlich, sicherten sich die Gastgeberinnen mit einem empty-netter den hoch verdienten Sieg und die wichtigen drei Punkte.

Mit diesem Sieg dürfen die Caps sicherlich in der Tabelle wieder nach oben schielen. Sie haben es in der Hand, mit einem überzeugenden Spiel nächsten Sonntag gegen das Schlusslicht Gurmels Sense-See diesen Aufwärtstrend zu bestätigen und so den Grundstein für eine Siegesserie zu legen.


Bern Capitals - Burgdorf Wizards 7:4 (3:1, 2:0, 2:3)
Mooshalle, Gümligen - 231 Zuschauer
SR: Gmür / Wunden
Tore: 00:36 Mätzener (Glauser) 0:1, 05:54 R. Schori (Hofer) 1:1, 13:49 Hofer (R. Schori) 2:1, 14:24 Juker (D. Stettler) 3:1, 20:16 Burkhalter (Juker) 4:1, 35:03 R. Schori 5:1, 42:39 Kaltenrieder (Mätzener) 5:2, 45:54 D. Stettler (Meier / Ausschluss Fankhauser) 6:2, 52:19 B. Müller (Liechti) 6:3, 52:33 Mätzener (Kaltenrieder) 6:4, 58:36 Schüpbach (ins leere Tor) 7:4
Strafen: Bern Capitals 4x2', Burgdorf Wizards 3x2'
Bemerkungen: 44:11 Time-out Bern Capitals, 57:27 Time-out Burgdorf
Bern Capitals: Koller; Krähenbühl, K. Stettler; Schmid, Meier; Pfister, U. Müller; Weibel; Burkhalter, Juker, D. Stettler; Schüpbach, Fahrni, Schällibaum; Spycher, R. Schori, Hofer; S. Schori
Beste Spielerinnen:
Hofer / Preisig
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