14.
10.
2007
NLA Frauen | Autor: UHC Dietlikon

Frauen NLA: Unentschiedener Spielausgang

Der Spitzenkampf zwischen dem Leader aus Dietlikon und dem Herausforderer aus Zug endete nach Verlängerung mit einem 3:3-Unentschieden. Die Glatttalerinnen boten erneut eine Partie, die spielerisch nicht allzu hochstehend, aber kampfbetont und spannend war.
Etwas stach dem Publikum schon beim Einlaufen der Teams ins Auge: es war das erste Mal überhaupt, dass sich zwei Mannschaften in Jupes statt wie bisher üblich in Shorts gegenüber standen. Auffallend dabei war vor allem, dass die Dietlikerinnen im Vergleich zu den Zugerinnen trotz gleichen Modellen mehr Bein zeigten. Sie haben diesbezüglich ja auch eine Saison mehr Erfahrung. Die beiden Schiedsrichter liessen sich von der Premiere aber nicht beirren und pfiffen von Anfang ihr Spiel - Jupes hin oder her. Die beiden Spitzenreiter der NLA wiederum begannen eher Verhalten. Der einzige Unterschied war, dass Dietlikon mit drei Linien agierte, während der Zuger Trainerstab auf ihre besten zehn Spielerinnen setzte. Die erste sehenswerte Aktion entstand in der 6. Minute, als Simone Berner das Skore mit einem perfekt platzierten Freistosstor eröffnete. Für den Assist zeigte sich Aurelia Pescador zuständig, die in der dritten Linie als Center eine solide Partie bot. Der Vorsprung des Leaders währte aber nicht lange. Nur vier Minuten später knallte Regula Arnold ihren ersten Abschluss an den Pfosten, bevor Yolanda Rothenfluh einen Weitschuss von Katja Timmel zum 1:1-Gleichstand verwertete. Der UHC Dietlikon liess sich nicht von seinem Ziel abbringen und versuchte schon im nächsten Angriff, den Vorsprung wieder herzustellen. Natistürmerin Mirca Anderegg lancierte im Gegenzug ihre Stürmerkollegin Michelle Wiki, welche das Tor nur knapp verpasste. Auch in der 18. Minute, als die Schwedin Karin Hjelm für Violetta Vögeli vorlegte, schoss Letztere den Ball nur ins Out. Eine Tatsache, die über den ganzen Match gesehen, ein Problem in den Reihen von Dietlikon war. Trainer Marco Moser ärgerte sich denn auch darüber: „Wir müssen uns im Abschluss viel kaltblütiger und gefährlicher zeigen!" Und wie heisst es so schön: wer die Tore nicht macht, der kassiert sie. So geschehen in der letzten Minute des ersten Drittels, als eine Zugerin nach einem Fehler in der Dietliker-Verteidigung die 2:1-Führung für das Heimteam realisierte.

Dietlikon änderte für den zweiten Spielabschnitt an der Taktik nichts und verhielt sich weiter defensiv. Zug wusste damit nicht immer gleich gut umzugehen, hatte aber zu Beginn des Drittels etwas mehr vom Spiel. Orionsstar Corine Wüst lancierte kurz nach Wieder-Anpfiff eine Mitspielerin, doch Laura Tomatis im Gehäuse des Meisters parierte den Schuss souverän. Ebenso stark hielt sie in der 26. Minute einen Penalty der Zugerin Isabel Kiser, welche davor von Natalie Stadelmann anscheinend am Torschuss gehindert worden sein soll. Die folgenden zwei Minuten in Unterzahl verhielten sich die Gelb-Blauen sehr gut und liessen die Zuger Powerplay-Formation nur einmal zum Abschluss kommen. Zur Spielmitte zeigte Simi Berner zusammen mit Natalie Stadelmann einen sehenswerten Angriff über mehrere Stationen, den sie aber nicht mit dem gewünschten Ausgleich abschliessen konnten. Dietlikon durfte sich gar glücklich schätzen, dass Zug im Gegenstoss die Führung nicht ausbaute. Laura Tomatis hielt ihren Kasten im Mitteldrittel dicht. Und da die Zuger-Hüterin Andreia Koller trotz äusserst gefährlichen Chancen von Pescador und Jenni Meier ebenfalls keinen Fehler machte, endete das Mitteldrittel torlos.

Nach der zweiten Pause spielte Dietlikon dann offensiver und holte die Gegenspielerinnen schon in ihrer Zone ab. Dies wurde in der 43. Minute mit dem Ausgleich zum 2:2 durch Tanja Stella belohnt. Der Spielstand war wieder ausgeglichen und gab Dietlikon mehr Aufwind. Sie blieben am Drücker und versuchten immer sich nach vorne zu kämpfen. Jenni Meier tankte sich in der 50. Minute durch, bis sie plötzlich alleine vor Koller stand und den Ball knapp verschoss. Nachdem Zug Dietlikons Pescador nur mit einem Foul stoppen konnte, verwertete Anderegg den Freistoss auf Pass von Nadja Burkhard. Die umjubelte Führung hielt aber nicht lange. Denn nach dem Timeout von Zug nutzte Rothenfluh einen Fehler in der Abwehr von Dietlikon kaltblütig aus und spielte Arnold an, welche den Ball erfolgreich in den Maschen versenkte. Der ausgeglichene Spielstand war wieder hergestellt. Dietlikon gab sich damit aber nicht zufrieden und startete eine Druckphase, in der sich vor allem die zweite Linie im gegnerischen Drittel festsetzte. Das Siegestor blieb aber beiden Teams verwehrt. Auch in der fünfminütigen Verlängerung sollte keine Entscheidung fallen. Dies obwohl eine Zugerin noch für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt wurde. Dietlikon fand gegen Zug an diesem Abend kein Rezept. Dank dem unentschiedenen Ausgang der Partie bleibt Dietlikon auf der Leaderposition vor Zug United. An der Spitze der Liga regieren also weiterhin die blauen Jupes aus Dietlikon vor den weissen Jupes von Zug United. Den nächsten Ernstkampf bestreitet der Europacupsieger am Sonntag, 21.10.2007 um 15.00 Uhr vor heimischem Publikum.


Zug United - UHC Dietlikon 3:3 n.V. (2:1, 0:0, 1:2, 0:0)
Herti, Zug - 220 Zuschauer
SR: Meyer / Chiapparini
Tore: 05. Berner (Pescador) 0:1; 10. Rothenfluh (Timmel) 1:1; 20. Arnold 2:1; 43. Stella 2:2; 51. Anderegg (Burkhard) 2:3; 54. Arnold (Rothenfluh) 3:3
Strafen: Zug United 2x2', UHC Dietlikon 1x2'
Dietlikon: Tomatis (Schwendener); Berner, Burkhard; Stadelmann, Anderegg, Wiki; Rhöös, Heusser; Hjelm, Vögeli, Meier; Klein; Pescador, Strässle, Stella; Zollinger, Bleiker, Vogt
Zug United: Koller (Cattaneo); Walder, Huber; von Rickenbach, Rothenfluh, Arnold; Limacher, Timmel; Wüst, Arnold, Kiser; Bäckström, Nesmerakova, Nussbaumer
Bemerkungen: 53. Time-out Zug United; Dietlikon ohne Bürgi, Schäfer (beide verletzt), Huber (U21-Einsatz)
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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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