10.
2010
Frick entscheidet den Spitzenkampf
Das Startdrittel befand sich keine Sekunde auf dem Niveau, das man sich aus den Duellen zwischen den Red Ants und Dietlikon gewohnt ist. Vielleicht lag es an den auf beiden Seiten verletzt Abwesenden - auf Winterthurer Seite etwa hatte sich Aggressivleaderin Sandra Dirksen wenige Tage vor dem Spiel im Training den Arm gebrochen, und auch Dietlikon musste auf einige Stammkräfte verzichten. Silvana Nötzli zog gar ein rabenschwarzes Drittel ein. Vor dem 0:1 durch Daniela Morf verdribbelte sie sich als hinterste Verteidigerin, und dem 1:3 war ein geblockter Schuss vorangegangen.
Der zweite Abschnitt verlief mehr nach dem Geschmack der Red Ants, die das Spielgeschehen nun immer mehr vor das Dietliker Tor verlagerten und die Fehlerquote start reduzierten. Andrea Hofstetter im Powerplay und Alexandra Frick nach einer Druckphase verwerteten Zuspiele Natalie Stadelmanns und glichen aus. Die hart umkämpfte und von vielen Stockfouls geprägte Partie konnte somit im Schlussabschnitt von vorne beginnen, wobei sich die Red Ants angriffslustiger zeigten. Vor allem Frick und Daniela Stettler sorgten immer wieder für Gefahr, während Dietlikon in der Vorwärtsbewegung nicht viel zustande brachte.
Kein Nervenflattern
In der 50. Minute brachte Frick mit ihrem zweiten Treffer das Heimteam erstmals in Führung, doch keine zwei Minuten später drückte Daniela Morf den Ball bereits wieder zum Ausgleich über die Linie. Dass es nicht zur sich bereits anbahnenden Verlängerung kam, lag an der glänzend aufgelegten Alexandra Frick. Die 20-jährige Flügelstürmerin zog in der zweitletzten Minute alleine auf das Tor von Nati-Goalie Sarah Schwendener und konnte nur noch mit einem Foul gebremst werden. Den fälligen Penalty verwertete sie gleich selber auf souveräne Art und Weise zum 5:4 Schlussresultat. „Ich war mir sicher, dass ich treffen würde, nachdem es mir zuvor schon so gut gelaufen war", wollte Frick nichts von Nervenflattern wissen. „Wir haben uns ab dem zweiten Drittel gesteigert und den Sieg verdient", freute sie sich über die drei Punkte. Etwas Glück brauchte es am Schluss aber noch. Dietlikon zeigte in den letzten Sekunden, was es offensiv eigentlich zu bieten hätte. Dem vermeintlichen Ausgleich sechs Sekunden vor dem Ende verweigerten die Schiedsrichter jedoch wegen angeblichen hohen Stocks die Anerkennung. Den Red Ants wars egal - sie gehen mit einem wichtigen Sieg in die nun folgende dreiwöchige Nati-Pause.
Red Ants Rychenberg - Dietlikon 5:4 (1:3, 2:0, 2:1)
Oberseen, Winterthur. - 253 Zuschauer. - SR: Aebersold / Manser.
Tore: 3. Morf 0:1. 6. Stella (Wiki) 0:2. 10. Stettler (Kathriner) 1:2. 12. Eliisa Alanko 1:3. 26. Hofstetter (Stadelmann; Ausschluss Stella) 2:3. 31. Frick (Stadelmann) 3:3. 50. Frick (Stadelmann) 4:3. 52. Morf (Eliisa Alanko) 4:4. 59. Frick (Penalty) 5:4.
Strafen: Red Ants keine, Dietlikon 2mal 2 Minuten.
Red Ants: Christianova; Nötzli, Casutt; Eberle, Kunz; Scheidegger, Stadelmann, Frick; Piotrowska, Ordell, Meienhofer; Kathriner, Hofstetter, Stettler.
Dietlikon: Schwendener; Zimmermann, Burkard; Wüthrich, Ressnig; Vögeli, Morf, Eliisa Alanko; Ella Alanko, Stella, Wiki; Chalverat.
Bemerkungen: Red Ants ohne Dirksen, Suri, Savolainen (alle verletzt). Dietlikon ohne Ertürk, Klein, Rittmeyer (alle verletzt). 59. Time-Out Dietlikon. 59.54 Tor Dietlikon wegen hohen Stocks aberkannt.