10.
2015
Piranha ohne Kompromisse
Piranha Chur hat das Heimspiel gegen Unihockey Berner Oberland diskussionslos mit 9:1 gewonnen. Bereits in der 37. Minute fiel mit dem Tor von Sonja Putzi zum 7:1 die definitive Entscheidung.
Bereits im Startdrittel demonstrierte Piranha Chur seine Dominanz. Schon nach drei Minuten hatten die Bernerinnen Glück, dass Seraina Ulbers Drehschuss nur die Torumrandung traf. In der Folge erhöhte Piranha kontinuierlich den Druck auf das gegnerische Tor. So kam, was kommen musste: Verteidigerin Chiara Gredig verwertete ein Zuspiel von Chantal Paschoud in der 8. Spielminute zur 1:0-Führung.
In der 11. Spielminute doppelte Katrin Zwinggi nach und verwertete einen Traumpass von Paschoud zum 2:0. Nur 18 Sekunden später zappelte Priska von Rickenbachs Direktabnahme zum 3:0 unhaltbar im gegnerischen Netz. Die Heimmannschaft aus Chur fand immer mehr Gefallen am Toreschiessen. Ramona Ludwigs Ballabgabe landete etwas glücklich und mit Beihilfe der gegnerischen Torhüterin im Tor.
Auch nach der ersten Pause blieb Chur die tonangebende Mannschaft und war oftmals einen Schritt schneller als die Gäste aus Bern. Torhüterin Livia Hosig, die für einmal den Vorzug gegenüber Stammtorhüterin Lara Heini erhalten hatte, wurde auch in der Startphase des Mitteldrittels kaum geprüft. Den Gästen aus Bern gelang offensiv wenig bis gar nichts. Zu kompakt und organisiert stand die Churer Verteidigung und liess dem Gegner keinen Raum zur spielerischen Entfaltung. Das 5:1 durch Topskorerin Sonja Putzi war die logische Folge dieser Überlegenheit. Nach diesem Treffer und der klaren Führung schaltete Piranha einen Gang runter und drosselte das Tempo. Die Bernerinnen konnten sich erstmals über eine längere Zeit in der Zone der Bündnerinnen festsetzen und nutzten dies auch aus. Monika Egli traf auf Zuspiel von Patricia Kiser.
In der 36. Spielminute kämpfte sich Vera Meer durch die Churer Verteidigung, scheiterte aber solo an Livia Hosig. Nach dieser Aktion reagierte Piranha Chur postwendend. Gegen Sonja Putzis satten Schuss ins Lattenkreuz nach einem sehenswerten Zusammenspiel mit Priska von Rickenbach hatte Torhüterin Schmutz nicht die geringste Chance. «Nach der klaren Führung fielen wir mental in ein kleines Tief. Die Mannschaft zeigte aber Moral, fing sich wieder und konnte gegen Ende des Drittels erneut Druck aufs gegnerische Tor aufbauen», sagte Cheftrainer Stephan Mock zum Mitteldrittel.
Das Spiel verlor nach einer interessanten Startphase immer mehr an Spannung und Attraktion. Insbesondere im letzten Drittel schien es, als würden beide Teams Kräfte für das heutige Cupspiel aufsparen wollen. In der Folge schlichen sich auf beiden Seiten Unkonzentriertheiten ein. Piranha Chur erspielte sich zwar die eine oder andere Tormöglichkeit, oftmals blieben diese aber zu ungefährlich. Erst Seraina Ulber markierte mit ihrem Tor zum 9:1 das Schlussresultat in einem fairen Spiel, bei dem Piranha nie wirklich in Bedrängnis kam.
Bereits heute Sonntag trifft Piranha Chur wieder auf Unihockey Berner Oberland. Nach der gestrigen Leistung geht Piranha Chur natürlich als Favorit in den Cup-Achtelfinal. Cheftrainer Mock warnte jedoch davor, das schnelle Wiedersehen zu unterschätzen. Er sagte: «Das Spiel am Sonntag wird sicher kein Selbstläufer und beginnt mit 0:0. Wir müssen auch auswärts in Seftigen das Spieldiktat in die Hand nehmen und unsere Chancen konsequent nutzen.»
Piranha Chur - Unihockey Berner Oberland 9:1 (4:0, 3:1, 2:0)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. - 103 Zuschauer. - SR Lehmann/Manser.
Tore: 8. Gredig (Paschoud) 1:0. 11. Zwinggi (Paschoud) 2:0. 11. Von Rickenbach (Ludwig) 3:0. 16. Ludwig (Von Rickenbach) 4:0. 24. Putzi (Ludwig) 5:0. 29. Egli (Kiser) 5:1. 32. Paschoud (Marti) 6:1. 37. Putzi (Von Rickenbach) 7:1. 44. Zwinggi (Marti) 8:1. 59. Ulber (Paschoud) 9:1.
Strafen: keine.