21.
03.
2010
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

Red Ants vergeben Matchball deutlich

Nach dem Auswärtssieg gegen Dietlikon vom Samstag wäre die Finaltüre für die Red Ants weit offen gestanden. Doch die Nerven hielten nicht. Nach der deutlichen 3:6 Heimniederlage kommt es am nächsten Wochenende zur „Belle“.

Duplizität der Ereignisse: Die Red Ants waren mit einem Auswärtssieg in die Playoff-Halbfinalserie gestartet, vermochten mit dem erkämpften Heimrecht aber wenig anzufangen und verloren dieses postwendend wieder. Auch am zweiten Wochenende gewannen sie auswärts in Wallisellen verdient mit 4:1 und waren über zwei Drittel die bessere und aktivere Mannschaft. 24 Stunden später hätten sie sich mit einem Heimsieg für den Final gegen Piranha Chur qualifizieren können, das sich gegen Burgdorf keine Blösse gab und glatt in drei Spielen gewann. Doch noch ehe die Red Ants einmal mit dem Ball in Dietlikons Hälfte aufgtetaucht waren, lagen sie bereits 0:2 zurück. Sie verschliefen den Start komplett. „Wenn wir wüssten, weshalb wir das Startdrittel immer wieder verschlafen, wären wir einen Schritt weiter", sagte Red-Ants-Stürmerin Alexandra Frick ratlos. Auch nach Daniela Stettlers Anschlusstreffer in der 10. Minute gelang es den Winterthurerinnen nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Im Gegenteil war es die Finnin Eliisa Alanko, die per Penalty für das 1:3 Drittelsresultat sorgte. Der Meister hatte den Gastgeberinnen eine Lektion in Sachen Effizienz erteilt.

Ohrfeige verdauen
Diesem Rückstand rannten die Red Ants vergeblich nach. Ihre Offensivbemühungen waren zu hektisch, zu ungenau - und in Dietlikons Tor stand, wie schon beim ersten Sieg in Winterthur und anders als in den beiden Spielen in Wallisellen - eine gut aufgelegte Laura Tomatis. Der Meister, der wieder auf die lange verletzt gewesene Daniela Morf zählen konnte, kämpfte resolut um seine Chance, den Titel doch noch verteidigen zu können. Dies manchmal auch auf eine Art und Weise, die von den Schiedsrichtern mit Strafen abgeurteilt wurde. Doch die Red Ants brachten, sinnbildlich für die Ungenauigkeiten im Abschluss, aus fünf Überzahlspielen nur einen Treffer zustande. Und dieser Powerplaytreffer in der 46. Minute bedeutete nur das zwischenzeitliche 2:4 durch Silvana Nötzli, nicht aber den Beginn einer Aufholjagd.
Dietlikon agierte offensiver als zuletzt und brachte die Red Ants damit in arge Bedrängnis. Das 3:6, das am Ende auf der Anzeigetafel steht, war verdient. Vor allem die Finnin Alanko, die an den ersten fünf Treffern beteiligt war (drei Tore, zwei Assists), zeigte den Red Ants, was kaltblütige Chancenauswertung bedeutet.
Am nächsten Sonntag werden sich die beiden Teams in Wallisellen zum fünften und letzten Spiel treffen. Die Red Ants werden sich nach dieser Ohrfeige etwas überlegen müssen, wollen sie wirklich in den Final einziehen. Dietlikon hingegen dürfte nach den zuletzt erlittenen Niederlagen eine gehörige Ladung Selbstvertrauen getankt haben. Der nächste Sonntag wird zeigen, ob das eine Serie mit „Heimnachteil" ist - und ob es zum Schluss doch noch gelingt, wenigstens einmal eine Zuschauerzahl von über 300 mobilisieren.
Red Ants Rychenberg - Dietlikon 3:6 (1:3, 0:1, 2:2)
Oberseen - 283 Zuschauer.
SR: Brändle / Niedermann.
Tore: 2. Morf (Alanko) 0:1. 4. Alanko (Scott ) 0:2. 10. Stettler (Kathriner) 1:2. 17. Alanko 1:3. 38. Alanko (Penalty) 1:4. 46. Nötzli (Dirksen; Ausschluss Bürgi) 2:4. 52. Meier (Alanko) 2:5. 56. Stella (Vögeli) 2:6. 57. Hofstetter (Suter) 3:6.
Strafen: Red Ants 2x2 Minuten; Dietlikon 5x2 Minuten.
Red Ants: Tschümperlin; Nötzli, Auer; Eberle, Timmel; Frick, Hofstetter, Suter; Stettler, Dirksen, Kathriner; Scheidegger.
Dietlikon: Tomatis; Scott, Bürgi; Klein, Heusser; Morf, Stadelmann, Alanko; Wiki, Vögeli, Stella; Meier.
Bemerkungen: Dietlikon ohne Berner, Rittmeyer, Red Ants ohne Casutt, Suri (alle verletzt). 56.20 Timeout Red Ants.

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks