14.
03.
2010
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

Red Ants verpassen Vorentscheidung

Zum Auftakt der Playoff-Halbfinalserie gegen Dietlikon gewannen die Red Ants auswärts 2:3, verpassten es aber mit der 2:5 Heimniederlage bereits entscheidend in Führung zu gehen. Der Meister holte sich den Heimvorteil zurück.

Anstatt nach dem Sieg in Wallisellen am Vorabend mit breiter Brust ins Heimspiel zu steigen und entschlossen das 2:0 in der Serie zu suchen um Dietlikon zu brechen, liessen sich die Red Ants überrumpeln. Beim ersten (und gleichzeitig letzten) Einsatz der dritten Linie in der 4. Minute erzielte Tanja Stella mit einer Einzelleistung das 0:1, wenig später Natalie Stadelmann bereits das 0:2. Gar mit einem 0:3 Rückstand mussten die Winterthurerinnen letztlich in die erste Pause. Sie hatten sich zwar bemüht, aber keine spielerische Linie gefunden und nur die Torumrandung getroffen.

Aufholjagd gebremst
Im Mitteldrittel schien die Partie dann kippen. Margrit Scheidegger und die Finnin Kaisa Malmberg verkürzten innert zwei Minuten auf 2:3. Weitere Chancen folgten, mehrmals tauchten Stürmerinnen alleine vor der wiedergenesenen Tomatis auf, erneut schepperte es am Pfosten - doch die Aufholjagd wurde jäh gebremst. Nach einer unnötigen Strafe Silvana Nötzlis erhöhte Dietlikon im Powerplay durch Tanja Stelle (offizielle Torschützin war Scott) auf 2:4, und wenige Sekunden vor Drittelsende stellte Stadelmann den alten Abstand wieder her. Die zweifache Torschützin Stadelmann, die nächste Saison für die Red Ants spielen wird, tat dies natürlich ohne schlechtes Gewissen. „Ich hätte sogar gerne noch ein drittes Tor erzielt. Im Moment zählen für mich nur Blau-Gelb."

Kleins Aussetzer
Von diesem Rückschlag erholten sich die Red Ants nicht mehr. Sie machten im Schlussdrittel zwar das Spiel, kamen aber nur zu wenig zwingenden Chancen. Sogar auf die Herausnahme der Torhüterin wurde verzichtet - erst bei einem dritten Treffer wäre zu dieser Massnahme gegriffen worden. „Wenn man denkt, es läuft von alleine, läuft es eben nicht", bilanzierte Rolf Kern kopfschüttelnd. Für Aufregung sorgte nur noch Dietlikons Verteidigerin Angi Klein, die in der letzten Minute für eine Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt wurde. Angesichts des ohnehin schon geschwächten Kaders (Dietlikon fehlten mit Simone Berner, Marion Rittmeyer, Daniela Morf und Sarah Schäfer nicht weniger als vier Internationale) war das nicht sonderlich geschickt. Klein wird ihrem Team durch die Matchstrafe III in mindestens einem Spiel fehlen, wenn die Serie am kommenden Wochenende mit zwei Partien fortgesetzt wird.

Red Ants Rychenberg - Dietlikon 2:5 (0:3, 2:2, 0:0)
Oberseen - 225 Zuschauer.
SR: Elmer / Schellenberg.
Tore: 4. Stella 0:1. 7. Stadelmann (Meier) 0:2. 18. Wiki (Vögeli) 0:3. 25. Scheidegger (Hofstetter) 1:3. 26. Malmberg (Eberle) 2:3. 38. Scott (Stella; Ausschluss Nötzli) 2:4. 40. Stadelmann (Alanko) 2:5.
Strafen: Red Ants 2 x 2 Minuten. Dietlikon 2 x 2 Minuten plus Matchstrafe (Klein).
Red Ants: Tschümperlin; Nötzli, Auer; Eberle, Timmel; Kunz; Kathriner, Dirksen, Stettler; Suter, Hofstetter, Frick; Malmberg, Scheidegger, Meienhofer.
Dietlikon: Tomatis; Klein, Heusser, Bürgi, Scott; Stella, Vögeli, Wiki; Meier, Stadelmann, Alanko.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks