01.
2011
Schlusslicht problemlos geschlagen
Durch die Ausfälle der Stürmerinnen Simone Ryser (Zerrung) und Karin Meienhofer (Knochenhautentzündung) musste Trainer Rolf Kern sein erfolgreiches Team der letzten Wochen leicht umstellen. Nationalverteidigerin Silvana Nötzli rückte an den linken Flügel des dritten Blocks vor, in der Verteidigung kam dafür die zuletzt wenig eingesetzte Finnin Hanna-Kaisa Savolainen zu Spielpraxis. Den Schwung der letzten siegreichen Spiele vermochten diese Umstellungen jedoch nicht zu bremsen. Claudia Kunz eröffnete schon in der 5. Minute das Skore mit einem Weitschuss. „Besonders gut war der Schuss ja nicht, aber Hauptsache er war drin", bemerkte die Verteidigerin trocken. Kunz spielt eine bemerkenswerte Saison und verdrängte schon im Cup-Halbfinal finnische (Savolainen) und schweizerische (Sina Casutt) Nationalspielerinnen aus den ersten zwei Formationen. „In dieser Saison bin ich endgültig in der NLA angekommen", freut sich die bald 24-Jährige über ihr Formhoch. Und dass es eine Grundvoraussetzung für Treffer ist, den Ball aufs Tor zu bringen, mussten später mehrere Spielerinnen erfahren, die das leere Tor verfehlten. So blieb es letztlich beim 7:1 Schlussresultat, das gut und gerne zweistellig hätte ausfallen können.
Läuferische Vorteile
Wie der Abschluss funktioniert, demonstrierte einmal mehr Natalie Stadelmann, die im Mitteldrittel keine zehn Minuten für einen lupenreinen Hattrick benötigte und nun bei 25 Saisontoren angelangt ist. Höfen hatte dem Angriffswirbel der Winterthurerinnen wenig entgegenzusetzen, zu gross waren alleine die physischen Unterschiede. Die Bernerinnen kamen oft mindestens einen Schritt zu spät. Den Ehrentreffer durch Nadia Cattaneo in der 40. Minute verdienten sie sich mit ihrer kämpferisch tadellosen Vorstellung jedoch. Das Schlussdrittel hätte man sich dann getrost schenken können - die Red Ants trafen nur noch einmal, als sie in der 54. Minute ein zuvor harmloses Powerplay durch Sandra Dirksen doch noch erfolgreich abschliessen konnten. „Hauptsache gewonnen", fasste Claudia Kunz die Partie zusammen. „Höfen hat gegen Piranha gezeigt, dass auch in solchen Partien nicht einfach mit drei Punkten gerechnet werden darf." Mehr Gegenwehr wird die Red Ants am kommenden Sonntag erwarten, wenn sie zum Abschluss der nur 14 Spiele umfassenden Qualifikation auf Dietlikon treffen. Mit einem Sieg wäre schon vor Beginn der Finalrunde zumindest der zweite Rang und somit das Heimrecht in den Playoff-Halbfinals so gut wie gesichert.
Red Ants Rychenberg - UHC Höfen 7:1 (3:0, 3:1, 1:0)
Oberseen, Winterthur. - 116 Zuschauer. - SR Aebersold/Manser.
Tore: 5. Kunz (Savolainen) 1:0. 16. Dirksen (Stettler) 2:0. 17. Frick (Auer) 3:0. 29. Stadelmann (Hofstetter) 4:0. 34. Stadelmann (Hofstetter) 5:0. 39. Stadelmann (Scheidegger) 6:0. 40. Cattaneo (Thöni) 6:1. 54. Dirksen (Hofstetter; Ausschluss Egli) 7:1.
Strafen: keine Strafen gegen R.A. Rychenberg Winterthur. 4mal 2 Minuten gegen UHC Höfen.
Red Ants: Lexe; Kunz, Savolainen; Eberle, Casutt; Ordell, Auer; Hollenstein; Hofstetter, Stadelmann, Scheidegger; Kathriner, Dirksen, Stettler; Nötzli, Piotrowska, Frick.
Höfen: Dähler; Frank, Leu; Malossa, Zanoli; Marti, Winkler; Rohrbach, Thöni, Cattaneo; Baumann, Seiler, Kupferschmied; Steiner, Egli, Hadorn.
Bemerkungen: Red Ants ohne Suri, Ryser, Meienhofer (alle verletzt). 57.41 Time-Out Höfen.