01.
2010
Unnötige Wizards-Niederlage in der Overtime
Es waren die Capitals, welche zu Beginn des Derbys der Zähringer das Geschehen prägten. Stettler, später erfolgreiche Passgeberin, versuchte ihr Glück mit einem platzierten Distanzschuss. Im Gegenzug scheiterte Ellilä an Torfrau Christen. Mit dieser guten Aktion rissen die Burgdorferinnen die Initiative an sich und bestimmten das Geschehen in der „Neuen Schützenmatt". Doch aus deren Bemühungen vermochte das Team von Trainer Aldo Casanova kein Kapital zu ziehen. Flückiger vergab nach 12 Minuten die Möglichkeit, die Capitals in Führung zu schiessen. In der 16. Minute wurde Ellilä penaltyreif zu Fall gebracht. Zimmermann, mit der Silbermedaille von der Weltmeisterschaft zurückgekehrt, scheiterte an der glänzend reagierenden Christen, der Torfrau der Capitals. Kurz vor dem ersten Sirenenton vergaben Käser und Piotrowska gute Chancen.
Die Führung der Hauptstädterinnen in der 24. Minute kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Bärtschis Handgelenkschuss fand für Zurbuchen unhaltbar den Weg ins Netz. Glück hatten die Wizards kurz danach, dass Streiff die sich bietende Möglichkeit nicht nutzte. Sofort forcierten die Gastgeberinnen die Offensive. Ellilä fiel mit einem gefährlichen Backhander auf. Die Schwedin in Reihen der Zauberinnen mutierte in der 33. Minute zur Passgeberin des Ausgleichs. Hermann schloss den Konter erfolgreich ab. In der 38. Minute hiess es 2:1. Piotrowska tankte sich über links kraftvoll durch, bediente die in Stellung laufende Cattaneo, welche eiskalt vollstreckte.
Wer meinte, die Wizards hätten in der 45. Minute nach dem 3:1 durch Hermann die Ernte bereits trocken unter Dach und Fach gebracht, sah sich getäuscht. Quasi im Gegenangriff konnte Wyss verkürzen. Die Wizards reagierten heftig, aber suchten zu wenig konsequent den vierten Treffer. Dazu lieferte Ellilä in der 50. Minute den Beweis. Mit allen Mitteln suchten die Capitals den Ausgleichstreffer. Trainerin Cornelia Oberli nahm in der vorletzten Minute ihr Time-Out und gleichzeitig Torfrau Christen von Feld. Nur 5 Sekunden vor dem Ende fiel das sehr umstrittene 3:3 durch Stettler, was bei Wizards Trainer Casanova eine wütende Reaktion hinterliess, da die Torschützin klar mit einem Bein im Torraum stand. In der anschliessenden Overtime markierte Schori mit einem platzierten, unhaltbaren Schuss den Siegstreffer für die Capitals.
Burgdorf Wizards - Bern Capitals 3:4 n.V. (0:0, 2:1, 1:2, 0:1)
Neue Schützenmatt. - 165 Zuschauer. - SR Brändli / Labruyere.
Tore: 24. Bärtschi (Stettler) 0:1. 33. Hermann (Ellilä) 1:1. 38. Cattaneo (Piotrowska) 2:1. 45. Hermann (Ellilä) 3:1. 46. Wyss (Bärtschi) 3:2. 60. (59:55) Stettler (Flückiger) 3:3. 61:26 Schori (Meier) 3:4.
Strafen: Keine.
Burgdorf Wizards: Zurbuchen; Martinell, Molin; Spinnler, Käser; Nydegger; Ellilä, Hermann, Kaltenrieder; Cattaneo, Piotrowska, Zimmermann; Fankhauser, Cina, Krebs; Liechti.
Bern Capitals: Christen; Stettler, Meyer; Ästrom, Burkhalter; Halter, Bertolotti; Streiff, Schori, Flückiger; Bärtschi, Wyss, Walther; Hadorn, Collenberg, Brunner; Siegfried, Moser.
Bemerkungen: Wizards ohne Poctova, Svrckova (beide verletzt). Capitals ohne Weibel, Reist (beide verletzt). - 16. Zimmermann verschiesst Penalty. Capitals ab 58:33 bis 60:00 ohne Torfrau für eine weitere Feldspielerin. Burgdorfs Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch war Ehrengast an der Wizards-Premiere in der „Neuen Schützenmatt". - Time-Out: Capitals: 58:33
maverick
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