10.
2008
Wichtiger Sieg gegen Bern
„Das war ein wichtiger Sieg und wichtige drei Punkte" sagte der Trainer von Zug United Patrick Jehli kurz nach dem Schlusspfiff erleichtert. „Heute haben wir das ganze Spiel gut gespielt und sind nicht in einem Drittel eingebrochen", so Jehli weiter und sah dort bereits Verbesserungen gegenüber den vorherigen Spielen. Der Start ins Spiel gelang den Damen von Zug aber nicht wunschgemäss. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, lagen Sie bereits mit einem Tor im Rückstand. Den Bernerinnen gelang ein Start nach Mass. Aber Zug United liess sich durch diese frühe Führung nicht aus dem Konzept bringen. Sie spielten konsequent ihr Spiel und wurden dafür auch belohnt. Mirta Limacher gelang in der sechsten Minute den Ausgleich für Zug. Bis zur ersten Drittelspause gelang noch beiden Mannschaften ein Tor, so verliessen sie mit einem unentschiedenen Spielstand das Feld.
Hin und her im Mitteldrittel
Im Mitteldrittel ging es im gleichen Stil weiter wie im ersten Spielabschnitt. Beide Mannschaften schenkten aneinander nichts. Die Mittelzone wurde meistens mit langen Bällen schnell durchspielt um sich dann im gegnerischen Drittel festzusetzen. Auch Tore fielen in diesem Drittel. Ein guter Pass von Siegenthaler in den Slot zu Sanneh und schon zappelte der Ball zum dritten Mal für die Zugerinnen im Tor. Aber leider bestand diese Führung nicht lange. Postwendend schoss Bern Capitals den Ausgleich. Das gleiche Spiel nochmals kurz vor Drittelspause. 4:3 Führung von Zug, aber Bern glich zehn Sekunden vor dem zweiten Sirenenton wieder aus.
Schlussdrittel brachte die Entscheidung
Schon bald im letzten Drittel musste eine Bernerin auf der Strafbank Platz nehmen. Zug United liessen den Ball gut in ihren Reihen zirkulieren, aber sie konnten die numerische Überzahl nicht in Tore ummünzen. Je mehr das Ende nahte, umso spannender wurde es. Chancen für den eventuellen Siegesstreffer hatten beide Teams, aber der Ball fand den Weg nicht bis ins Tor. Entweder schossen sie darüber oder es war bei den beiden Torhüterinnen Endstation. Bis Priska von Rickenbach zehn Minuten vor Schluss kurz nach der Mittellinie mit einem satten, flachen Schuss die Berner Torhüterin bezwingen konnte. Nun war Bern wieder gefordert. Sie ersetzen kurz vor Schluss noch ihre Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin, aber Tore fielen keine mehr. „Alle drei Blöcke sind als Kollektiv und kompakt aufgetreten und die Verschiebungen als Ganzes im Block haben funktioniert", analysierte Jehli das Spiel von seiner Mannschaft. Der Trainer sah aber auch noch Verbesserungsmöglichkeiten bei seiner Mannschaft. „Beim Passspiel unter Druck müssen wir uns noch steigern. Da verlieren wir noch unnötig viele Bälle und verhelfen so dem Gegner auf einfache Weise zum Ballbesitz."
Zug United : Bern Capitals 5:4 (2:2, 2:2, 1:0)
Stadthalle, Zug - 120 Zuschauer - SR: Brändle/Niedermann
Tore: 2. Westmann (Stettler) 0:1. 6. Limacher (von Rickenbach) 1:1. 15. Wyss 1:2. 18. Rothenfluh (Nussbaumer) 2:2. 28. Sanneh (Siegenthaler) 3:2. 30. Schori (Westman) 3:3. 36. Arnold (Künzli) 4:3. 40. Schori (Westman) 4:4. 50 von Rickenbach (Limacher) 5:4.
Strafen: 1mal 2 Min. für Zug United; 1mal 2 Min. für Bern Capitals.
Zug United: Bircher, Umbricht, Kiser I., Sanneh, Kiser P., Mutter, Künzli, Von Rickenbach, Arnold, Limacher, Eisler, Rothenfluh, Nussbaumer, Siegenthaler, Hadorn, Zizkova, Mathis, Rüttimann.
Bern Capitals: Aebi, Ellilä, Schori, Wyss, Collenberg, Spycher, Stettler, Westman, Elsinger, Pfister, Brunner, Rieben, Bertolotti, Meier, Burkhalter, Locher, Streiff, Flückiger.