02.
2009
Wizards siegen dank Leisungssteigerung
Wer meinte, den Wizards würde der zweite Sieg innert 24 Stunden in den Schoss fallen, sah sich getäuscht. Überraschend prägten die Oberländerinnen das Geschehen. Die Mannschaft von Trainer Jenni zeigte sich aber nicht beeindruckt. Bereits nach drei Minuten musste Zurbuchen einen gefährlichen Schuss von Kupferschmied entschärfen. Die Gäste agierten zu verspielt und produzierten zahlreiche, völlig unnötige Abspielfehler, welche noch ungestraft blieben. In der 10. Minute vergab Peña die sehr gute Möglichkeit, das Skore in der überaus nervösen Partie zu eröffnen. Praktisch im Gegenzug sündigte Baumann. Drei Minuten vor dem ersten Sirenenton rückten beide Torfrauen in den Mittelpunkt. Zuerst prüfte Bapst Dähler und danach zeichnete sich Zurbuchen mit einer Parade nach einem Schuss von Egli aus. Die erste Überzahlsituation zu Gunsten von Höfen folgte in der 19. Minute. Fazit aus der 2minütigen Phase: nichts Zählbares!
Beide Teams schickten sich im Mittelabschnitt an, endlich aus der nervösen in die spielerische Phase zu wechseln. Die Partie nahm stetig Fahrt auf und wurde gleichzeitig intensiver. Reist und Kupferschmied vergeigten gute Chancen. Das 1:0 zu Gunsten der Gastgeberinnen war die Folge eines kapitalen Abwehrfehlers der Wizards. Baumann verwertete das Zuspiel von Egli eiskalt. Danach konnten die Emmentalerinnen gleich zweimal in Überzahl spielen. Kein Ertrag stellte sich für die Gäste ein, diese hatten grosses Glück, dass Nadia Cattaneo eine Shorthanderchance nicht ausnutzen konnte. Höfen, der grosse Aussenseiter, fiel immer mehr mit ihren erfolgsversprechenden Kontern auf.
Madeleine Ellilä: die Matchwinnerin!
Wann folgt die Wende? Diese berechtigte Frage stellten sich die zahlreich mitgereisten Fans der Wizards. Unwiderstehlich zog Ellilä in der 41. Minute los, liess Dähler aussteigen und schob eiskalt ein. Die Schwedin bei den Emmentalerinnen doppelte keine drei Minuten später nach. Bei den Gästen wurde die Fehlpassrate auf ein Minimum reduziert. Grosses Glück hatten die Wizards in der 50. Minute, als Baumann eine dicke Möglichkeit nicht nutzte. Doppeltorschützin Ellilä blieb in der 56. Minute der dritte Treffer verwehrt. Besser machte es Zimmermann nur eine Minute später mit dem 1:3. Sofort nahm der Höfener Trainer sein Time-Out, beorderte seine Torfrau auf die Bank zu Gunsten einer zusätzlichen Feldspielerin. Das altbekannte Spielchen nahm seinen Lauf. Statt den Anschlusstreffer zu erzielen versorgte Wehinger den Ball vier Sekunden vor Schluss im verwaisten gegnerischen Tor. Der 4:1-Sieg der Wizards kam nur dank einer klaren Leistungssteigerung im letzten Abschnitt zustande. Mit dem heutigen Erfolg gehen die Emmentalerinnen in der Serie mit 2:0 in Führung und können den Sack am kommenden Samstag, 21. Februar 2009 in der Ballsporthalle Oberemmental in Zollbrück vorzeitig zumachen.
Höfen - Burgdorf Wizards 1:4 (0:0, 1:0, 0:4).
MZH Chrümig, Wimmis. - 90 Zuschauer. - SR Brander / Schwarzwälder.
Tore: 29. Baumann (Egli) 1:0. 41. Ellilä 1:1. 57. Zimmermann (Müller) 1:3. 60. (59:56) Wehinger (ins leere Tor) 1:4.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Höfen: 2-mal 2 Minuten gegen Burgdorf-Wizards.
UHC Höfen: Dähler; Seiler, Zahnd; Kramer, Winkler; Hell, Zanoli; Tschannen, Marti; Baumann, Egli, Kupferschmied; Nadia Cattaneo, Güngerich, Thöni; Eschler, Schwendimann, Beck.
Burgdorf-Wizards: Zurbuchen; Wyss, Svrcková; Käser, Franziska Liechti; Müller, Reist; Marti; Regula Liechti, Yvonne Fankhauser, Peña; Ellilä, Zimmermann, Kaltenrieder; Bapst, Mätzener, Sarah Cattaneo; Messer, Wehinger.