02.
2010
Zug erzwingt Showdown
Bekannterweise ist der letzte Sieg in einer Serie immer auch der schwierigste und eine andere Weisheit besagt, dass das nächste Spiel so endet, wie das letzte Drittel im vorigen Spiel ausgegangen ist. Demnach hätten die Zugerinnen, nachdem man am Samstag in der Verlängerung unglücklich 3:4 gegen den UHC Höfen verlor hatte, einen Tag später gewinnen müssen. Das taten sie auch. Das Team von Neil Anderes gewann 3:2 und glich die Serie aus. Somit kommt es am nächsten Wochenende zum Entscheidungsspiel zwischen diesen beiden ausgeglichenen Equipen.
Schwaches Startdrittel, starkes Mitteldrittel
Die beiden Spiele an diesem Wochenende in der Playoutserie gegen den UHC Höfen scheint immer ähnlich abzulaufen, wobei die Bernerinnen meist etwas schneller in die Gänge kommen als die Blau Weissen. Man könnte fast meinen, die Zugerinnen brauchen jeweils einen Weckruf, bevor sie anfangen konzentrierter zu agieren. Die Innerschweizerinnen servierten am Samstag die Gegentore mit unnötigen Fehlpässen praktisch auf dem Silbertablett und schlugen sich nahezu selbst. Umso erfreulicher war deutliche Steigerung tagsdarauf, obwohl die Bernerinnen wiederum in Führung gehen konnten. Das Gäste, welche dieses Mal nur mit zwei Linien agierten, liessen sich aber nicht aus dem Konzept bringen und erzielten im Mitteldrittel drei Tore innerhalb fünf Minuten.
Hektischer Schluss
Da den Heimischen kurz vor Ende des Mitteldrittels den Anschlusstreffer gelang, wurde der Schlussabschnitt immer hektischer. Zug United gelang es teilweise kaum noch, aus der eigenen Zone zu kommen. Doch dieses Mal erkämpften sich die Kolinstädterinnen das Glück des Tüchtigen und überstanden einige heikle Situationen, auch in Unterzahl. Das Spiel wurde immer nervöser und kostete wohl auch den Coaches einige Nerven. Dem UHC Höfen gelang es aber nicht mehr, bei 6 gegen 4 das Spiel zu egalisieren und hatten dieses Mal das schlechtere Ende. In der Serie steht es somit 2:2.
Entscheidendes Spiel 5
Beide Equipen haben jetzt eine Woche Zeit, sich auf den kapitalen Match vom nächsten Sonntag einzustimmen. Da die Serie so ausgeglichen ist, ist jeder erdenkbare Ausgang möglich. Der Schlüssel wird die Konzentration über die ganze Spielzeit, die Chancenauswertung und vor allem die richtige Einstellung sein. Das Team mit dem grösseren Siegeswillen wird diese Serie wohl zu seinen Gunsten entscheiden.
Zug United - UHC Höfen 3:4 n.V. (0:1/2:2/1:0/0:1)
Dorfmatt, Rotkreuz. - 50 Zuschauer. - SR: Brändle / Niedermann.
Tore: 9. Winkler (Eigentor Zug United) 0:1. 25. Egli 0:2. 30. Kiss (Pezzutto) 1:2. 31. von Rickenbach (von Wyl) 2:2. 40 Egli (Winkler) 2:3. 58. von Rickenbach 3:3. 63. Egli 3:4.
Strafen: keine.
Zug United: Rust; Limacher, Heimgartner; Párysová, Kiser P.; Roediger, Gafner; Kiss, von Rickenbach, Pezzutto; Umbricht, Eisler, Moor; Saari, von Wyl.
UHC Höfen: Mäkihonko; Dähler, Winkler, Egli, Eschler, Seiler, Baumann, Haldemann, Kupferschmied, Zanoli, Frank, Beer, Thöni, Marti, Kramer.
Bemerkungen: 53. Penalty für Zug United. 58. Time Out Zug United. Zug United ohne Rohrer, Kiser I., Arnold, Buholzer, von Rotz (alle verletzt).
UHC Höfen - Zug United 2:3 (1:0, 1:3, 0:0)
ABC-Zentrum, Spiez. - 110 Zuschauer. - SR: Elmer / Schellenberg.
Tore: 8. Winkler (Zanoli) 1:0. 22. von Wyl (Pezzutto) 1:1. 25. Limacher (Heimgartner) 1:2. 26. Párysová (Eisler) 1:3. 40. Thöni (Egli) 2:3.
Strafen: 1mal 2 Min für UHC Höfen; 3mal 2 Min für Zug United.
UHC Höfen: Mäkihonko; Dähler, Winkler, Egli, Eschler, Seiler, Baumann, Haldemann, Kupferschmied, Zanoli, Frank, Beer, Thöni, Marti, Kramer.
Zug United: Bircher; Limacher, Heimgartner; Kiser P., Roediger; Gafner; von Wyl, von Rickenbach, Pezzutto; Párysová, Eisler, Saari (ab 41. Kiss); Umbricht, Moor.
Bemerkungen: 26. Time Out UHC Höfen. 60. Time out Zug United. Zug United ohne Rohrer, Kiser I., Arnold, Buholzer, von Rotz (alle verletzt).