27.
02.
2023
NLA Männer | Autor: Floorball Thurgau

Licht und Schatten bei Thurgau

Floorball Thurgau spielte am Wochenende in der Playoutserie gegen Uster Spiel 2 und 3. Beide Male gewann das Heimteam mit 7:5 Toren. Die Spiele sind eng, die Zweikämpfe werden mit harten Bandagen geführt. Nach diesem Wochenende ist diese Serie definitiv lanciert.

Licht und Schatten bei Thurgau Niklas Graf erzielte am Sonntag für Thurgau vier Punkte. (Bild: Dieter Meierhans/Archiv)

Nichts für schwache Nerven bei Spielern, Coaches und Zuschauern. Details entscheiden über Sieg oder Niederlage. Während die Thurgauer technisch die feinere Klinge führen, haben die Zürcher Oberländer über den Kampf in die Serie gefunden. Die Thurgauer bleiben in der Serie mit 2:1 Siegen in Vorsprung. Es fehlen zwei weitere Siege zum erfolgreichen Abschluss dieses Playoutkampfs.

Wie auch schon in den Spielen gegen Uster traten die Thurgauer in der Buchholzhalle mutig und mit viel Ballbesitz auf, doch es waren die Einheimischen, die skorten. Kurz vor Drittelsende gelangen den Thurgauern nach zwei Fehlern in der Hintermannschaft der Ausgleich und es kam noch besser: Iiro Lankinen erzielte kurz nach Spielaufnahme den Führungstreffer zum 2:3. In der kommenden Viertelstunde sollten es die Thurgauer sein, welche den Match auf einfache Art und Weise aus der Hand gaben. Das Pressing gegen die zweite Linie der Ustemer entwickelte sich als Bumerang. Mal für Mal wurden die Thurgauer überfordert und erhielten insgesamt 4 Tore gegen die entfesselt aufspielenden Altherren. Es war frustrierend anzusehen, wie die jungen Thurgauer Mal für Mal ins offene Messer liefen und den Kopf nicht bei der Sache hatten. Weil auf der Gegenseite der gut aufgelegte Brütsch oder der Pfosten ein weiteres Tor der Gäste aus dem Thurgau verhinderte, gingen die Ostschweizer mit drei Längen Rückstand in die zweite Pause. Das Tor im Powerplay der Oberländer zum 7:3 war vorentscheidend.

Leider zeigte sich auch in diesem Spiel, dass die Thurgauer im Powerplaylinie noch nicht zufriedenstellend arbeiten. Die eingesetzten Spieler schaffen es in den beiden Überzahlspielen nicht, Torchancen zu kreieren, die den Match hätten wenden können. Die Thurgauer Coaches stellten im letzten Spielabschnitt auf zwei Linien um und versuchten so mehr Druck zu erzielen. Dies gelang teilweise, da sich Uster auf das Verwalten des Vorsprungs konzentrierte. Die beiden letzten Tore fielen erst in der Schlussphase als mit einem Thurgauer Feldspieler mehr gespielt wurde. Es galt auf der Heimfahrt den Match zu vergessen und sich möglichst rasch auf den kommenden Tag vorzubereiten.

Am Sonntag in der Paul Reinhart Halle starteten die Thurgauer kontrolliert in die Partie und erarbeiteten sich in den Startminuten bereits einige Torchancen. Den Verteidigern gelang es, den Ball vom heute eingesetzten Torhüter Yannick Altwegg fern zu halten. Ein verschossener Penalty von Iiro Lankinen setzte auf Thurgauer Seite die richtigen Energien frei. Dank Treffern von Yannick Rubi und Niklas Graf lenkten die Violetten das Spiel in die richtige Bahn. Uster konnte zwar durch den Treffer von Filip Karlsson wieder etwas Hoffnung schöpfen, doch nur wenig später stellte Yannick Rubi den zwei Torevorsprung wieder her, mit welchem es auch in die Pause ging. In der Folge agierten die Thurgauer etwas unglücklich in der Verteidigung, was zwei Mal zu kleinen Strafen führte. Beide Male gelang es den Thurgauern einen Shorthander zu erzielen: Niklas Graf und Yannic Fitzi vollendeten jeweils einen Konter. Da Martin Prazan - der nach dem Absitzen seiner Sperren wegen unsportlichem Verhalten wieder mittun durfte -für die Zürcher Oberländer im Powerplay einmal traf, war das Skore lange Zeit auf dem Stand von 5:2 zu Gunsten der Einheimischen.

Die Nerven des Zürcher Coachingteams wurden in dieser Phase strapaziert, so dass die Referees im Kabinengang vor dem Pausentee eine klare Ansage erhielten.Im letzten Spielabschnitt rissen die Thurgauer das Spieldiktat an sich. Nach dem 6-2 von Joel Königshofer fiel die Spannung der Einheimischen deutlich ab und die Ustemer starteten die Aufholjagd. Zwei Mal traf Uster durch Anderegg und Bolliger, bevor sie Torhüter Brütsch durch einen sechsten Feldspieler ersetzten. Tatsächlich gelang es ihnen durch Klauenbösch bis auf 6:5 heranzukommen, ehe Yannick Rubi 90 Sekunden vor Schluss mit seinem dritten persönlichen Treffer die Partie entschied. Thurgau sicherte sich damit die erneute Führung in der Playout-Serie. Coach Ruotsalainen war nach dem Sieg ziemlich aufgewühlt: »An diesem Wochenende sahen wir zwei verschiedene Teams am Werk. Am Samstag war unsere Vorbereitung nicht gut genug, um einen Sieg einzufahren, aber am Sonntag war unsere mentale Stärke großartig und die ganze Gruppe war von der ersten Sekunde an bereit. Ich bin zuversichtlich, da unsere Spielweise sich in jedem Spiel weiterentwickelt hat. Wir werden mit der richtigen Einstellung am nächsten Wochenende zwei weitere Siege einfahren können.»


 

UHC Uster - Floorball Thurgau 7:5 (2:2, 4:1, 1:2)
Buchholz, Uster. 271 Zuschauer. SR Anderegg/Röder.
Tore: 4. F. Karlsson (T. Ledergerber) 1:0. 8. M. Kulmala (F. Bolliger) 2:0. 19. N. Siegfried 2:1. 20. E. Jalo (Y. Fitzi) 2:2. 21. I. Lankinen (E. Jalo) 2:3. 26. F. Bolliger (D. Anis) 3:3. 32. M. Klauenbösch (M. Kulmala) 4:3. 34. M. Kulmala (D. Anis) 5:3. 37. F. Bolliger (M. Klauenbösch) 6:3. 47. Y. Klöti (P. Schmuki) 7:3. 57. N. Graf (Y. Fitzi) 7:4. 57. E. Jalo (Y. Fitzi) 7:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Uster. 2mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau.

Floorball Thurgau - UHC Uster 7:5 (3:1, 2:1, 2:3)
Paul Reinhart Halle, Weinfelden. 310 Zuschauer. SR Christen/Gilgen.
Tore: 10. Y. Rubi (Y. Fitzi) 1:0. 10. N. Graf (J. Königshofer) 2:0. 12. F. Karlsson (P. Schmuki) 2:1. 15. Y. Rubi (Y. Fitzi) 3:1. 22. N. Graf (I. Lankinen) 4:1. 23. M. Prazan (M. Kulmala) 4:2. 26. Y. Fitzi (N. Graf) 5:2. 53. J. Königshofer (N. Graf) 6:2. 54. T. Anderegg (F. Karlsson) 6:3. 55. F. Bolliger (T. Ledergerber) 6:4. 59. M. Klauenbösch (D. Anis) 6:5. 59. Y. Rubi (R. Zenger) 7:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau. 4mal 2 Minuten gegen UHC Uster.

 

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Der 28-jährige Stürmer Yannick Rubi beendet seine Karriere. Er war bei Thurgau an mehreren Aufstiegen beteiligt und wurde 2020 mit Zug United Cupsieger. Yannick Rubi tritt zurück

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12.UHC Sarganserland-4516.000
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2.Unihockey Basel Regio+2338.000
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7.Floorball Uri+1628.000
8.Visper Lions-5312.000
9.UH Red Lions Frauenfeld-339.000
10.UH Zulgtal Eagles-828.000

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