14.
10.
2021
Nati Frauen A | Autor: Güngerich Etienne

Hauptproben vor den Grossevents

Für die Frauen- und Männer-Nationalteams stehen am Wochenende mit den EFT's in Finnland bzw. Tschechien die zwei letzten Tests vor den Weltmeisterschaften an. Rolf Kern und David Jansson stehen vor unterschiedlichen Fragezeichen.

Hauptproben vor den Grossevents Auf die Torgefahr von Michelle Wiki kann die Schweiz an der EFT in Finnland wieder zählen. (Bild: swiss unihockey, Claudio Schwarz)

Es ist ein spezielles Jahr im internationalen Unihockey. Weil die Weltmeisterschaft 2020 der Männer aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste, werden in dieser Saison gleich zwei WM's auf höchster Stufe ausgetragen. Die Wettkämpfe der Frauen werden Ende November in Uppsala (SWE) ausgetragen, ehe nur eine Woche später die WM der Männer in Helsinki folgt. Die EFT-Termine im Oktober sind dementsprechend für beide Auswahlen die letzten Tests vor den Grossevents. Für die Nationaltrainer ist es die letzte Gelegenheit, am System zu feilen und Spielerinnen sowie Spieler zu testen.

Platz für U19-Spielerinnen?
Frauen-Trainer Rolf Kern zeigte sich mit dem Auftritt seines Teams an den Länderspielen in Muri vom September rückblickend zufrieden. «Wir haben viele Sachen im Spiel mit Ball gut umgesetzt und so agiert, wie wir es uns erhofft haben», sagt er gegenüber swiss unihockey. «Ausserdem hat mir auch die Ausstrahlung der ganzen Equipe gut gefallen.» Nun gehe es noch um Details wie das Auslösungsspiel, Forechecking oder das individualtaktische Agieren in der eigenen Zone. An der EFT im finnischen Lepäälä kann der Nationaltrainer allerdings nicht nur an taktischen Sachen sondern auch an seinen Blöcken feilen.

Mit Julia Suter, Michelle Wiki und Corin Rüttimann stehen ihm drei Teamleaderinnen wieder zur Verfügung. Insgesamt stehen 20 Feldspielerinnen im Kader, wobei nur 18 mit an die WM fahren dürfen. Bewährungschancen erhalten Céline Stettler, Selma Bergamnn und Anja Wyss, die im September an der U19-WM weilten und sich deshalb nicht für die A-WM aufdrängen konnten. Dafür stehen Esther Jeyabalasingam und Vera Meer nicht mehr im Aufgebot. Allzu fest dürften sich Kern und sein Staff allerdings den Kopf ab der Kader-Frage nicht zerbrechen - es geht nur noch um zwei, drei freie Plätze. Die Verteidigerpaare Marti/Gredig und Mischler/Stella dürften gesetzt sein, auch Lisa Liechti hat ihren Platz auf sicher. Als ihre Partnerin drängte sich zuletzt Doris Berger auf, Stettler und Meer streiten sich um den letzten Platz in der Verteidigung.

Auf der Suche nach den perfekten Linien
Vorne könnte Kern auf eine routinierte erste Linie mit Suter, Rüttimann und Wiki setzen. Auch die zweite Sturmformation zeichnet sich mit Isabelle Gerig, Andrea Gämperli und Nathalie Spichiger ab. In der dritten Formation hat Nadia Cattaneo als solide Zweiweg-Centerin an den Länderspielen in Gümligen überzeugt. Gleiches gilt für Lea Hanimann und Andrea Wildermuth, die auch über Torgefahr verfügen. Und Allrounderin Mirjam Hintermann dürfte ihr Ticket ebenfalls auf sicher haben. Bergmann, Wyss, Jeyabalasingham und Vivien Kühne sind die Kandidatinnen für die letzten zwei Plätze.

Wesentlich mehr Fragezeichen bei der Kaderzusammenstellung findet Männer-Trainer David Jansson vor. Der Schwede konnte in den letzten zwei Jahren praktisch nie sein «Wunsch-Team» auflaufen lassen, immer wieder fehlten Akteure aufgrund von Verletzungen. Im tschechischen Pilsen kann er zumindest auf alle Routiniers, die an der letzten WM in Prag dabei waren, zurückgreifen. Beim letzten Test vor den Wettkämpfen in Helsinki erhalten Kay Bier (GC) und Simon Steiner (Tigers) eine Chance. Der Emmentaler hat zuletzt in der Meisterschaft überzeugt und könnte Jansson eine weitere Option auf der Position des linken Flügels bieten. Eine Nomination für die WM wäre aber eine Überraschung. Für Jansson geht es in Tschechien weniger darum, Kandidaten für die letzten verbleibenden Plätze zu finden. Viel wichtiger erscheint es, die idealen Linienkonstellationen herzustellen. Ebenfalls eine letzte Möglichkeit sich für den Platz als Nummer 2 hinter Pascal Meier aufzudrängen erhält Köniz' Meister-Goalie Patrick Eder.


Euro Floorball Tour Frauen

Freitag, 15. Oktober
Schweden - Schweiz
12:30 Uhr - Lempäälä (FIN)

Samstag, 16. Oktober
Finnland - Schweiz
16:00 Uhr - Lempäälä (FIN)

Sonntag, 17. Oktober
Schweiz - Tschechien
11:30 Uhr - Lempäälä (FIN)


Euro Floorball Tour Männer

Freitag, 15. Oktober
Tschechien - Schweiz
19:00 Uhr - Pilsen (CZE)

Samstag, 16. Oktober
Finnland - Schweiz
15:30 Uhr - Pilsen (CZE)

Sonntag, 17. Oktober
Schweiz - Schweden
12:00 Uhr - Pilsen (CZE)

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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