11.
2016
Spichiger: "Gegen Schweden wird es schwieriger"
Nathalie Spichiger steuerte beim 12:2-Sieg über Tschechien drei Tore und ein Assist bei. Die Emmentalerin spricht im Interview schon über das nächste Spiel gegen Schweden und erklärt, wieso man im letzten Drittel etwas nachlässiger wurde.
unihockey.ch: Nathalie Spichiger, im Nationaltrikot hast du wohl noch nie drei Tore erzielt?
Nathalie Spichiger: Doch, bei der Qualifikation zur WM 2015. Aber das war ein 27:1-Sieg gegen Ungarn, das kann man fast nicht gelten lassen (lacht).
Habt ihr erwartet, dass von den Tschechinnen so wenig Gegenwehr kommt?
Nein, ehrlich gesagt nicht. Die letzten Spiele gegen sie gestalteten sich viel ausgeglichener und wir hatten mehr Mühe als heute. Mich hat auch überrascht, dass sie ein anderes System praktizierten als bis anhin. Aber wir konnten uns trotzdem gut darauf einstellen.
Was hat heute aus deiner Sicht den Ausschlag für den klaren Sieg gegeben?
Dass wir sehr konzentriert und zielstrebig ins Spiel gestartet sind. Wir konnten es ausnutzen, dass Tschechien am Anfang nicht richtig bereit war und nutzten im ersten Drittel unsere Chancen kaltblütig aus. Auch das zweite Drittel fand ich sehr gut.
Im letzten Abschnitt wurde dann aber nicht mehr so konsequent gespielt.
Ja, aber es ist auch nicht einfach, wenn man schon so früh so klar führt. Man wird dann automatisch etwas nachlässiger. Dazu kamen auch viele Strafen, die den Spielrhythmus störten. Aber immerhin konnten wir auf die zwei Gegentreffer noch eine Reaktion zeigen und erzielten die letzten beiden Tore des Spiels.
Wie wohl hast du dich in deiner Linie mit Corin Rüttimann und Ramona Ludwig gefühlt?
Wir haben schon einige Male in etwa so gespielt und es braucht immer noch ein bisschen Zeit bis alles perfekt aufeinander abgestimmt ist. Mit der heutigen Toreausbeute können wir aber sicher zufrieden sein.
Jetzt geht es mit dem Spiel gegen Weltmeister Schweden. Das wird sicher nicht so einfach wie heute....
Garantiert nicht. Die Schwedinnen werden uns sicher nicht so viele Möglichkeiten zugestehen wie Tschechien. Umso wichtiger wird es sein, dass wir diese nützen werden. Fatal wäre aber, wenn wir uns von ihnen einschüchtern lassen würden. Wir müssen den Ball einfach schnell in unseren Reihen zirkulieren lassen und mutig agieren.