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09.
Nati Männer A | Autor: swiss unihockey

Unentschieden und Zusatzpunkt gegen Schweden

Das umstrittene Duell zwischen der Schweiz und dem amtierenden Weltmeister Schweden an der EFT in St. Gallen endet 5:5. Die Schweizer wurden im Penaltyschiessen für ihre überzeugende Teamleistung mit dem Zusatzpunkt belohnt.

Unentschieden und Zusatzpunkt gegen Schweden Die Schweizer A-Nati überzeugte an der EFT in St. Gallen gegen Schweden. (Bild: Dieter Meierhans)

Nach dem gestrigen Auftaktspiel gegen Finnland traf das Nationalteam am zweiten Spieltag der Euro Floorball Tour (EFT) in St. Gallen auf die Weltnummer eins aus Schweden. Den 1'301 Fans in St. Gallen wurde gleich zu Beginn Spektakel geboten: Beide Teams kreierten gute Chancen. In der siebten Spielminute musste Moritz Mock wegen Halten für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Schweizer zeigten ein starkes Boxplay und es gab kein Durchkommen für die Schüsse der Schweden. Sie konnten den Schwung sowie das Selbstvertrauen vom erfolgreichen Unterzahlspiel mitnehmen, gefährliche Torchancen blieben jedoch aus. In der 17. Minute wurde die zweite Strafe gegen die Schweiz ausgesprochen. Erneut liess Patrick Eder im Tor kein Tor zu. In den letzten Minuten der Startphase konnte das Team von David Jansson den Druck erhöhen. Noël Seiler und Moritz Mock verpassten nur knapp zwei vielversprechende Torchancen.

Nach einem ausgeglichenen Startdrittel begann das Mitteldrittel mit einer Druckphase der Schweden, doch die Schweizer waren wach und liessen sich nicht beirren. In der 23. Minute setzte Martin Karlsson seinen Körper übermässig ein und checkte Bischofberger über die Bande. Er erhielt eine 2+2-Minuten-Strafe. Eine Minute später wurde sogleich die nächste 2+2-Minuten-Strafe gegen Schweden aufgrund überhartem Körpereinsatz ausgesprochen. Kevin Berry traf nach 33 Sekunden in doppelter Überzahl zum 1:0. Kurz vor Ablauf der ersten Strafe nahm Jansson sein Time-Out. Die Powerplay-Formation mit Berry, Maurer, Mendelin, Seiler und Zaugg kam zu weiteren Abschlüssen, doch der Ball fand den Weg nicht ins Tor von Keeper Jon Hedlund. Die Schweden waren ab der 29. Spielminute wieder komplett und reagierten mit einem Lattenschuss. Drei Minuten später zeigten die Weltmeister ihre Qualitäten erneut und verwerteten einen schnellen Konter nach einem missglückten Schuss in den schwedischen Verteidigungsblock. Es war Linus Malmström, der Eder zum 1:1 bezwingen konnte. Die Reaktion der Schweizer liess nicht lange auf sich warten: Eine Minute später traf Noël Seiler zum 2:1. Danach konnten die Schweden mit zwei Feldspielern mehr zum 2:2 ausgleichen. Robin Nilsberth setzte in einfacher Überzahl nach mit dem dritten Treffer und brachte sein Team eine Sekunde vor der Pause 3:2 in Führung.

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EFT St. Gallen I SUI - SWE EFT St. Gallen I SUI - SWE EFT St. Gallen I SUI - SWE EFT St. Gallen I SUI - SWE
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Die Schweizer kamen entschlossen aus der Garderobe und kontrollierten das Spiel. Auch die Konter aus den schwedischen Reihen verteidigten die Schweizer erfolgreich. Eine weitere Strafe brachte die Schweizer ebenfalls nicht aus dem Rhythmus. Sie suchten vehement den Ausgleich und wurden in der 53. Minute für ihre Bemühungen belohnt. Nach einem Fehler der Schweden gelang Paolo Riedi der Ausgleich zum 3:3. Nur 76 Sekunden später verwertete Joël Rüegger einen Pass von Tim Braillard zum 4:3-Führungstreffer. Die Schweden konnten in der 55. Minute erneut in Überzahl agieren und Rasmus Andersson gelang der Ausgleich zum 4:4. 48 Sekunden später reagierten die Weltmeister mit einem schnellen Konter und Kim Nilsson bezwang Eder zum fünften Mal. Vier Minuten vor Schluss wurde bereits die sechste Strafe gegen die Schweiz ausgesprochen, die jedoch ohne weiteren Gegentreffer überstanden werden konnte. 48 Sekunden vor Spielende entschied das Schiedsrichter-Duo einen Penalty für die Schweiz aufgrund eines Bodenspiels vor dem schwedischen Tor. Jan Zaugg verwertete den Penalty eiskalt und traf zum 5:5. Bei diesem Resultat blieb es.

Im anschliessenden Penaltyschiessen verwertete Luca Graf als einziger Spieler seinen Penalty, Eder konnte die drei Schüsse der Schweden erfolgreich abwehren. So sicherten sich die Schweizer den Zusatzpunkt im Penaltyschiessen.

«Es ist schon fast unglaublich. Mir fehlen die Worte, ich geniesse den Moment», sagt Best Player Noël Seiler nach dem Spiel. «Wir hatten ein super Spiel mit Ball und durften nach dem torlosen ersten Drittel die Geduld nicht verlieren. Klar hatten sich ein paar Fehler eingeschlichen, aber wir konnten sie dann irgendwie bestrafen mit den Toren.»

Morgen Sonntag spielt die Schweiz zum Abschluss der EFT um 14.30 Uhr gegen Tschechien.

 

 


Schweiz - Schweden 5:5 (0:0, 2:3, 3:2)
Athletik Zentrum, St. Gallen (SUI), 1301 Zuschauende, SR Janne Sjogren, Thomas Ellis (FIN)
Tore: 25. Berry (Zaugg, Ausschluss Karlsson, Nilsen) 1:0, 32. Malmström (Andersson) 1:1, 33. Seiler (Riedi) 2:1, 39. Johansson (Carlström, Ausschluss Mendelin, Strafe gegen die Schweiz angezeigt) 2:2, 40. Nilsberth (Ahrén, Ausschluss Mendelin) 2:3, 53. Riedi (Seiler) 3:3, 54.02 Rüegger (Braillard) 4:3, 54.51 Andersson (Sjögren, Ausschluss Mendelin) 4:4. 56. Nilsson (Sjögren) 4:5, 60. Zaugg (Penalty) 5:5
Strafen: 6x2 Minuten gegen die Schweiz, 2x2+2 Minuten gegen Schweden.
Schweiz: Eder; Mock, Conrad; Berry, Graf; Camenisch, Bischofberger; Heller; Mendelin, Schiess, Maurer; Seiler, Zaugg, Riedi; Schmid, Hutzli, Rüegger; Laely, Braillard.
Schweden: Hedlund; Nilsberth, Nilsen; Lindström, Johansson; Andersson, Palmqvist; Persson; Sjögren, Ahrén, Ruud; Galante, Samuelsson, Aldeeb; Malmström, Backby, Karlsson; Nordgren, Nilsson.
Bemerkungen: Noël Seiler (SUI) und Robin Nilsberth (SWE) als beste Spieler ausgezeichnet. Robin Nilsberth (SWE) für 100. Länderspiel ausgezeichnet. Ab der 58. Minute die Schweiz zum Teil ohne Torhüter.
Penaltyschiessen: Conrad-, Malmström -, Graf 1:0, Nilsson -, Zaugg -, Nilsberth -. Die Schweiz holt sich den Zusatzpunkt im Penaltyschiessen.

 

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2.UHC Thun+2629.000
3.UHC Sarganserland+924.000
4.UHC Lok Reinach+622.000
5.Ticino Unihockey+122.000
6.Kloten-Dietlikon Jets+1219.000
7.UHT Eggiwil-1420.000
8.UHC Grünenmatt-818.000
9.Floorball Fribourg-917.000
10.RD March-Höfe Altendorf-913.000
11.Regazzi Verbano UH Gordola-1212.000
12.Unihockey Langenthal Aarwangen-264.000
1.UH Appenzell+2127.000
2.Unihockey Basel Regio+1326.000
3.UH Lejon Zäziwil+1322.000
4.Aergera Giffers+1621.000
5.Floorball Uri+618.000
6.Chilis Rümlang-Regensdorf+917.000
7.Nesslau Sharks-317.000
8.UH Red Lions Frauenfeld-146.000
9.Visper Lions-326.000
10.UC Yverdon-295.000

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