11.
2014
Der WM-Song ist da
Kultur-Mittwoch am Donnerstag: Mit Spannung wurde er erwartet, mit Enttäuschung nun aufgenommen. Nein, der neue WM-Song «Dancing for Gold» der 14-jährigen Schwedin Julia Kedhammar kann nicht überzeugen.
Kultur-Mittwoch war eigentlich gestern, aber da es bei den Schweden manchmal etwas länger dauert, verlängern wir den Tag um ein paar Stunden. Der Grund ist der heute präsentierte offizielle Song zur Unihockey Weltmeisterschaft 2014 in Göteborg (Schweden). «Dancing for Gold» heisst das Liedlein, gesungen von Julia Kedhammar. Die 14-Jährige trat dieses Jahr erstmals landesweit in Schweden in Erscheinung, als sie ihr Land am Junior Eurovision Contest in Malta vertrat.
Nun, «Dancing for Gold» kann den (zu?) hohen Erwartungen nicht standhalten. Ein mit einem lieblosen Piano-Recycling-Sound unterlegtes Liedchen ohne grossen Wiedererkennungswert oder Ohrwurmgefahr. Irgendwie schon mal gehört, irgendwie schnell vergessen, mit hohem «Nervpotenzial» bei zu vielem Hören. Unglücklich für eine WM, die neun Tage dauert. Unwürdig für ein Land wie Schweden, die ungekrönte Königin der seichten Unterhaltungsmusik, die Perlen wie Abba, Avicii oder Dr. Alban gebar und vor zwei Jahren mit Loreens «Euphoria» den ESC gewann. Kein Vorwurf an die junge Julia, von der möglicherweise in den nächsten Jahren noch einiges zu hören ist. «Ich war jung und brauchte das Geld», heisst es in solchen Fällen später in den Memoiren.
Kein Vergleich zum WM-Song «One Shot» der Zibbz vor zwei Jahren. Der schmissige Song des Berner Trash-Pop-Duos kann sich auch jetzt noch hören lassen.
Mit Abstrichen auch Franca Morganos «Don't Stop» der WM 2011, das vor allem in der «gepimpten» Version der Sundis ganz okay tönt.
Nein, wenn WM-Song, dann richtig. Die Tschechen haben vor einem Jahr darauf verzichtet, am Schluss wurde Ostravas sehnsüchtige Stadthymne «Ostravo» von Jaromir Nohavica zum Soundtrack der WM.
Song 83.78.39.205
13. 11. 2014
Voneschen Reto
13. 11. 2014
Welch Glück 62.203.48.231
13. 11. 2014