10.
2015
Kaltblütiger SVWE im Halbfinal
Ein souverän aufspielendes Wiler-Ersigen steht nach einem 6:2-Sieg gegen Gastgeber Mlada Boleslav im Halbfinal des diesjährigen Champion Cups. Dort trifft Wiler-Ersigen auf den finnischen Meister Seinäjoki.
Mit einem etwas glücklich verwandelten Penalty zum 6:2 wenige Sekunden vor Spielende krönte Abwehrchef Tatu Väänänen die starke Vorstellung Wiler-Ersigens im Viertelfinal gegen Mlada Boleslav. Der Schweizermeister dominierte die animierte Partie vor 1372 lautstarken Zuschauern in der Zimni-Arena über weite Strecken. Die Vorentscheidung fiel in der 55. Minute als Dave Wittwer während einer fünfminütigen Überzahl wuchtig das 5:2 erzielte.
Führungstreffer kehrt das Spiel
Der tschechische Vizemeister brillierte vor allem zu Beginn mit einem veritablen Startfeuerwerk. Torhüter Nicolas Wolf und seine Vorderleute überstanden die hektische Phase aber unbeschadet. Nach Deny Känzigs 1:0 - der flinke Flügel fing einen Pass von Boleslavs Verteidiger Radim Krenek ab - kehrte das Spielgeschehen aber zugunsten Wiler-Ersigens. Mit jeder Minute trat der Schweizermeister dominierender auf, das 2:0 Adrian Zimmermanns (17.) und das 3:0 Patrick Mendelins (25.) die logische Konsequenz.
Lange wusste Mlada Boleslav keine Antwort auf die souveräne Spielweise Wiler-Ersigens. Erst ein Ausschluss gegen Wittwer brachte die Tschechen zurück ins Spiel. Zwar fiel während der Strafe kein Tor, kurz nach Ablauf traf Jan Jelinek zum 1:3 (29.). Die richtige Antwort auf die aufkommenden Tschechen wusste Philipp Fankhauser mit dem wichtigen 4:1 in der 44. Minute. Nach Jan Curneys 2:4 (47.) kam bis zu Natovs 5-Minuten-Strafe - der Natistürmer stellte Nicola Bischofberger grob das Bein - kurzzeitig nochmals Spannung auf.
«Verdienter Sieg»
Von einem verdienten Sieg sprach nach Spielende SVWE-Torhüter Nicolas Wolf, der seinem Team ein ganz starker Rückhalt war. «Anfangs waren wir zwar ziemlich unter Druck, nach dem Führungstreffer kamen wir besser ins Spiel», so der Torhüter, der erst zum zweiten Mal in einem Champions-Cup-Spiel auflief. Entscheidend sei vor allem die Effizienz gewesen - und dass Natov im dümmsten Moment die Strafe erhielt. «Nach Wittwers 5:2 war ich endgültig sicher, dass wir es packen», freute sich Wolf.
Morgen Samstag trifft Wiler-Ersigen um 15.15 Uhr auf den finnischen Meister Seinäjoen Peliveljet (SPV) rund um die legendären Brüder Mika und Mikko Kohonen. Letztmals trafen Wiler-Ersigen und SPV vor drei Jahren am Champions Cup in Umea (Schweden). Damals gewannen die Finnen, Tatu Väänänen spielte dannzumal noch gegen Wiler-Ersigen. Die Chancen auf den dritten Finaleinzug Wiler-Ersigens sind intakt. Die Finnen bestritten noch kein Spiel am diesjährigen Turnier. «Es kann ein Vorteil sein, dass wir schon im Spielrhythmus sind», hofft Torhüter Wolf.
Wiler-Ersigen - Mlada Boleslav 6:2 (2:0, 1:1, 3:1)
Zimni-Arena Mlada Boleslav (Cz). - 1372 Zuschauer. - SR Larionovs/Gross (Lv).
Tore: 10. Deny Känzig (Sebek) 1:0. 17. Adrian Zimmermann (Hirschi) 2:0. 25. Mendelin (Manninen) 3:0. 29. Jelinek (Salat) 3:1. 44. Fankhauser (Matthias Hofbauer) 4:1. 47. Curney (Jelinek) 4:2. 55. Wittwer (Bischofberger/Ausschluss Natov) 5:2. 60. Väänänen 6:2 (Penalty).
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen, 1mal 2 Minuten und 1mal 5 Minuten (Natov) gegen Mlada Boleslav.
Wiler-Ersigen: Wolf; Wittwer, Meister; Bischofberger, Väänänen; Sesulka, Hirschi; Fankhauser, Matthias Hofbauer, Louis; Mendelin, Kekkonen, Manninen; Sebek, Adrian Zimmermann, Deny Känzig; Christoph Hofbauer.
Mlada Boleslav: Rytych; Jelinek, Krzmzanek; Kadlec, Kolos; Gwuzdz, Krenek; Natov, Curney, Salat; Ekl, Fojta, Bouska; Tadeas Chroust, Pluhar, Tomas Chroust.
Bemerkungen: 55:08 Time-out Mlada Boleslav, anschliessend teilweise ohne Torhüter. - Meister und Jelinek als beste Spieler ausgezeichnet.
Das Spiel im Replay: