10.
2010
„Man lebt eine Woche lang wie ein Profi“
Patrick Mendelin, was ist für dich der Europacup?
Im Gegensatz zur Meisterschaft weiss man vor dem Turnier nicht genau, wo man steht - und im Turnierverlauf hat man nur wenig Zeit, auf die Konkurrenz zu reagieren. Die Tagesform ist oft entscheidend. Dafür lebt man eine Woche lang wie ein Profi, lebt Unihockey total und trifft auf einige der weltbesten Teams und Spieler.
Macht das Turnier in der jetztigen Form für Vereine aus den Top-4-Nationen Sinn?
Wenn ich auf Fredrikshavn 2009 zurückblicke: Nein. Die sportliche Herausforderung ist natürlich vorhanden, aber ein Turnier ohne Zuschauer und ohne jegliches lokales Interesse ist sinnlos. Ich hoffe, die Letten werden sich etwas enthusiastischer zeigen und in die Halle kommen. Grundsätzlich halte ich den Europacup aber für ein wichtiges Instrument, um den Unihockeysport zu promoten. Ich hoffe, der IFF findet mit dem neuen Champions Cup ab 2011 den richtigen Weg.
Inwiefern hat sich Wiler speziell auf den Event in Lettland vorbereitet?
Das Sommertraining war nicht anders als letztes Jahr. Der Unterschied zum alten Datum des Europacups ist, dass wir früher an den Linienzusammensetzungen arbeiten, um schon im Oktober ein besseres Timing zu haben. Schliesslich treffen wir auf einige Weltklasseteams und wollen gewinnen.
Wer ist Turnierfavorit?
Storvreta und SSV verfügen über einige aussergewöhnliche Spieler. Mit ein wenig Glück und der bereits erwähnten Tagesform können wir aber auch diese beiden Teams schlagen. Davon bin ich überzeugt.