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Champions Cup an Storvreta und Thorengruppen
Doris Berger, Linn Larsson und Pascal Schmuki sind Champions-Cup-Sieger 2026. Während Thorengruppen gegen Vitkovice in Ostrava deutlich 9:2 siegt, wird die Partie der Männer erst im Penaltyschiessen entschieden.
Im von den Schweizer Schiedsrichtern Christian Friemel und Erik Hasselberg geleiteten Champions-Cup-Final ging das schwedische Spitzenteam Thorengruppen bereits nach 34 Sekunden - das Tor erzielte Veera Kauppi auf Pass von ihrer Zwillingsschwester Oona Kauppi. Die beiden Finninnen sollten einmal mehr die prägenden Figuren eines Finalspiels werden. Zuerst gelang Vitkovice aber der Ausgleich, danach gab es eine rote Karte gegen die Tschechinnen und somit eine 2-plus-2-minütige Überzahl für Thorengruppen, die durch Maja Viström und Emelie Wibron zur 3:1-Führung ausgenützt wurde. Der Assist kam jeweils von einer der Kauppi-Schwestern, die an jedem Tor ihres Teams beteiligt waren und insgesamt elf Skorerpunkte sammelten.
Veera Kauppis Hattrick stand bereits in der 27. Minute fest, als sie zum 5:1 traf, danach gab sie zum 6:1 den Assist. Kurz vor der zweiten Pause konnte auch Vitkovice wieder einmal jubeln, als Vendula Berankova einen Penalty verwertete. Nach je zwei Strafminuten zu Beginn des letzten Drittels trafen nur noch die Schwedinnen, genauer gesagt zweimal Oona Kauppi und einmal Veera Kauppi, die ins leere Tor traf, als es Vitkovice phasenweise mit sechs Feldspielerinnen versuchte. Doch die Überlegenheit von Thorengruppen, das vor 12 Monaten den Final gegen Pixbo verloren hatte, war zu gross und so endete die Partie mit einem 9:2 für das Team aus Schweden. Somit werden Linn Larsson und Doris Berger anderthalb Monate nach dem Weltmeistertitel in Ostrava in derselben Stadt (aber in einer anderen Arena) vor 2113 Zuschauern Champions-Cup-Siegerinnen. Larsson verteidigte dabei im zweiten Block, Berger in der dritten Formation. Beide blieben in der von den Kauppis dominierten Partie ohne Skorerpunkte.
Storvreta nach spätem Ausgleich zum Titel
Bei den Männern, die ihren Final in Falun vor 2348 Zuschauern austrugen, standen sich die beiden SSL-Topteams Falun und Storvreta gegenüber. Angetrieben vom lautstarken Heimpublikum gelang Falun der viel bessere Start mit zwei frühen Toren und einer 3:0-Führung nach dem ersten Drittel. Storvreta leistete sich in der eigenen Zone zu viele Fehler und wurde mit einem klaren Rückstand bestraft, Falun nützte dies aber auch eiskalt aus. Im Mitteldrittel erspielte sich das Team aus Uppsala dann deutlich mehr Torchancen. Anders als Falun konnte sich Storvreta aber nur mit einem Tor für die spielerische Überlegenheit während 20 Minuten belohnen, der kürzlich zum weltbesten Spieler gewählte Sakarias Ulriksson traf in der 29. Minute.
Im letzten Abschnitt der regulären Spielzeit traf zuerst Falun zum vermeintlichen 4:1, doch da das Tor verschoben war, wurde dieser Treffer nach Videostudium der Unparteiischen aberkannt. Der Druck Storvretas war in der Folge weiter hoch, der amtierende Meister drängte auf den Ausgleich. In der 47. Minute fiel das 3:2 und nun rannte Storvreta immer weiter an, bis schliesslich Ondrej Nemecek 58 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit sechs gegen fünf Feldspielern zum verdienten 3:3 traf. Das Unentschieden nach 60 und 70 Minuten entsprach in etwa dem Stärkeverhältnis auf dem Platz, wobei Falun deutlich besser gestartet war und Storvreta je länger, je besser in Fahrt kam.
Im Penaltyschiessen trafen dann insgesamt nur drei Spieler:Emil Ruud für Falun, Filip Eriksson und Gabriel Kohonen für Storvreta. Somit sicherte sich Storvreta den Sieg im Champions Cup 2026. Bei beiden Finalisten stand auch ein Schweizer im Einsatz: Noël Seiler (Falun) und Pascal Schmuki (Storvreta) kamen im dritten Verteidigungspaar ihres Teams zum Einsatz und zeigten insgesamt eine eher unauffällige Leistung. Pascal Schmuki kann sich somit in seiner ersten Saison in Schweden gleich die wichtigste europäische Club-Trophäe sichern.
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