25.
02.
CH Cup Frauen | Autor: Streiter Constantin

Holle: "Das brachte mir die Sicherheit zurück"

Torhüterin Noora Holle (24) steht in ihrer zweiten Saison bei Zug United, bestritt in Kriens ihren zweiten grossen Final und half mit ihren Paraden im Schlussdrittel mit, die knappe Führung zu verteidigen. Nach der Partie war sie bei unihockey.ch zum Interview.

Holle: Noora Holle hatte im Cupfinal einige hektische Momente zu überstehen. (Bild: Claudio Schwarz)

Rund 20 Sekunden vor Schluss streckst du noch einmal den Arm aus und parierst einen Schuss mirakulös - wie oft schaust du dir diese Parade nochmal als Video-Highlight an? 
Noora Holle: Dieser Save, ja, der hat sich vor allem super angefühlt! Den muss ich nicht mal mehr anschauen, der hat sich einfach nur unglaublich angefühlt.

Gegen das Ende der Partie wurde es immer enger, die Skorps rannten vehement an. Wie hast du dieses dritte Drittel erlebt? Mit den zwei frühen Gegentoren war das bestimmt nicht einfach. 
Nein, das war wirklich eine Achterbahn der Gefühle. Nach zwei so schnellen Gegentoren wird man kurz etwas unsicher. Das Team hat danach aber alles richtig gemacht - meine Mitspielerinnen haben sich in die Schüsse geworfen, alles geblockt was sie konnten, sodass gar nicht mehr besonders viele Bälle bis zu mir kamen. Das half mir und gab mir wieder die nötige Sicherheit.

Thema Sicherheit - ab der 2. Minute liegt ihr in Führung. Das hilft? Die Skorps mussten ständig hinter dem Rückstand her rennen. 
Das ist so. Bei so Sachen kann es immer in zwei Richtungen gehen - ich habe auch schon sehr früh geführt, und danach noch ziemlich aufs Dach bekommen. Da muss man immer vorsichtig sein. Aber es ist natürlich schon ein gutes Zeichen, das wir setzen konnten.

Im Spiel wechselten sich die beiden Teams etwas ab mit der spielbestimmenden Rolle, es gab Zuger Phasen und dann wieder Skorps-Phasen. Wie ist das für dich als Goalie? Ein bisschen was zu tun haben willst du doch auch. 
Für mich ist es extrem schwierig: In den Phasen, in denen wir dominieren, habe ich nichts zu tun. Und genau aus dem Nichts heraus kommen sie dann plötzlich wieder. Bei den Skorps weiss man: Sie kämpfen und geben nie auf. Es ist schon eine Herausforderung, plötzlich voll parat sein zu müssen, und dann wieder eine ruhigere Phase zu haben. Das macht es alles schon ziemlich anspruchsvoll.

Das ist deine zweite Saison bei Zug und somit dein erster Titel. Somit ein ganz besonderer Moment für dich? 
Ja, ganz bestimmt. Es war ein tolles Gefühl, hier in dieser Halle, mit so vielen Leuten. Der Cupsieg wird eine ganz besondere Erinnerung bleiben, das ist jetzt schon klar. Das Feeling den ganzen Tag über war super, schon als wir in die Halle kamen hatte es viele Leute - es ist etwas kleiner als beispielsweise Fribourg, aber dadurch ist es auch intensiver, was sich sehr cool anfühlt, auch weil die Fans näher am Feld sind. Das war natürlich ein Wahnsinns-Eindruck hier, noch dazu ganz nahe von Zug.

Zug hat ein sehr starkes Goalieduo, seit deiner Ankunft hast du den Superfinal und diesen Cupfinal gespielt. Wir fragen diplomatisch: Bist du die Nummer eins?
Wir haben keine Nummer eins (lacht). Wir sind ein gutes Duo, gerade weil wir beide so gut sind. Wir pushen uns, wir haben keine Nummer eins, und das ist das besondere - wenn man spielen will, muss man immer ans Limit. Das ist es vermutlich, was uns zu so einem guten Duo macht.

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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