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Zug rettet Cupsieg über die Ziellinie
Zug United bezwingt Skorpion Emmental Zollbrück im Cupfinal der Frauen 2026. Die Zentralschweizerinnen gehen mit einem Drei-Tore-Vorsprung ins Schlussdrittel, müssen aber bis zur letzten Sekunde um den Sieg zittern.
Kaum hatte die Partie begonnen, ging Zug United nach einem Freistoss durch Denisa Ratajova in Führung. Exakt eine Minute dauerte es, bis Eliska Chuda in der Offensivzone Alysa Buri zum Ausgleich bediente, und wiederum 30 Sekunden später lagen die Zugerinnen schon wieder in Führung. Nathalie Spichiger wurde direkt von dem Tor von ihren ehemaligen Vereinskolleginnen zu wenig eng gedeckt und schob zum 2:1 ein, die 2. Spielminute war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal vorbei.
Zug machte im Startdrittel insgesamt mehr Druck, konnte aber vorerst nicht mehr jubeln. Die Skorps überstanden die erste und einzige Unterzahlsituation der Partie dank guter Blockarbeit und versuchten es bei numerischem Gleichstand meist mit Kontern. Hinten standen die Emmentalerinnen aber nicht immer sehr kompakt, sodass Zug zu weiteren Möglichkeiten. Erst vergab Martina Repkova eine Riesenchance, in der 18. Minute machte es Liga-Topskorerin Julia Croneld besser und traf zum 3:1 für Zug. Mit diesem Zwischenstand endete das erste Drittel.
Zug legt wieder vor
Die Bernerinnen kamen voller Energie aus der Pause und konnten nach 19 Sekunden den Anschlusstreffer. Janine Salzmann traf von der rechten Angriffsseite aus schön in die hohe Ecke. Die Zugerinnen waren nun weniger überlegen, nutzten ihre Chancen aber weiter konsequent. So auch in der 28. Minute, als Ratajova aus der Ecke angespielt wurde und souverän verwandelte. Auf der Gegenseite avancierte Janine Salzmann ebenfalls zur zweifachen Torschützin, mit einem Energieanfall umkurvte sie den gegnerischen Slot und traf schliesslich mit einem Weitschuss.
Das Hin und Her ging weiter und nun gerieten die Emmentalerinnen in der eigenen Defensive vermehrt unter Druck. Es schlichen sich Fehler und Ungenauigkeiten unter dem Zuger Druck ein. Nach einer Balleroberung an der Bande wurde Livia Kurz im Slot völlig frei angespielt und erhöhte auf 5:3. Und es schlug vor der zweiten Pause gleich noch einmal ein: Nach einem Freistoss in der Ecke vollendete Ratajova mit einem Bogenlauf und brachte Zug somit erstmals mit drei Toren Unterschied in Führung.
Skorps rennen bis zur Verzweiflung an
Die Pause schien aber erneut des Skorps besonders zu nutzen. Sie stürmten los und verkürzten durch Salzmann - auch sie war nun dreifache Torschützin - nach 48 Sekunden. Keine halbe Minute später erzielte Lea Hanimann das 5:6 und die über 3000 Zuschauer konnten sich auf eine packende Schlussphase freuen.
Das Spiel lebte nun von der Spannung und dem wiederholten Anrennen der Emmentalerinnen, die dabei eine gute Balance behielten und Zug nur noch wenig gefährliche Aktionen zugestanden. Es lief bereits die 54. Minute, als ein Weitschuss abgelenkt wurde und als Kullerball am Pfosten abprallte. Nun brannte es in der Zuger Defensive einige Male, die Skorps machten enorm Druck. In den letzten zwei Minuten agierten sie ohne Goalie und mit einer zusätzlichen Feldspielerin - die Möglichkeiten zum Ausgleich waren zahlreich, doch kein Ball wollte über die Linie. Zuger Block, Parade von Noora Holle, dazu Abschlüsse, die knapp neben dem gegnerischen Tor endeten. 25 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit rettete Holle ihre Teamkolleginnen mit einem letzten, mirakulösen Eingriff.
Dann war die Zeit abgelaufen und Zug brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Angesichts der Effizienz, mit der die stark besetzte Zuger Offensive in den ersten zwei Dritteln die sich bietendenden Möglichkeiten nutzte, war es bestimmt kein unverdienter Sieg, die Skorps rannten am Ende auf der Gegenseite bis zur Verzweiflung an. So setzen sich auch zwei Serien fort: Die Skorps verloren bei ihrem dritten Cupfinal zum dritten Mal, die Zugerinnen hingegen haben ihre drei Finalteilnahmen allesamt siegreich gestaltet.
Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.
Skorpion Emmental Zollbrück - Zug United 5:6 (1:3, 2:3, 2:0)
Pilatus Arena, Kriens. 3335 Zuschauer. SR Friemel/Hasselberg.
Tore: 1. (0:21) Ratajova (Hürlimann) 0:1. 2. (1:21) Buri (Chuda) 1:1. 2. (1:51) Spichiger (Ratajova) 1:2. 18. Croneld (Ratajova) 1:3. 21. Salzmann (Buri) 2:3. 28. Ratajova (Croneld) 2:4. 30. Salzmann (Garbare) 3:4. 38. (37:30) Kurz 3:5. 39. (38:52) Ratajova (Croneld) 3:6. 41. (40:48) Salzmann (Chuda) 4:6. 42. (41:12) Hanimann (Thomi) 5:6.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück.
Skorpion Emmental Zollbrück: Töndury; Thomi, Gerber; Bieri, Deland; Ritter, Garbare; Haldemann, Hanimann, Siegenthaler; Kiener, Marti, Dominguez; Salzmann, Buri, Chuda.
Zug United: Holle; Knüsel, Hürlimann; Anderegg, Rantanen; M. Horvath, Rüegger; Ratajova, Spichiger, Croneld; Kurz, Müller, Repkova; Vonder Mühl, Bichsel, Hedlund.
Bemerkungen: 57:44 Timeout Skorpion Emmental Zollbrück. Denisa Ratajova und Janine Salzmann als beste Spielerinnen ausgezeichnet.