09.
2014
Red Devils verpassen die Sensation
Die Red Devils March-Höfe Altendorf (NLB) spielten im Cup-1/16-Final gegen die Kloten-Bülach Jets eine hervorragende Partie, schnupperten an der Sensation, verloren aber am Ende dennoch mit 1:5. Die Entscheidung zugunsten des NLA-Teams fiel erst in der Schlussphase.
Die Märchler Mannschaft von Marco Molinari war sich schon im Vorfeld des Spiels bewusst, dass die Sensation nur möglich ist, wenn am Tag X alles zusammenpasst. Rückblickend muss man sagen, dass die Red Devils zwar sehr vieles, aber nicht ganz alles richtig machten und somit den ganz grossen Coup verpassten. Die Kloten-Bülach Jets, mit dem ehemaligen Devils-Coach Jürg Rauchenstein an der Bande, versuchten von Beginn an, den Unterklassigen mit einem aggressiven Forechecking einzuschüchtern. Dies gelang jedoch nur bedingt, das Heimteam wehrte sich mit seinen Mitteln äusserst effizient und liess nur wenig Abschlüsse aufs eigene Tor zu. Es braucht schon eine Überzahl-Situation, welche die Klotener in der 15. Minute zum Führungstreffer durch den Finnen Matti Koskela nutzten.
Nahe dran am grossen Coup
Der Mittelabschnitt begann dann denkbar schlecht für die roten Teufel. Ein schneller Ballverlust, eine kurze Ballstafette des Oberklassigen, und schon hiess es 0:2. Wer aber dachte, der Gastgeber würde nun seine Segel streichen, der wurde eines Besseren belehrt. Die Red Devils spielten konzentriert weiter, hielten hinten für den Rest des Drittels dicht, und erspielten sich ihrerseits einige sehr gute Möglichkeiten, welche aber allesamt nicht genutzt werden konnten. Der erste Torjubel liess bis zur 47. Minute auf sich warten, war dafür aber umso intensiver. Marcel Züger gelang das Anschlusstor im Powerplay mit einem präzisen Schuss unter die Latte. Die Sensation lag nun im Bereich des Möglichen, vom Publikum angetrieben erspielten sich die Devils weitere Möglichkeiten zum Ausgleich. Dass gleichzeitig der Defensive nicht mehr oberste Priorität zugeschrieben werden konnte, nutzten die Jets aber resolut aus. In den letzten fünf Spielminuten entschieden sie die Partie mit drei weiteren Toren zum Endergebnis von 1:5.
Einstellung stimmte
Der klare Favorit setzte sich am Ende also gegen den Erstligisten durch, musste aber mehr zittern, als ihm lieb war. Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war auf dem Feld wenig zu sehen, was einerseits auf eine tolle Leistung der Red Devils zurückzuführen war, andererseits aber auch auf einen durchzogenen Auftritt des Gastes. Die Jets hatten zwar mehr Ballbesitz und bestimmten die Gangart, waren aber weit davon entfernt, den Underdog zu dominieren. Insofern konnte auch das Trainerteam der Red Devils zufrieden sein mit der Darbietung seiner Mannschaft. Co-Trainer Beni Benz meinte nach der Partie: „Das Team hat heute das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die Einstellung stimmte hundertprozentig, schade, dass wir dafür nicht belohnt wurden."
Red Devils March-Höfe - Kloten-Bülach Jets 1:5 (0:1, 0:1, 1:3)
MZH Altendorf. - SR. Scherrer / Zähnler
Tore: 15. Koskela (Vapanien) 0:1. 21. Sturzenegger (Reusser) 0:2. 47. Marcel Züger (Buser) 1:2. 55.Dürst (Fischer) 1:3. 58. Jaunin (Parli) 1:4. 60. Künzli (Penalty) 1:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Red Devils March-Höfe, 2mal 2 Minuten gegen Kloten-Bülach Jets.
Red Devils March-Höfe: Mäder; Vogt, Marty; Keller, Gnos; Rüttimann, Schmid; Marcel Züger, Jud, Romer; Buser, Roger Züger, Huber; Schnyder, Fagagnini, Wildhaber; Horath, Hess, Schellenberg, Bamert.
Bemerkungen: Red Devils ohne Ruoss, Kizkin, Hürlimann (verletzt), Patrick Züger (nicht spielberechtigt), Friedlos und Fässler (nicht im Aufgebot).