31.
03.
2016
Schweden | Autor: Voneschen Reto

Die Spannung steigt

Jeweils 1:1 steht es in den Halbfinalserien der SSL-Männer in Schweden. Bei den Frauen erreichte Endre endlich den Halbfinal, während Täby knapp an Meister Mora scheiterte.

Die Spannung steigt Einen Schritt voraus: Mora (in rotschwarz) setzte sich gegen Täby mit Géraldine Rossier (ganz links) knapp durch (Bild Per Wiklund)

Als letztes Team qualifizierte sich Falun für den Halbfinal. Bis in Spiel 7 musste der Meister gegen Mullsjö. Dort zeigte er aber ein wahrlich meisterhaftes Gesicht - beim 9:3-Heimsieg vor 2573 Zuschauern hatte Mullsjö wenig zu bestellen. Schon nach dem ersten Drittel stand es 4:1. 33 zu 14 Schüsse zählten die Statistiker.

Im Halbfinal wartet nun mit Storvreta ein alter Bekannter auf Falun. Die erste Neuauflage des SM-Finals vor zwei Jahren ging knapp an Falun (4:3), Spiel 2 gewann aber Storvreta mit 4:2 zuhause. Im zweiten Halbfinal gewannen Dalen und Linköping jeweils ihre Auswärtsspiele. Speziell: Alle vier Halbfinalpartien wurden von über 2000 Zuschauern besucht.

Zu reden gab vor allem Dalens Speaker Hasse Andersson. Der 63-Jährige - seit 20 Jahren im Amt und eine wahre Institution in Umea - schrie nach gelungenen Paraden der Dalen-Akteure oft den Namen des Spielers ins Mikrofon. Keine grosse Sache, doch da die Partie im TV übertragen wurde, bekam einige mehr Anderssons Aktionen mit. Rasch wurde der «Schreihals» auf Twitter ein Thema. Andersson nahm die Sache aber relativ cool. Bisher habe er nur positive Rückmeldungen der Spieler erhalten. Er sei ja kein Cheerleader und kenne seine Grenzen, so der Speaker. Mittlerweile wird aber über eine Regelung für die Playoffs nachgedacht.

Nach dem Transfer von Johan Samuelsson legte sich für kurze Zeit auch die Frequenz der «Silly Season». Nun ist ein alter Bekannter aufgetaucht: Der mittlerweile bald 39-jährige Mika Kohonen denkt wieder über eine Rückkehr nach Schweden nach. Nach seinem unfreiwilligen Abschied bei Storvreta vor einem Jahr spielte er letzte Saison bei SPV in Finnland - und schied schon im Viertelfinal aus. Eine Rückkehr zu Storvreta wollte der Club nicht kommentieren, auch andere vom «Innebandy Magazinet» angefragte Sportchefs winkten freundlich ab. Kohonens Familie wohnt nach wie vor in Uppsala.

Bei den Frauen zitterte Endre wieder mal um den Halbfinal-Einzug. Nach sechs Jahren hat es nun endlich, endlich wieder gereicht. Nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand sah es gegen Rönnby Västeras «schitter» aus, mit 7:2 und 9:2 gewann das Team der Schweizer Nationalspielerinnen Corin Rüttimann und Tanja Stella die letzten beiden Partien. Spiel 5 in der neuen ICA-Maxi-Arena war seit Tagen ausverkauft. Mit drei Toren war Rüttimann die beste Spielerin der «Finalissima». Im Halbfinal trifft Endre nun auf Pixbo.

Zittern musste auch Mora im Viertelfinal. Das mit einigen Djurgarden-Spielerinnen aufgerüstete Täby forderte den Meister bis in Spiel 5. 2:0 führte Täby auch im Entscheidungsspiel, doch Mora glich 21 Sekunden nach der zweiten Pause aus. Ausgerechnet als die Schweizer Söldnerin Géraldine Rossier auf der Strafbank sass, schoss Moa Tschöp das goldene Tor. Ein bitteres Ende für Täby und Rossier, welche  mit neun Toren und drei Assists ihre persönlich beste Saison in der SSL ablieferte. Im Halbfinal trifft Mora nun auf IKSU mit der Schweizer Natispielerin Nina Bärtschi.

Die Playoffs in der Übersicht:

Playoff SSL Männer

Playoff SSL Frauen

 

Die Highlights im Video

Storvreta - Falun Spiel 2 (4:2)

Falun -Storvreta Spiel 1 (4:3)

Falun - Mullsjö Spiel 7 (9:3)

 

In der Frauen SSL kommt es zu einem Leaderwechsel, für die positiven Schlagzeilen aus Schweizer Sicht sorgen Ronja Niederbgerger, Martina Cerny und die überragende Seraina... Fünf Punkte für Fitzi, Thorengruppen nicht mehr Leader
In der Männer SSL nimmt Storvreta Kalmarsund drei Punkte und somit auch die Tabellenführung ab, auch Falun und Växjö gewinnen. Auffällig ist bei den Männern genau wie... Vier Schweizer Tore bei vier Niederlagen
Kalmarsund bleibt Leader in der Männer SSL, während der Klassiker zwischen Falun und Storvreta erst nach 18 Penaltys entscheiden wird. In der Frauen SSL gab es nur wenige... Durchzogene Schweizer SSL-Bilanz
Viele Schweizerinnen und Schweizer sind in den nordischen Ligen weiterhin sehr gut unterwegs, Anja Wyss ist aktuell gar Ligatopskorerin und führt mit ihren Nati-Kolleginnen... Endre und Kalmarsund übernehmen Tabellenführung

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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