03.
2016
Die Spannung steigt
Jeweils 1:1 steht es in den Halbfinalserien der SSL-Männer in Schweden. Bei den Frauen erreichte Endre endlich den Halbfinal, während Täby knapp an Meister Mora scheiterte.
Als letztes Team qualifizierte sich Falun für den Halbfinal. Bis in Spiel 7 musste der Meister gegen Mullsjö. Dort zeigte er aber ein wahrlich meisterhaftes Gesicht - beim 9:3-Heimsieg vor 2573 Zuschauern hatte Mullsjö wenig zu bestellen. Schon nach dem ersten Drittel stand es 4:1. 33 zu 14 Schüsse zählten die Statistiker.
Im Halbfinal wartet nun mit Storvreta ein alter Bekannter auf Falun. Die erste Neuauflage des SM-Finals vor zwei Jahren ging knapp an Falun (4:3), Spiel 2 gewann aber Storvreta mit 4:2 zuhause. Im zweiten Halbfinal gewannen Dalen und Linköping jeweils ihre Auswärtsspiele. Speziell: Alle vier Halbfinalpartien wurden von über 2000 Zuschauern besucht.
Zu reden gab vor allem Dalens Speaker Hasse Andersson. Der 63-Jährige - seit 20 Jahren im Amt und eine wahre Institution in Umea - schrie nach gelungenen Paraden der Dalen-Akteure oft den Namen des Spielers ins Mikrofon. Keine grosse Sache, doch da die Partie im TV übertragen wurde, bekam einige mehr Anderssons Aktionen mit. Rasch wurde der «Schreihals» auf Twitter ein Thema. Andersson nahm die Sache aber relativ cool. Bisher habe er nur positive Rückmeldungen der Spieler erhalten. Er sei ja kein Cheerleader und kenne seine Grenzen, so der Speaker. Mittlerweile wird aber über eine Regelung für die Playoffs nachgedacht.
Nach dem Transfer von Johan Samuelsson legte sich für kurze Zeit auch die Frequenz der «Silly Season». Nun ist ein alter Bekannter aufgetaucht: Der mittlerweile bald 39-jährige Mika Kohonen denkt wieder über eine Rückkehr nach Schweden nach. Nach seinem unfreiwilligen Abschied bei Storvreta vor einem Jahr spielte er letzte Saison bei SPV in Finnland - und schied schon im Viertelfinal aus. Eine Rückkehr zu Storvreta wollte der Club nicht kommentieren, auch andere vom «Innebandy Magazinet» angefragte Sportchefs winkten freundlich ab. Kohonens Familie wohnt nach wie vor in Uppsala.
Bei den Frauen zitterte Endre wieder mal um den Halbfinal-Einzug. Nach sechs Jahren hat es nun endlich, endlich wieder gereicht. Nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand sah es gegen Rönnby Västeras «schitter» aus, mit 7:2 und 9:2 gewann das Team der Schweizer Nationalspielerinnen Corin Rüttimann und Tanja Stella die letzten beiden Partien. Spiel 5 in der neuen ICA-Maxi-Arena war seit Tagen ausverkauft. Mit drei Toren war Rüttimann die beste Spielerin der «Finalissima». Im Halbfinal trifft Endre nun auf Pixbo.
Zittern musste auch Mora im Viertelfinal. Das mit einigen Djurgarden-Spielerinnen aufgerüstete Täby forderte den Meister bis in Spiel 5. 2:0 führte Täby auch im Entscheidungsspiel, doch Mora glich 21 Sekunden nach der zweiten Pause aus. Ausgerechnet als die Schweizer Söldnerin Géraldine Rossier auf der Strafbank sass, schoss Moa Tschöp das goldene Tor. Ein bitteres Ende für Täby und Rossier, welche mit neun Toren und drei Assists ihre persönlich beste Saison in der SSL ablieferte. Im Halbfinal trifft Mora nun auf IKSU mit der Schweizer Natispielerin Nina Bärtschi.
Die Playoffs in der Übersicht:
Die Highlights im Video
Storvreta - Falun Spiel 2 (4:2)
Falun -Storvreta Spiel 1 (4:3)
Falun - Mullsjö Spiel 7 (9:3)