28.
11.
2018
Schweden | Autor: Güngerich Etienne

Es zählt nur die Revanche

Für Schweden war die letzte WM in Riga mit dem Gewinn der Silbermedaille ein Desaster. Für die Skandinavier gibt es in Prag nur ein Ziel: den WM-Pokal ins Unihockey-Mutterland zurückholen. Alles andere wäre eine Enttäuschung.

Es zählt nur die Revanche Rasmus Enström, Johan Samuelsson und Kim Nilsson werden im Powerplay zusammenspielen. (Bild: Per Wiklund)

Mit dem verlorenen Final vor zwei Jahren gegen Finnland ging auch die Ära von Nationaltrainer Jan-Erik Vaara zu Ende. Für ihn schloss sich ein Kreis: als der 50-Jährige nach der WM 2010 angestellt wurde, hatte Schweden zweimal Gold an Finnland abgeben müssen. Vaara schaffte es, den Pokal bei der WM in der Schweiz vor sechs Jahren zurückzuholen und doppelte 2014 in der Heimat nach, bevor in Riga die Reihe wieder an Finnland war. Dies kam im Unihockey-Mutterland, wo sowieso nur der Titel zählt, etwas überraschend. Aber es war augenfällig, wie uninspiriert und passiv Vaaras Mannschaft auftrat. Sie stagnierte und verliess sich praktisch nur noch auf ihre individuellen Klasse.

Faluner-Fraktion an vorderster Front
Die Konsequenzen waren nach dem Scheitern schnell gezogen: Mikael Hill, der zuvor noch keine internationale Erfahrung aufweisen konnte, wurde als neuer Übungsleiter eingestellt. Der 46-Jährige verlieh der Mannschaft eine neue Spielidentität und brachte den Erfolg zurück. Von 22 Spielen seit dem WM-Final verlor Schweden nur deren zwei (3:5 gegen Finnland beim Finnkampen und 5:7 gegen die Schweiz an der EFT in Kirchberg). Das Team spielt wieder mutiger, versucht den Gegner früher unter Druck zu setzen. Und vor allem tritt es wieder demütiger auf, was in den letzten Jahren nicht mehr der Fall gewesen war. Dies unterstreicht vor allem ein Beispiel: als an der EFT in Uppsala Schweden auf die Schweiz traf, liess Hill ein Liniencoaching gegen die Schweizer Pressingformation betreiben. Etwas, dass es wohl noch nie gegeben hat.

Der achtfache Weltmeister gilt - wie eigentlich immer - auch in Prag als der grosse Favorit. Johan Samuelsson, Rasmus Enström, Robin Nilsberth oder Kim Nilsson waren schon 2012 in der Schweiz dabei und führen die Mannschaft als Leader an. Hill gelang es in den letzten Monaten auch, die drei Formationen so ausgeglichen wie möglich zu gestalten. Die erste Geige spielt das Falun-Quartett Enström, Samuelsson, Galante-Carlström und Johansson, ergänzt wird es durch den ehemaligen Winterthurer Rasmus Sundstedt. Die zweite Sturmreihe werden wahrscheinlich Jonas Svahn, Alexander Rudd und Albin Sjögren bilden, während Kim Nilsson die dritte Reihe bereichert. Der ex-Hopper macht also auch diese Formation brandgefährlich, dazu nimmt er im bestens besetzten Powerplay eine Schlüsselrolle ein. Um seine WM-Ticket zittern, musste Martin Östholm. Der Pixbo-Akteur trat zuletzt nicht mehr so stilsicher auf wie zu seinen besten Zeiten und wird seine vierte WM von der Bank aus in Angriff nehmen.


Das WM-Aufgebot von Schweden:

Torhüter: Johan Rehn (Falun), Mans Parsjö-Tegner (Dalen).
Verteidiger: Mattias Samuelsson, Rasmus Sundstedt, Robin Nilsberth, Tobias Gustafsson (alle Storvreta), Martin Östholm (Pixbo), Emil Johansson (Falun), Kasper Hedlund (Mullsjö), Markus Jonsson (Växjö).
Stürmer: Johan Samuelsson, Jonas Adriansson, Rasmus Enström, Alexander Galante-Carlström, Johannes Larsson (alle Falun), Jonas Svahn (Dalen), Simon Palmen (Linköping), Kim Nilsson (Kalmarsund), Alexander Rudd, Albin Sjögren (beide Storvreta).


Die Spiele von Schweden:

Samstag, 1. Dezember
Finnland - Schweden
15:00 Uhr - O2-Arena, Prag

Montag, 3. Dezember
Schweden - Norwegen
19:30 Uhr - O2-Arena, Prag

Dienstag, 4. Dezember
Schweden - Dänemark
17:15 Uhr - Arena Sparta, Prag

 

Dank einer fulminanten Aufholjagd zur zweiten Spielhälfte schlägt Storvreta im schwedischen Superfinal IBF Falun mit 5:3 und holt sich damit den sechsten Meistertitel in der... Storvretas Titelverteidigung - Täbys Sensation
KAIS Mora und Falun haben sich in den SSL-Halbfinals gegen Pixbo Wallenstam und Mullsjö durchgesetzt und stehen erneut im Superfinal. Für Tim Braillard und Lara Heini ist... Endstation Halbfinal
Storvreta hat sich als erste Mannschaft in Schweden für den Superfinal qualifiziert. Tim Braillard und Lara Heini stehen kurz vor dem Saisonende, derweil Täby für eine... Schweizer vor dem Aus
Nach den Viertelfinals stehen mit Tim Braillard und Lara Heini nur noch zwei Schweizer-Söldner in den schwedischen Playoffs im Einsatz. Mullsjö AIS ist bereits mit einer... Fehlstart für Braillards Mullsjö

Community Updates

Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich141:7652
2.SV Wiler-Ersigen144:8947
3.Floorball Köniz113:9942
4.UHC Alligator Malans133:9240
5.Chur Unihockey119:11937
6.Zug United144:13635
7.UHC Uster101:11035
8.HC Rychenberg Winterthur111:13430
9.Tigers Langnau115:13028
10.Waldkirch-St. Gallen100:12827
11.UHC Thun98:14313
12.Kloten-Dietlikon Jets103:16610
1.piranha chur129:4351
2.Kloten-Dietlikon Jets120:5245
3.Wizards Bern Burgdorf118:6141
4.Unihockey Berner Oberland95:6636
5.Skorpion Emmental Zollbrück102:6933
6.R.A. Rychenberg Winterthur54:9320
7.UHC Laupen ZH55:9519
8.Zug United55:9713
9.UH Red Lions Frauenfeld42:1087
10.Aergera Giffers49:1355
1.Ad Astra Sarnen147:9059
2.Unihockey Basel Regio136:8754
3.Floorball Thurgau139:10443
4.Ticino Unihockey121:12039
5.I. M. Davos-Klosters118:11634
6.Unihockey Langenthal Aarwangen120:12634
7.Regazzi Verbano UH Gordola116:11828
8.Floorball Fribourg90:11026
9.RD March-Höfe Altendorf108:13325
10.UHC Sarganserland92:11522
11.Pfannenstiel Egg95:12319
12.UHC Grünenmatt93:13313
1.FB Riders DBR82:6240
2.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf75:5238
3.SU Mendrisiotto106:7537
4.Unihockey Basel Regio109:8430
5.UH Appenzell76:6429
6.Waldkirch-St. Gallen77:6626
7.UH Lejon Zäziwil77:8123
8.Floorball Uri58:7321
9.UC Yverdon48:6821
10.UHC Trimbach43:1265

Quicklinks