10.
04.
2015
Schweden | Autor: Voneschen Reto

Jubel in Linköping

Linköping und Falun spielen im SM-Finalen der Männer. Eine Premiere für Linköping, Hattrick für Meister Falun. Bei den Frauen steht die Entscheidung noch aus. Und Magnus Svensson hat einen neuen Job.

Jubel in Linköping Da geht's nach Stockholm: Weltmeister Anton Karlsson weisst Linköping den Weg (Bild Per Wiklund)

Die siebtgrösste Stadt Schwedens platzt derzeit vor Stolz. Oder zumindest der Unihockey-Verein Linköpings. Vor zehn Jahren spielte ein Teil des heutigen Linköping Innebandy noch in der 3. Liga, 2008 kam die Fusion, nun der erste Vorstoss in das Finalspiel der schwedischen Superliga, dem SM-Finalen. Und das mit einer Mannschaft ohne Stars. Einzig Teamcaptain Anton Karlsson, ein treuer Defensivsoldat, spielt in der schwedischen Nati. Dazu kommt der tschechische Internationale Matej Jendrisak.

Nach einem überraschenden 3. Rang nach der Qualifikation wurde erst in den Viertelfinals Warberg in vier Spielen in die Ferien gesweept. Im Halbfinal gegen Helsingborg wurde es deutlich enger. Zwar gewann Linköping 4:1 - zwei Partien gingen aber in die Verlängerung (je ein Auswärtssieg) und Spiel 4 gar ins Penaltyschiesen. Das damalige 4:3 in der Helsingborg-Arena war der Knackpunkt. In Spiel 5 am Mittwoch setzte sich Linköping vor 1889 Zuschauer mit 8:3 (Schussverhältnis 28:15) klar durch. Verteidiger Tobias Gustafsson erhielt dabei die äusserst selten vergebene Note 5 nach dem Spiel.

Im Stockholmer Globen, wo am 18. April das SM-Finalen ausgetragen wird, trifft Linköping wenig überraschend auf Falun. 4:0 gewann der Meister gegen das unbequeme Mullsjö. Doch der Schein trügt. Die letzten drei (!) Spiele gewann Falun jeweils in der Verlängerung. Unglaublich. Mullsjö dürfte wohl in den nächsten Tagen in corpore einen Psychiater aufsuchen. Ebenfalls unglaublich: Bei den vier Spielen sassen mindestens 1'300 Zuschauer auf den Tribünen. Höchststand waren die 1927 vor einer Woche in Spiel 2 in Falun. Auch dort war die Euphorie vor dem SM-Finalen gross. Innerhalb einer Stunde waren 400 Tickets verkauft. Und gleich neun Spieler aus Falun stehen im Aufgebot Schwedens für die nächsten EFT-Spiele. Da kann sich David Jansson auf etwas gefasst machen...

Das Frauenfinale wird derweil an diesem Wochenende ausgespielt. In den Best-of-5-Serien führen KAIS Mora und Rönnby Västeras jeweils 2:1 gegen Pixbo respektive IKSU. Heute Abend besitzt Mora den ersten Matchball beim Auswärtsspiel in Göteborg. Im letzten Spiel durfte sich der Schweizer Naticaptain Silvana Nötzli als doppelter Torschütze feiern lassen. Die ersten beiden Tore des späteren 4:1-Erfolgs waren ein schönes Geschenk zum gestrigen Geburtstag (auch von dieser Seite, herzliche Gratulation).

Bei den Männern von Storvreta geht das „Ausmisten" derweil weiter. Nach Mika Kohonen (sucht neuen Verein) und Fredrik Holtz (geht zum HC Rychenberg) muss nun auch die treueste der treuen Seelen gehen. Staffan Jacobsson (32) wurde nach 25 Jahren und 430 Spielen im roten Storvreta-Dress „hej då" gesagt. Bleiben wird dafür Goalie Viktor Klinsten. Mit seinen 26 Jahren dürfte er in der verjüngten Storvreta-Equipe in der nächsten Saison einer der Teamsenioren sein.

Vor zwei Jahren wurde Magnus Svensson vom FC Helsingborg aus dem Vertrag bei den Zürcher Grasshoppers gekauft. Wenige Monate später aber nach einer anhaltenden Phase des Misserfolgs beurlaubt. In diesem Jahr lief sein Vertrag nun aus und allerlei Spekulationen waren mit dem Namen Svensson verbunden. Auch eine Rückkehr in die Schweiz, wo er acht Jahre meist erfolgreich tätig war, schien eine Option. Nun ist aber Svenssons neuer Tätigkeitsort bekannt: Bei Granlo in seiner Heimatstadt Sundsvall wird Magnus Svensson ab sofort wirken. Kein Wunder wurde er mit „Willkommen zuhause" vom Team des schwedischen Naticaptains Johan Samuelsson begrüsst.

Resultate SSL Playoffs Männer

Resultate SSL Playoffs Frauen

Highlights Helsingborg - Linköping 3:4 n.P. (Spiel 4)

Highlights Mullsjö - Falun 4:5 n.v. (Spiel 4)

Highlights Falun - Mullsjö Spiel 3

 

In der Frauen SSL kommt es zu einem Leaderwechsel, für die positiven Schlagzeilen aus Schweizer Sicht sorgen Ronja Niederbgerger, Martina Cerny und die überragende Seraina... Fünf Punkte für Fitzi, Thorengruppen nicht mehr Leader
In der Männer SSL nimmt Storvreta Kalmarsund drei Punkte und somit auch die Tabellenführung ab, auch Falun und Växjö gewinnen. Auffällig ist bei den Männern genau wie... Vier Schweizer Tore bei vier Niederlagen
Kalmarsund bleibt Leader in der Männer SSL, während der Klassiker zwischen Falun und Storvreta erst nach 18 Penaltys entscheiden wird. In der Frauen SSL gab es nur wenige... Durchzogene Schweizer SSL-Bilanz
Viele Schweizerinnen und Schweizer sind in den nordischen Ligen weiterhin sehr gut unterwegs, Anja Wyss ist aktuell gar Ligatopskorerin und führt mit ihren Nati-Kolleginnen... Endre und Kalmarsund übernehmen Tabellenführung

Community Updates

Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks