19.
11.
2013
Schweden | Autor: Voneschen Reto

Kim Nilsson rettet AIK

Wieder Frust für Växjö: In den Schlussminuten verlor der Aufsteiger nach einer 3:1-Führung gegen Leader AIK. Bei den Frauen schoss Corin Rüttimann Täby ab. Hier der Update aus Schweden.

Kim Nilsson rettet AIK Kim Nilsson war wieder der gefeierte Mann (Bild Per Wiklund)

Es war wirklich zum Verrücktwerden. Växjö spielte die beste Partie seit dem Aufstieg in die höchste Liga, lag zwischenzeitlich 3:1 gegen den nonchalanten Leader AIK in Führung, aber wieder reichte es nicht zu einem Sieg. Kim Nilsson legte sein Veto ein. Der Ausnahmekönner kehrte die Partie mit drei Toren in den letzten sechs Minuten. Der Ausgleich (18:27) war ein kleinlich gepfiffener Penalty (Schutzraumvergehen) für welchen Pascal Meier eingewechselt wurde. Um ein Haar wäre der Schweizer Nationalgoalie noch dran gewesen. Den Siegestreffer erzielte Nilsson nach einem Freistoss 14 (!) Sekunden vor der Sirene.

Zuviel für Växjö-Coach Denis Martensson. Er fühlte sich wie schon gegen Storvreta von den Schiedsrichtern benachteiligt. Beim Siegestor wollte er ein Blocken der Växjö-Mauer gesehen haben und warf tobend die Bande zu Boden. «Die Schiedsrichter sagen, sie hätten es nicht gesehen. Besser, als wenn sie es gesehen und toleriert hätten. Aber wer etwas Spielverständnis hat, der sah, dass was passiert war», klagte er gefrustet dem «Aftonbladet». Die Wiederholung entlastet die Schiedsrichter aber. Zwar stand ein AIK-Spieler unmittelbar neben der Växjö-Mauer, diese bewegte sich aber gar nicht, zudem versuchte ein Växjö-Verteidiger zaghaft den Schuss zu blocken, nahm aber nur seinem Torhüter die Sicht.... Wie auch immer: Växjö liegt nun unter dem Strich, AIK bleibt weiterhin Erster.

Ebenfalls viel Frust gabs bei Caperiotäby. Im Prestigeduell gegen Storvreta führte Täby bis im Mitteldrittel mit 4:2, ehe Mika Kohonen die Partie mit zwei Toren und einem Assist kehrte. Das 4:5 erzielte er erst in der 57. Minute. Rickie Hyvärinen erzielte bei seiner Rückkehr in die Tible-Halle gleich das 1:0 für Storvreta. Mehr Erfolg hatte Pixbo, welches 5:4 gegen Dalen gewann. Ketil Kronberg vergab einen von Florian Kuchen verursachten Penalty in der 41. Minute beim Stand von 4:4. Besser machte es Patrik Malmström in der 53. Minute, als er ein Zuspiel von Daniel Calebsson zum Siegtreffer verwertete. Spektakulär war das TV-Spiel zwischen Mullsjö und Warberg, welches Magnus Svensson erst in der Verlängerung für Warberg 8:7 entschied.

Zu einem Schweizer Duell kam's in Täby vor dem Männer-Duell. Endre gewann vor allem wegen einer überragenden Corin Rüttimann. Drei der vier Endre-Tore erzielte die Churerin. In der 58. Minute das 3:2 und 52 Sekunden vor Schluss das 4:2-Siegestor. Zuvor hatte sie bereits das 1:1 (12.) erzielt. Dank dem Auswärtssieg klettert Endre auf einen Playoff-Platz. Zu einem 12:3-Kantersieg kam Mora gegen Jönköping. Ein Tor und ein Assist gingen auf das Konto von Silvana Nötzli. Eine bittere Niederlage gabs dafür für Uppsala. Mit 2:3 verlor das Schlusslicht gegen Karlstad. Michelle Wiki bereitete in der 46. Minute das 2:2 vor.

Resultate und Tabelle SSL Männer

Resultate und Tabelle SSL Frauen

Highlights AIK - Växjö

Highlights Mullsjö - Warberg

 

 

In der Frauen SSL kommt es zu einem Leaderwechsel, für die positiven Schlagzeilen aus Schweizer Sicht sorgen Ronja Niederbgerger, Martina Cerny und die überragende Seraina... Fünf Punkte für Fitzi, Thorengruppen nicht mehr Leader
In der Männer SSL nimmt Storvreta Kalmarsund drei Punkte und somit auch die Tabellenführung ab, auch Falun und Växjö gewinnen. Auffällig ist bei den Männern genau wie... Vier Schweizer Tore bei vier Niederlagen
Kalmarsund bleibt Leader in der Männer SSL, während der Klassiker zwischen Falun und Storvreta erst nach 18 Penaltys entscheiden wird. In der Frauen SSL gab es nur wenige... Durchzogene Schweizer SSL-Bilanz
Viele Schweizerinnen und Schweizer sind in den nordischen Ligen weiterhin sehr gut unterwegs, Anja Wyss ist aktuell gar Ligatopskorerin und führt mit ihren Nati-Kolleginnen... Endre und Kalmarsund übernehmen Tabellenführung

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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