05.
2016
Kohonen will’s nochmal wissen
Auch mit 39 Jahren denkt Mika Kohonen nicht an Aufhören. Nach einem Jahr in Finnland bei SPV kehrt er in die schwedische Liga zurück. Helsingborg heisst sein neuer Klub.
Der Aufschrei war gross vor einem Jahr, als Storvreta seinem langjährigen Captain Mika Kohonen keinen neuen Vertrag mehr vorlegte. «So geht man nicht mit einer Ikone um», so die Meinung im In- und Ausland. Zweimal Weltmeister, dreimal schwedischer Meister, viermal Spieler des Jahres - die Erfolgsbilanz des finnischen Nationalspielers ist beeindruckend. In seiner Heimat bei Seinäjoen Peliveljet - kurz SPV - fand er danach einen neuen Brötchengeber. Doch an die alten Erfolge konnte Kohonen nicht anknüpfen. Der finnische Vorjahresmeister flog bereits in der ersten Playoff-Runde raus. Und im Champions Cup verlor SPV den Halbfinal gegen Wiler-Ersigen.
Aufhören war für die Legende Kohonen aber keine Option. In Schweden will er seine lange Karriere beenden. Doch lange winkten die in Frage kommenden Vereine - sprich solche der oberen Tabellenhälfte - dankend ab. Am Pfingstmontag platzte aber die Bombe: Beim FC Helsingborg fand der 39-Jährige Unterschlupf. Sein alter Nati-Gefährte Juha Kivilehto, vor kurzem zum Sportchefs Helsingborg aufgestiegen, nahm vor einem Monat Kontakt auf.
«Die Bedingungen in Helsingborg sind fantastisch mit dem Stadion und allem», sagte Kohonen nun nach der Unterschrift, «ich hoffe, dass ich helfen kann, mit dem Verein in seiner Entwicklung einen weiteren Schritt zu machen». Vor einem Jahr erreichte Helsingborg erstmals den Playoff-Halbfinal. In der abgelaufenen Saison schied der FCH aber im Viertelfinal gegen Storvreta aus. Mit Jami Manninen (Wiler-Ersigen) und Petri Hakonen (SPV) hat Kivilehto bereits zwei finnische Natispieler geholt. Dafür verliessen seine Landsleute Mika Moilanen, Jani Kukola und Asser Jääskelainen den Klub an der Westküste.
Die Weltmeisterschaft im Dezember in Riga hat Mika Kohonen weiter im Kopf. Es wäre seine zehnte WM, nur die Premiere 1996 verpasste er. Er sei nicht mehr so schnell wie mit 20, weiss Kohonen, «aber ich bin ein intelligenter und kompletter Spieler». Dass er fit ist, zeigte die letzte Saison - nur eine Partie verpasste er, krankheitshalber übrigens. «Ich habe noch viel Unihockey in mir», bekräftigt der Center. Der Ball liegt nun bei Nationaltrainer Petri Kettunen. An der letzten WM wurde der ehemals beste Spieler der Welt nur noch im dritten Block eingesetzt.
Als Zückerli: Die zehn schönsten Tore der Kohonen-Brüder der letzten Saison: