17.
05.
2016
Schweden | Autor: Voneschen Reto

Kohonen will’s nochmal wissen

Auch mit 39 Jahren denkt Mika Kohonen nicht an Aufhören. Nach einem Jahr in Finnland bei SPV kehrt er in die schwedische Liga zurück. Helsingborg heisst sein neuer Klub.

Kohonen will’s nochmal wissen Immer noch hungrig: Mika Kohonen will nochmal an die WM (Bild Erwin Keller)

Der Aufschrei war gross vor einem Jahr, als Storvreta seinem langjährigen Captain Mika Kohonen keinen neuen Vertrag mehr vorlegte. «So geht man nicht mit einer Ikone um», so die Meinung im In- und Ausland. Zweimal Weltmeister, dreimal schwedischer Meister, viermal Spieler des Jahres - die Erfolgsbilanz des finnischen Nationalspielers ist beeindruckend. In seiner Heimat bei Seinäjoen Peliveljet - kurz SPV - fand er danach einen neuen Brötchengeber. Doch an die alten Erfolge konnte Kohonen nicht anknüpfen. Der finnische Vorjahresmeister flog bereits in der ersten Playoff-Runde raus. Und im Champions Cup verlor SPV den Halbfinal gegen Wiler-Ersigen.

Aufhören war für die Legende Kohonen aber keine Option. In Schweden will er seine lange Karriere beenden. Doch lange winkten die in Frage kommenden Vereine - sprich solche der oberen Tabellenhälfte - dankend ab. Am Pfingstmontag platzte aber die Bombe: Beim FC Helsingborg fand der 39-Jährige Unterschlupf. Sein alter Nati-Gefährte Juha Kivilehto, vor kurzem zum Sportchefs Helsingborg aufgestiegen, nahm vor einem Monat Kontakt auf.

«Die Bedingungen in Helsingborg sind fantastisch mit dem Stadion und allem», sagte Kohonen nun nach der Unterschrift, «ich hoffe, dass ich helfen kann, mit dem Verein in seiner Entwicklung einen weiteren Schritt zu machen». Vor einem Jahr erreichte Helsingborg erstmals den Playoff-Halbfinal. In der abgelaufenen Saison schied der FCH aber im Viertelfinal gegen Storvreta aus. Mit Jami Manninen (Wiler-Ersigen) und Petri Hakonen (SPV) hat Kivilehto bereits zwei finnische Natispieler geholt. Dafür verliessen seine Landsleute Mika Moilanen, Jani Kukola und Asser Jääskelainen den Klub an der Westküste.

Die Weltmeisterschaft im Dezember in Riga hat Mika Kohonen weiter im Kopf. Es wäre seine zehnte WM, nur die Premiere 1996 verpasste er. Er sei nicht mehr so schnell wie mit 20, weiss Kohonen, «aber ich bin ein intelligenter und kompletter Spieler». Dass er fit ist, zeigte die letzte Saison - nur eine Partie verpasste er, krankheitshalber übrigens. «Ich habe noch viel Unihockey in mir», bekräftigt der Center. Der Ball liegt nun bei Nationaltrainer Petri Kettunen. An der letzten WM wurde der ehemals beste Spieler der Welt nur noch im dritten Block eingesetzt.

Als Zückerli: Die zehn schönsten Tore der Kohonen-Brüder der letzten Saison:

In der Frauen SSL kommt es zu einem Leaderwechsel, für die positiven Schlagzeilen aus Schweizer Sicht sorgen Ronja Niederbgerger, Martina Cerny und die überragende Seraina... Fünf Punkte für Fitzi, Thorengruppen nicht mehr Leader
In der Männer SSL nimmt Storvreta Kalmarsund drei Punkte und somit auch die Tabellenführung ab, auch Falun und Växjö gewinnen. Auffällig ist bei den Männern genau wie... Vier Schweizer Tore bei vier Niederlagen
Kalmarsund bleibt Leader in der Männer SSL, während der Klassiker zwischen Falun und Storvreta erst nach 18 Penaltys entscheiden wird. In der Frauen SSL gab es nur wenige... Durchzogene Schweizer SSL-Bilanz
Viele Schweizerinnen und Schweizer sind in den nordischen Ligen weiterhin sehr gut unterwegs, Anja Wyss ist aktuell gar Ligatopskorerin und führt mit ihren Nati-Kolleginnen... Endre und Kalmarsund übernehmen Tabellenführung

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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