26.
10.
2018
Schweden | Autor: "Berner Zeitung"

Manuel und Manuel im Unihockey-Mutterland

Seit dieser Saison spielen mit Manuel Engel und Manuel Maurer gleich zwei Nationalspieler im selben SSL-Verein. Das hat auch die «Berner Zeitung» auf den Plan gerufen, die einen Artikel über die beiden Berner Unihockeyspieler verfasste.

Manuel und Manuel im Unihockey-Mutterland Manuel Engel bestreitet in Växjö bereits seine vierte Saison. (Bild: Per Wiklund)

Es war der logische nächste Schritt, den Manuel Maurer vor wenigen Monaten vollzog: Nach dem gewonnenen Meistertitel mit Floorball Köniz schien die Zeit reif, sich in der schwedischen Superliga unter Beweis zu stellen. «Vorher habe ich mich immer ein wenig gedrückt», verrät der 25-Jährige, der Jahr für Jahr das Topscorerdress bei Köniz trug. Er fügt an: «Studium und Job in der Schweiz waren willkommene Ausreden, um in meiner Komfortzone zu bleiben.» Bei Manuel Engel ist es schon eine Weile her, seit er sein Zuhause verlassen hat und es ihn in den hohen Norden zog. 2015 wechselte er von den Tigers Langnau nach Växjö und erfüllte sich damit seinen Traum: «Die schwedische Liga ist wie die NHL im Eishockey.»

Saure Milch
Engel war in einem fremden Land auf sich alleine gestellt: «Es war eher mental eine grosse Herausforderung, kulturell ähneln sich die beiden Länder ja sehr.» Einzig an das grosszügige Milchsortiment im Supermarkt musste sich der Schlosswiler zuerst gewöhnen, «es kam schon mal vor, dass ich saure Milch gekauft habe». Mittlerweile spricht Engel aber fliessend Schwedisch, kauft die richtige Milch. Sturmpartner Maurer wird hingegen erst in nächster Zeit einen Sprachkurs besuchen können, bisher spricht er nur brockenweise Schwedisch. Falls der Könizer im Training eine Übung nicht versteht, schliesst er sich halt einfach hinten in der Reihe an. Schmunzelnd meint er: «Es gibt auch Spieler, die verstehen die Übung nicht, obwohl sie Schwedisch sprechen.»

Seine Skorerwerte lassen aber fehlende Sprachkenntnisse vergessen, Maurer ist zweitfleissigster Punktesammler bei den zweitplatzierten Vipers. Die beiden Schweizer Nationalspieler mussten sich in ihren Anfangstagen in Südschweden neu beweisen, in Köniz respektive Langnau hatten sie ihren Stammplatz auf sicher. «In Schweden wartet niemand auf einen Schweizer, wohingegen ein Schwede in der Schweizer Liga ein Superstar ist», führt Engel aus. Die NLAVereine verfügen über eine oder maximal zwei starke Formationen, «in der schwedischen Superliga ist das Leistungsgefälle innerhalb eines Teams viel kleiner» findet Maurer. Da kann es auch vorkommen, dass ein Junior einen Spieler aus der zweiten Linie verdrängt. Diese Breite erreichen die Schweden durch mehr Trainingsstunden und bessere Infrastruktur. In Växjö besitzen die Vipers ihre eigene Arena, die mehr als 1600 Zuschauern Platz bietet. Anders als in der Schweiz wird in Südschweden bereits am Nachmittag trainiert.

Fast wie ein Profi
Maurer kann daher am Morgen seiner Teilzeitarbeit nachgehen, fährt am Nachmittag zum Training und hat den Abend zur freien Verfügung. Fast wie ein Profi eben.«In Schweden muss man sich nicht rechtfertigen, wenn man auf den Sport setzt», sagt Engel, der es mag, dass der Sport in Schweden eine derart grosse Wertschätzung geniesst. «Wenn ich zu Hause im Emmental erzähle, dass ich Unihockey spiele, lautet die logische Anschlussfrage jeweils: Und was arbeitest du dann?» Aber Engel studiert, und er finanziert seinen Lebensunterhalt mit Unihockey.

Im Mutterland des Unihockeys findet sich Engel schon länger zurecht, Kollege Maurer ist auf bestem Weg dazu. Maurer hat derweil noch eine Besonderheit vor sich: elend lange Auswärtsreisen, wie etwa jene am kommenden Sonntag. Die Vipers werden im Spitzenkampf auf Dalen treffen, Manuel und Manuel reisen dann per Car über 1000 Kilometer nach Umeä in den Norden des Landes. «Das sind schon andere Dimensionen», meint Maurer und ergänzt schmunzelnd: «Zwischen Växjö und Bern liegen etwa 1300 Kilometer.»

Quelle: "Berner Zeitung", von Loïc Schwab

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4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
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5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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