03.
2017
SSL-Söldner Check
Am letzten Spieltag der Qualifikation kam Nico Scalvinoni doch noch zu einem Erfolgserlebnis. Mit Dalen trifft er nun im Playoff-Viertelfinal auf Storvreta. Manuel Engels Växjö wählte in der zweiten Runde Pixbo als Gegner aus.
Es war keine einfache Saison für Nico Scalvinoni. Nach seinem Wechsel von GC zu IBK Dalen und guter Vorbereitung bremsten den 29-Jährigen Rückenprobleme. Der Flügel verpasste dadurch zum Saisonstart etliche Spiele und verlor seinen Platz im Team. In 32 Spielen stand Scalvinoni nur 24 Mal im Aufgebot. Ein paar Einsätze in der dritten Formation waren das höchste der Gefühle. So erstaunte es nicht, dass auf Scalvinonis Punktekonto nur zwei Assists zu finden waren. Zumindest bis zum letzten Spieltag.
Denn am Samstag durfte Scalvinoni im Spiel gegen Falun neben Johan Eriksson und Marcus Berglund auflaufen und sich so vor dem Playoff-Start noch einmal bei den Trainern aufdrängen. «Zico» nutzte seine Chance eindrücklich und erzielte in seinem ersten Einsatz endlich sein erstes SSL-Tor. Kurz nach Wiederaufnahme des zweiten Drittels doppelte er sogar nach. Am Ende bezwang Dalen den Leader aus Falun - bei dem Nicola Bischofberger ohne Skorerpunkt blieb - mit 7:3. Man darf gespannt sein, ob Scalvioni in den Playoffs zum Einsatz gelangen wird. Seine zwei Tore im Video findet ihr hier.
Manuel Engel ist derweil weit entfernt von der Ersatzbank. Der Emmentaler gilt bei Växjö als Stammkraft und amtet sogar als Assistenzcaptain. Das abschliessende Qualifikationsspiel konnte Växjö gegen Höllvikens mit 7:6 nach Verlängerung gewinnen. Engel erzielte mit einem Assist seinen 26. Skorerpunkt. Dank dem besseren Torverhältnis gegenüber Mullsjö blieb Växjö auf dem zweiten Rang und durfte nach Falun als Zweiter seinen Viertelfinalgegner auswählen.
Nachdem sich Falun für das Achtplatzierte Helsingborg entschieden hat, ging auch Växjö keine Experimente ein und wählte das Siebtplatzierte Pixbo. Einzig Mullsjö wählte als Dritter das Fünftplatzierte Linköping anstatt Dalen, das die Quali auf dem sechsten Rang abschloss. Der Grund liegt auf der Hand: Umea, die Heimatstadt Dalens, liegt rund 900 Kilometer von Mullsjö entfernt. Dieses Aufeinandertreffen hätte eine jeweilige Car-Reise von über 10 Stunden in Anspruch genommen. Selbst mit dem Flugzeug wären es immer noch zweieinhalb Stunden... Nun muss Storvreta in den sauren Apfel beissen und die langen Reisen auf sich nehmen. Immerhin liegt Uppsala «nur» 570 Kilometer von Umea entfernt. Schon am Donnerstag geht es mit den Playoff-Viertelfinals, die im best-of-seven Modus ausgetragen werden, los.
Die Playoffpaarungen der SSL-Männer:
IBF Falun (1.) - FC Helsingborg (8.)
Växjö IBK (2.) - Pixbo Wallenstam (7.)
Mullsjö AIS (3.) - Linköping IBK (5.)
Storvreta IBK (4.) - IBK Dalen (6.)
Spannend war am letzten Spieltag auch der Abstiegskampf. Höllvikens konnte sich dank einem Punktgewinn in Växjö gerade noch so retten und bleibt nur in der SSL, weil es gegenüber Karlstad (-52) die bessere Tordifferenz (-39) aufweist. Durch die Punktgewinne dieser beiden Mannschaften rutschte plötzlich Warberg auf den letzten Platz ab. Der viermalige Meister verpasste es, sich mit einem Sieg gegen Linköping zu retten. Die Mannschaft von Ulf Hallstensson, der vormalige Assistenztrainer der Nationalmannschaft übernahm das Team während der laufenden Saison, führte im ersten Drittel noch, verlor dann aber mit 3:4. Für Warberg, bei dem in dieser Saison mit Victor Ferraresi (ex-Chur) und Tomas Sladky (Wiler, Chur, WaSa) auch zwei ehemalige NLA-Akteure unter Vertrag standen, ist es in der 32-jährigen Klubgeschichte der erste Abstieg.
Resultate und Tabellen der SSL Männer.
Playoff-Übersicht der SSL Männer.