09.
01.
2013
Schweden | Autor: Voneschen Reto

Wahnsinn in Sundsvall

Die letzte Runde der Schwedischen Superliga hatte es in sich: Storvreta kehrte seine Partie in extremis, Pixbo konnte den Vorsprung im Spitzenkampf grad noch über die Zeit retten, nur AIK kassierte gegen Granlo eine historische Niederlage.

Wahnsinn in Sundsvall Grosser Jubel bei Granlo (Bild Granlo BK)

Aufsteiger Granlo hat sich zu einem netten Farbtupfer in der schwedischen Superliga entwickelt, wie wir auch schon in Printmagazin Ausgabe 74 berichteten. Nicht vergessen, wird AIK Solna sein Gastspiel letzten Sonntag in Sundsvall, wo Granlo zuhause ist. Zuerst entwickelte sich die Partie wie erwartet: AIK führte nach zwei Dritteln mit 4:2 und schien nach dem fünften Treffer in der 43. Minute endgültig auf die Siegesstrasse einzubiegen. Weit gefehlt: Mit einem Doppelschlag kam Granlo wieder heran, mit einem weiteren ging AIK mit 7:4 in Führung. Doch Granlo glich auf 7:7 aus- gespielt waren da erst 51 Minuten.

Und es ging gleich so weiter. Innert fünf Minuten schossen die Gastgeber weitere drei Tore, zwischenzeitlich verkürzte AIK auf 8:10. Mit zwei weiteren Treffern ins leere Tor in den letzten 90 Sekunden sicherte sich Granlo den sensationellen 12:8-Sieg. Und richtig gezählt: AIK hatte tatsächlich zehn Gegentore innert 20 Minuten einstecken müssen. Die härteste Strafe für die AIK-Akteure war dann, als tags darauf auf der Vereinspage alle 20 Tore in einem Video veröffentlich wurden (siehe unten). AIK rutschte nun auf den drittletzten Rang ab, während Granlo (7.) munter im Playoff-Rennen mitmischelt.

Hoch ging es am Montagabend auch in Tyresö zu und her. 5:0 führte Tyresö Trollbäcken gegen Meister Storvreta nach 31 Minuten. Einzig Mika Kohonen konnte bis Drittelsende noch ein Tor für Storvreta erzielen. Mit dem Mute der Verzweiflung marschierte der Meister im Schlussdrittel nach vorne. Und plötzlich begann TT's Abwehr zu wackeln: Drei Tore schoss Storvreta innert neun Minuten, als Tyresö Trollbäcken das 6:4 in der 52. Minute gelang. Nur 15 Sekunden später verkürzte Niklas Winroth wieder um ein Tor. Mit einer Doublette innert 39 Sekunden kehrten Fredrik Holtz (55.) und Hannes Öhman (56.) endgültig auf 7:6. «Ich bin sehr stolz », wand Storvreta-Coach Magnus Jäderlund danach seiner Mannschaft ein Kränzchen. Für die sechs Tore hatte Storvreta 15 Schüsse gebraucht.

Für die Tabellenspitze reichte Storvreta der Sieg aber nicht. Diese wird immer noch von Pixbo besetzt. Mit 8:7 gewann dieses sein Montagabend-Heimspiel gegen Falun. In der 47. Minute führte Pixbo noch souverän mit 7:3, ehe Falun mit drei Toren bis auf 7:6 herankam. Erst der Treffer von Isaac Rosén (59.) sorgte wieder für Beruhigung bei Pixbo-Coach David Jansson - aber nur bis 40 Sekunden vor Schluss, als Rasmus Enström Falun erneut bis auf ein Tor heranbrachte. Zu mehr reichte es aber nicht.

AIK's Untergang

Pixbos Heimsieg

In der Frauen SSL kommt es zu einem Leaderwechsel, für die positiven Schlagzeilen aus Schweizer Sicht sorgen Ronja Niederbgerger, Martina Cerny und die überragende Seraina... Fünf Punkte für Fitzi, Thorengruppen nicht mehr Leader
In der Männer SSL nimmt Storvreta Kalmarsund drei Punkte und somit auch die Tabellenführung ab, auch Falun und Växjö gewinnen. Auffällig ist bei den Männern genau wie... Vier Schweizer Tore bei vier Niederlagen
Kalmarsund bleibt Leader in der Männer SSL, während der Klassiker zwischen Falun und Storvreta erst nach 18 Penaltys entscheiden wird. In der Frauen SSL gab es nur wenige... Durchzogene Schweizer SSL-Bilanz
Viele Schweizerinnen und Schweizer sind in den nordischen Ligen weiterhin sehr gut unterwegs, Anja Wyss ist aktuell gar Ligatopskorerin und führt mit ihren Nati-Kolleginnen... Endre und Kalmarsund übernehmen Tabellenführung

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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