01.
2017
Warberg holt Verstärkung
Dem schwedischen Verein Warberg IC läuft es momentan alles andere als gut. Der vierfache Meister hält in der SSL das Schlusslicht. Nun soll sie ein ehemaliger NLA-Spieler vor dem Fall in die Allsvenskan retten.
Mitte der Nullerjahre war Warberg mit Storvreta das Mass aller Dinge im Unihockey. Mit Stars wie Magnus Svensson oder Tero Tiitu holte sich der Verein von der Westküste drei Mal die Meisterschaft (2005, 2007, 2008). Seit der letzten Superfinal-Teilnahme 2011 ging es mit Warberg aber stetig bergab. Fünf Mal hintereinander scheiterte man bereits im Viertelfinal. In dieser Spielzeit kommt es nun knüppeldick: Nach 22 Spielen liegt man mit nur 19 Punkten am Tabellenende der SSL.
Die Verantwortlichen zogen nach einem verpatzten Saisonstart die Reissleine und ersetzten Trainer Oscar Lundin durch Ulf Hallstensson, den Assistenztrainer der schwedischen Nationalmannschaft. Auch bei der Suche nach Verstärkung auf dem Feld wurde der Klub aus dem 34'000-Einwohner-Städtchen nun fündig. Von IBK Allingsas konnte bis Ende Saison Tomas Sladky ausgeliehen werden.
Der Tscheche ist in der Schweiz kein Unbekannter, spielte er doch mehrere Jahre in der Schweiz. 2007 wechselte der mittlerweile 30-jährige Sladky zum SV Wiler-Ersigen. Danach spielte der Stürmer auch noch für Waldkrich-St. Gallen und Chur Unihockey, ehe er 2015 wieder nach Schweden weiterzog. Für Tschechien hat Sladky über 100 Länderspiele bestritten und an sechs Weltmeisterschaften teilgenommen.
Warberg hofft, dass die jungen Spieler von dieser Erfahrung profitieren können. Gestern Abend war Sladky beim Spiel gegen Helsingborg schon dabei. Von der Ersatzbank musste er mitansehen, wie seine neuen Teamkollegen mit 2:4 verloren. Der Strich rückt so verlustpunktmässig weiter in die Ferne. Trifft das Horroszenario ein, wäre es der erste Abstieg in der Klubgeschichte Warbergs.