Die ABRECHNUNG
Wir hatten da so eine Vorahnung: «Spektakel garantiert Willkommen zur besten Unihockey-Saison der Geschichte» titelten wir in unserem Premierenheft. An Spektakel hat es tatsächlich nicht gefehlt in der abgelaufenen Spielzeit. Tore satt, brillante Individualisten und spannende Spiele bekamen die Fans zu sehen. Artikel lesen
Die ABRECHNUNG
EINE SAISON DER SUPERLATIVE IST VORBEI. WILER GEWINNT DAS TRIPLE, Waldkirch-St.Gallen muss in die NLB. Dazwischen lieferte die NLA Stoff für manche Geschichten. Wir rechnen ab mit unseren Tops und Flops der Saison.
TEXT: RETO VONESCHEN / EMANUEL
FOTOS: UNIHOCKEY:CH
Wir hatten da so eine Vorahnung: «Spektakel garantiert - Willkommen zur besten Unihockey-Saison der Geschichte» titelten wir in unserem Premierenheft. An Spektakel hat es tatsächlich nicht gefehlt in der abgelaufenen Spielzeit. Tore satt, brillante Individualisten und spannende Spiele bekamen die Fans zu sehen. Denn seit Wilers Europacupsieg ist klar: Auf dem Papier haben wir die beste Liga der Welt! Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten. Die Freelancer von unihockey.ch haben sich ihre Gedanken gemacht und die Tops und Flops der Saison zusammengetragen.
Top 1: Triple-Sieger SV Wiler-Ersigen
Immer noch kaum zu glauben: Das «Double» (Meister und Cupsieger) haben andere Teams auch schon geschafft, der Europacupsieg gelang aber noch keinem Schweizer Team. Wiler war das Mass aller Dinge, national wie international. Als erstem Team überhaupt gelang den Berger-Boys das Kunststück, nach dem Europacupsieg auch den Landesmeistertitel zu verteidigen. Nicht Pixbo, Balrog oder Haninge, nein, Wiler-Ersigen durfte sich in die Geschichtsbücher einschreiben. Wir ziehen den Hut und danken für die unvergesslichen Momente, wir werden uns noch lange gerne daran erinnern.
Top 2: Zuschauerzahlen in den Playoffs
Knapp 15000 Zuschauer verfolgten die Halbfinal- und Finalspiele in diesem Jahr. Mehr als die Hälfte (8000) erschienen an den vier Finalspielen. In erster Linie lag dies am Finaleinzug der Grasshoppers. «Erfolg macht sexy» - plötzlich spielte GC vor mehr als 2000 lautstarken Zuschauern, nachdem während der Saison die Stimmung eher einem Gottesdienst geglichen hatte. Der Finaleinzug der Hoppers war das Beste, was dem Schweizer Unihockey passieren konnte.
Top 3: Öffnung Ausländerbeschränkung
Der von Basel Magic richterlich erkämpften Öffnung der Ausländerbeschränkung wurde einiges an Skepsis entgegengebracht. Schnell war aber klar, dass die Ligen nicht von Schweden und Finnen überschwemmt werden. Klasse statt Masse hiess das Motto - die Söldner liessen das Niveau in der NLA klar steigen. Zudem erfreulich: Auf offensichtlich finanzielle Drahtseilakte liess sich ebenfalls kein Verein ein. Der Markt reguliert die Nachfrage - mehr als drei ausländische Verstärkungsspieler wird auch in naher Zukunft kein Schweizer Verein finanzieren können.
Top 4: Europacup in Zürich
Ausverkaufte Halle, Party-Stimmung, Schweizer Sieger - Zürich war zu Jahresbeginn im Unihockeyfieber. Beste Werbung wurde mit dem reibungslos organisierten Europacup in der Saalsporthalle und in Adliswil fürs Unihockey gemacht, der Schweizer Doppelsieg liess auch die Medien aufhorchen. «Unihockey hat Eishockey überholt» - solche Schlagzeilen liest man im Sonntagsblick gerne.
Top 5: Spannungsfaktor
«Jeder Modus ist so spannend wie der Meisterschaftsverlauf » - diese These bestätigte sich in dieser Saison. Die Aufholjagd von Zäziwil-Gauchern in die Finalrunde, der Last-Minute-Playoff-Einzug Rychenberg Winterthurs, der kühne Schlusspurt Usters zum vorzeitigen Ligaerhalt oder die ultraspannende Halbfinalserie zwischen Malans und GC - der Spannungsfaktor war ab Jahresbeginn immens hoch.
Top 6: Abschaffung Rückpass
Abschaffung des Rückpasses zum Torhüter - beste Regeländerung seit Jahren.
Top 7: Aufschwung GC
Der Playoff Neuling auf Anhieb im Finale.
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