02.
2013
8. Tagesbericht 1. Liga KF Gruppe 1
Fast alles klar nach der zweitletzten Runde der Gruppe 1: Die vier Playoff-Teilnehmer sind bestimmt, dazu auch die Absteiger. Pieterlen und die Red Lions Ueberstorf müssen in die 2. Liga zurück.
UHC Nuglar United - UHC Oekingen 3:11
Bei Oekingen war von Anfang an zu spüren, dass sie an diesem Tag unbedingt die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen wollen. Sie übernahmen das Spieldiktat und gingen verdient nach fünf Minuten mit 2:0 in Front. Nach einem sauberen Freistoss erhöhten Sie das Skore sogar auf 3:0. Nuglar hatte sichtlich Mühe und konnte nicht mal eine Überzahlsituation ausnützen. Erst als Arnold zu einem Penalty antrat, verkürzten sie das Resultat zur Pause. Gegen Ende der ersten Halbzeit erhöhte Oekingen mit zwei weiteren Treffern zum Pausenresultat von 5:1.
Doch auch danach schaffte Nuglar den Tritt nicht so richtig in die Partie zurück. Zwar konnten sie nach dem zwischenzeitlichen 6:1 verkürzen, doch Oekingen nutzte ihrerseits die Chancen besser aus und beim Stand von 8:2 war das Timeout von Nuglar die logische Folge. Sie ersetzten den Torhüter durch einen Feldspieler, doch auch dieses Unterfangen blieb erfolglos. So ging Oekingen mit dem Endresultat von 11:3 als verdienter Sieger vom Platz.
Unihockey Mümliswil - UHC Pieterlen 5:3
Diese Partie war auf dem Papier und im Vorfeld eigentlich eine klare Sache, doch die zuletzt immer besser agierenden aus Pieterlen hielten die Partie bis zum Schluss offen. Im ersten Abschnitt gab es wenige Torchancen, der Favorit Mümliswil hielt knapp mit 2:1 die Nase vorne.
Nach dem Pausentee war dann viel Pfeffer drin. Zuerst glich das abstiegsbedrohte Pieterlen aus. Dann gab es einen verwandelten Penalty (Mümliswil), einen Shorthander (Pieterlen) und ein Powerplay-Tor (Mümliswil) zum 4:3 für Mümliswil. Der fünfte Treffer liess nicht lange auf sich warten. Zwar ersetzte Pieterlen den Torhüter durch einen Feldspieler, doch diesen Sieg liessen sich die Solothurner nicht nehmen und gewannen - wenn auch mit Mühe - diese faire und spannende Partie mit 5:3.
UHC Oekingen - Red Lions Ueberstorf 11:3
In dieser Begegnung ging es um den Klassenerhalt. Gestärkt durch den ersten Sieg fand Oekingen auch in diesem Match den besseren Start und lag nach knapp sieben Minuten 2:0 in Front. Die Fribourger reagierten zwar postwendend, doch die Quittung für das Pausenresultat liess nicht lange auf sich warten, Oekingen stellte den 2-Tore-Vorsprung wieder her zum 3:1.
Was in der zweiten Hälfte sich aus Sicht von Ueberstorf ereignete, war nicht begreifbar. Sie verpassten den Wiedereinstieg total und Oekingen buchte Treffer um Treffer. Der Abstieg trat wohl immer grösser in den Vordergrund der Fribourger Köpfe, sie erholten sich nicht mehr und liessen sich ergeben. Oekingen wusste nach diesem 11:3-Stängeli, dass sie ihrem Ziel Ligaerhalt immer näher rücken.
UHC Pieterlen - UHC Nuglar United 2:3
Beide Teams hatten bereits ein Spiel in den Knochen, doch das hinderte Nuglar nicht daran das Spieldiktat in den Griff zu nehmen. Doch der Aufwand war um einiges höher als der 1:0-Ertag bis zur Pause. Pieterlen war gut organisiert und liess nicht so viele Abschlussmöglichkeiten zu.
Ganz nach dem Motto „geduldig spielen, wir erhalten unsere Chancen" startete Pieterlen in die zweite Hälfte. Bereits nach drei Minuten erzielten sie den Ausgleich. Durch eine Powerplay-Situation sowie einem Lattentreffer kamen sie dem Führungstreffer immer näher. Erst in der 17. Minute war es dann soweit - Nuglar war somit wieder gefordert und nahm ein Timeout in Anspruch. Erst als sie in Überzahl agieren konnten, glichen sie zum 2:2 aus. Dieser Ausgleich gab für die Endphase nochmals Moral und diese wurde mit dem 3:2-Treffer bestätigt. Pieterlen versuchte zwar nochmals alles, doch es reichte knapp nicht zu einem zusätzlichen Punkt.
Unihockey Mümliswil - Red Lions Ueberstorf 9:8
Eigentlich hätte man denken können, dass Ueberstorf nach der bitteren Pille gegen Oekingen sich nicht mehr erholen würde... Doch gegen Mümliswil spielten sie wie verwandelt. Binnen acht Minuten erzielten beide Teams sieben Tore. Mümliswil war stets im Hintertreffen, konnte aber durch einen Penalty zwischenzeitlich zum 4:4 ausgleichen. Die Lions zeigten Moral und markierten in Unterzahl sowie 10 Sekunden vor der Pause das 6:4.
Mit diesem Ergebnis waren die Solothurner natürlich nicht zufrieden. Nach Wiederanpfiff legten sie eine Schippe zu und kehrten die Partie innert 2 Minuten mit 3 Treffern in einen 7:6 Vorsprung. Der Fribourger Coach musste reagieren und nahm sein Timeout. Dadurch erwachten sie wieder, aber das 8:6 liess sich nicht verhindern. Aber auch dieser Rückschlag brachte sie nicht aus dem Tritt und in der 34. Minute kamen sie nochmals heran. Die cleveren Solothurner sind für alle Gegner unangenehm, sie erhöhten wenig später auf 9:7. Auch in dieser Partie musste der Torhüter seinen Posten räumen... Ueberstorf verkürzte nochmals, doch die Zeit reichte nicht mehr aus die Niederlage abzuwenden.
Berner Hurricanes - UHC Blumenstein 4:6
Für diese Partie erhoffte man sich einiges. Die erfolgsverwöhnten Canes wollten wieder den Platz an der Sonne innehaben und Blumenstein den Playoff-Platz sichern.
Wie gewohnt nahmen die Canes das Spielgeschehen in die Hand, doch sie erspielten sich nicht so wirklich gute Abschlusschancen. Ganz anders der Gegner.. Ab der 6. Minute ging Blumenstein 1:0 in Front. Danach demonstrierten sie, wie man auf Kleinfeld Konter lancieren muss. Dies gelang ihnen gleich zweimal, so dass ein komfortabler 3:0-Vorsprung bis zur Pause herausschaute.
In der 25. Minute fiel dann der wichtige Anschlusstreffer für die Canes. Man durfte sich auf eine engere Partie freuen. Aber in der 29. Minute krönte Bieli sein Solo zum 4:1 und stellte den 3-Tore-Vorsprung wieder her. Die Canes mussten reagieren und nahmen daraufhin ein Timeout. Der Torhüter räumte seinen Platz und man versuchte zu viert die hartnäckigen Blumensteiner zu bezwingen. Doch dieses Vorhaben ging überhaupt nicht auf, gleich zwei Treffer ins leere Gehäuse war die Ausbeute. Erst als sie mit einem Doppelschlag drei Minuten vor Schluss auf 3:6 heran kamen, ersetzten sie den Torhüter nochmals aus. Aber mehr als ein Tor zum Endresultat von 4:6 schaute nicht mehr heraus.
Unihockey Langenthal-Aaarwangen - UHC Kappelen 5:10
Mit nur fünf Feldspielern antretend, zeigte ULA im ersten Abschnitt ein ganz anschauliches Spiel. Sie gingen rasch mit 2:0 in Front. Kappelen verkürzte durch einen Freistoss, doch wenige Minuten später erhöhte ULA auf 3:1. Diese Folge wiederholte sich daraufhin nochmals. Kappelen verkürzte mit einem schönen Weitschuss und ULA verwandelte einen schönen Konter. Kappelens Anschlusstreffer zum 3:4 war sehr anschaulich und bedeutete zugleich den Pausenstand.
Kaum lief die zweite Halbzeit und schon fiel der Ausgleich durch einen schönen Freistoss-Treffer. Richtig gehend beflügelnd kippte die Partie auf die Seite des Leaders. Bei ULA verschwanden zunehmend die Kräfte und sie wussten dem höheren Tempo von Kappelen nichts mehr entgegen setzen. In regelmässigen Abständen flog der Ball hinter die ULA-Torlinie zum 10:4. In der 36. Minute konnte ULA nur noch zum Endresultat von 10:5 verkürzen.
Berner Hurricanes - UHC Tafers-Schmitten 5:5
Der Lokalmatator aus Tafers wollte den überraschenden Sieg der Vorrunde gegen die Canes vor heimischem Publikum bestätigen. Trotz guten Möglichkeiten, waren es die Canes die nach einem Freistoss in Führung gingen. Als dann vor der Pause noch das 2:0 viel, schien alles nach dem Gusto der Canes zu laufen. Mit der Gewissheit, dass man nur zwei Tore hinten liegt, versuchte Tafers sich nochmals aufzurappeln.
Doch kaum wurde wieder angepfiffen, kassierten die Sensler bereits den dritten Gegentreffer. Als dann die Canes noch in Überzahl auf 4:0 erhöhten, glaubten wohl die wenigsten an eine Wende. Aber nein, genau diese wurden eines besseren belehrt. Mit einer kämpferischen Teamleistung lief es den Pääägle immer besser und schoss Tor um Tor. Zwei Minuten vor Schluss verwertete Brügger nach einem schnell ausgeführten Konter den so ersehnten Ausgleich. Daraufhin nahm der Coach von Tafers ein Timeout, um allenfalls sogar auf Sieg zu spielen. Aber die Canes waren risikofreudiger und ersetzten den Torhüter durch einen Feldspieler - mit Erfolg. Schwab versenkte für die Canes den wohl entscheidenden Siegestreffer 30 Sekunden vor Schluss. Aber die unermüdlichen Sensler wurden durch ihren Einsatz mit einem glücklich abgelenkten Schuss Kaesers belohnt - 5:5.
Vier Sekunden vor Schluss hätte Canes Balmer mit seinem Abschluss bald noch die Sensler um den einen Punkt gebracht, doch der Schuss landete an die Aussenumrandung.
Unihockey Langenthal-Aarwangen - UHC Blumenstein 3:7
In dieser Partie ging es fast um nichts mehr. ULA war gegen unten gesichert und Blumenstein für die Playoffs qualifiziert. Es war Blumenstein, welches das Skore eröffnete. ULA konnte nur wenig später ausgleichen. Innert knapp zwei Minuten zog Blumenstein durch zwei Treffer bis zur Pause auf 3:1 davon.
ULA wusste sich trotz dem knappen Kader das Spiel noch ausgeglichen zu gestalten und verkürzte in der 25. Minute auf 2:3. Das Spiel wog hin und her, beide Teams hatten gute Abschlussmöglichkeiten. Eine davon wusste Blumenstein auszunutzen. Als in der 35. Minute sogar das 5:2 fiel, musste ULA reagieren. Sie ersetzten den Goalie durch einen Feldspieler, aber dies vorerst ohne Erfolg. Blumenstein schoss zum 6:2 ins leere Gehäuse. ULA versuchte es daraufhin wiederum zu viert, diesmal mit Erfolg. Erst als in der 38. Minute das Vorhaben durch den zweiten Empty Netter zum Endresultat von 7:3 gestoppt.
UHC Kappelen - UHC Tafers-Schmitten 3:3
Auf Tafers wartete zur zweiten Begegnung vor heimischem Publikum ein harter Brocken - der Tabellenleader. Gestärkt durch den Punkt gegen die Canes, starteten sie auch gut in diese Partie. Durch einen Doppelschlag in der 6. Minute gingen sie 2:0 in Front. Kappelen nützte danach eine Unachtsamkeit der Seisler Abwehr aus und verkürzte. In der 12. Minute erhöhte Tafers auf 3:1 und stellte den 2-Tore-Vorsprung wieder her. Doch dieser Vorsprung hielt nicht lange, Kappelen konnte zwei Minuten später wieder verkürzen.
Im zweiten Abschnitt war das Spiel wiederum sehr ausgeglichen. Zwar machte Kappelen mehr Druck, doch die Sensler hielten vehement dagegen. Fünf Minuten vor Schluss wurde das Engagement vom Leader belohnt, ein schöner Hocheckschuss fand den Weg ins Tafers Tor. Zwei Minuten vor Schluss verwalteten die Fribourger den Ball hinter dem heimischen Gehäuse. Das war für Unihockey-Freunde etwas unschön, doch aufgrund des fehlenden Punktes bis zum definitiven Ligaerhalt überlebenswichtig.
Abschliessend kann man sagen, dass es keine grossen Überraschungen an diesem Spieltag gab - ausser die beiden Unentschieden von Tafers. Die anderen Begegnungen fanden ihren Sieger aufgrund der Tabellenlage. Oekingen und Tafers schafften den vorzeitigen Ligaerhalt, Pieterlen und Ueberstorf verabschieden sich aus der 1. Liga und steigen ab.
Der Saisonabschluss in Frutigen wird seit langem wohl das uninteressanteste Turnier werden, da gegen oben sowie gegen unten es um nichts mehr geht. Bleibt nur zu hoffen, dass ULA dennoch mit mindestens zwei Linien antreten kann...