11.
2010
Warum einfach, wenn es auch über Umwege geht
Aergera reiste mit einigem Respekt nach Zug, aber mit klarem Siegeswillen. Dieser Wille kam von Beginn weg zum Ausdruck. Bereits kurz nach dem Anpfiff kam Aergera bereits zu einem Abschluss und erspielte sich gute Chancen. Die Botschaft war klar: man war nicht zum verlieren nach Zug gefahren. Und doch war es Zug, welche das Score eröffneten und in der 5. Minute in Folge eines halbhoch gespielten Konters den Ball ins giffers`sche Tor ablenken konnten. Aergera war zwar spielbestimmend, konnte zum Teil aber zuwenig Ruhe ins Spiel bringen und hatte Mühe, die Mittelzone zu überbrücken, was zu einigen Ballverlusten in dieser Zone führte. In der 11. Minute gelang Wohlhauser dann der erste Treffer für Giffers. Spielstand 1:1. Eine Zweiminutenstrafe wegen Kopfspiel und die daraus folgende Unterzahl überstanden die Senslerinnen souverän.
Im zweiten Drittel sollte der Druck auf den Gegner beibehalten und die Ballverluste in der Mittelzone minimiert werden. Zugerland seinerseits spielte härter auf den Körper und kam einige Male gefährlich vor Giffers Tor. In der 24. Minute gelang es Aergera durch Ruffieux, einen Konter zu einem Tor zu verwerten. Beflügelt durch die Führung kreierte Aergera schöne Spielzüge. Zehn Minuten nach dem 2:1 konnte Schürch auf 3:1 erhöhen. Zugerland hatte je länger desto mehr Mühe, ihr Spiel aufzuziehen. Kurz vor Drittelsende erhielten sie zudem eine Strafe.
Aergeras Powerplay gelangen zu Beginn des Schlussdrittels eine gute Abschlüsse, doch der Ball wollte nicht im Netz landen. Dass das Spiel noch lange nicht gewonnen war, war allen klar, aber mit der Umsetzung dieser Erkenntnis haperte es während ca. zehn Minuten in diesem Drittel. Viele Ballverluste in der Mittelzone wechselten sich ab mit zu wenig Organisation und Aggressivität im eigenen Slot. Zugerland nutzte dies gnadenlos aus: in der 48. Minute gelang der Ball durch eine eigene Verteidiger abgelenkt den Weg ins Tor, in der 50. Minute konnte Zug gar ausgleichen. Giffers konnte sich danach wieder fangen, fand wieder ins Spiel zurück, kämpft um den eigentlich verdienten Sieg. In der 56. Minute gelang Hediger mit einem „Buebetrickli" das erlösende Tor: Aergera führte erneut mit 4:3. Nun hiess es, diese Führung über die Zeit zu bringen. Dies gelang Giffers trotz einiger Hektik und Druck seitens der Zugerinnen. Die vier letzten Minuten waren geprägt von einem Überzahlspiel Aergeras, wiederum ohne Torerfolg und dem 6 gegen 5 Spiel von Zug. Weder das eine noch das andere änderte noch etwas am Schlussresultat von 4:3. Aergera konnte somit die angestrebten Punkte mit nach Hause nehmen und rückt auf der Tabelle vor auf Platz drei.
UHC Zugerland - Aergera Giffers-Marly 3:4 (1:1, 0:2, 2:1)
Stadthalle Herti, Zug. - 60 Zuschauer. - SR Schläppi/Stäheli.
Tore: 5. Bachmann (C. Nussbaumer) 1:0. 11. Wohlhauser (Wyder) 1:1. 24. Ruffieux 1:2. 35. Schürch (Dietrich) 1:3. 48. Eigentor 2:3. 50. Bachmann (Villiger) 3:3. 56. Hediger-Fontana (Wohlhauser) 3:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen UHC Zugerland. 1mal 2 Minuten gegen Aergera Giffers-Marly.
Aergera Giffers: Etter, Jungo, Wyder, Ruffieux, Hediger, Wohlhauser, Baeriswyl, Dietrich, Bapst, Schmidhäusler, Köstinger, Schürch, Schwab, Vonlanthen, Raemy, Leuthold, Lauper.