02.
Break zum Auftakt aller vier Serien
Nach dem ersten Viertelfinalspiel liegen die vier bestklassierten Teams der Qualifikation allesamt in Rückstand. Thun verspielt dabei sogar eine 5:2-Führung, Obwalden unterliegt im Penaltyschiessen, Ticino gewinnt in Fribourg nach Verlängerung und Pfanni bodgt die Jets auswärts.
Es wird den Thunern selber noch eine Weile lang ein Rätsel sein, was im ersten Spiel gegen Gordola zwischen der 27. und der 53. Minute geschah. Eigentlich hatten die Berner Oberländer alles im Griff, führten verdient mit 5:2 - doch dann kam der grosse Einbruch. Die Tessiner Gegner konnten sich danach aber steigern, erzielten ein Tor ums andere und lagen in der 36. Minute erstmals in Führung. Nun vermochte Thun das Spiel wieder an sich zu reissen, resultatmässig schlug sich dies jedoch nicht nieder. Gordola machte im dritten Drittel munter weiter mit dem Toreschiessen, während die Thuner den Ball nicht über die Linie brachten. Sogar ein Tor in doppelter Unterzahl gelang Gordola, und so stand es acht Minuten vor Schluss 5:9 aus Thuner Sicht. Ein letztes Aufbäumen brachte dem Qualisieger noch drei Tore, doch Gordola behielt mit 10:8 das bessere Ende für sich.
Auch der Quali-Zweite, die Kloten-Dietlikon Jets, müssen zu Beginn der Playoffs einen Dämpfer hinnehmen. In einem engen Spiel gegen Pfanni nahmen die Gäste eine knappe Führung mit in die erste Pause. Erst in der 37. Minute konnten die Jets erstmals jubeln, doch die Oberländer reagierten postwendend mit dem 2:1. Pfanni verteidigte im Schlussdrittel solidarisch, konnte sich auf einen starken Goalie verlassen und agierte mit Ball clever - so kam es in der 50. Minute schliesslich zum 3:1 durch einen Penalty. Nach dem 1:4 fiel noch ein zweiter Jets-Treffer, doch die Gäste brachten die Führung in einem engen und intensiven Spiel über die Zeit und feierten das Break in dieser Serie.
Bereits vor einem Jahr spielten Fribourg und Ticino im Viertelfinal gegeneinander. Die Südschweizer lagen ab der 24. Minute knapp im Rückstand, in der 54. Minute erhöhte Ryser für Fribourg auf 3:1. In dem Moment zeigte Ticino jedoch Moral und Kampfgeist - nur 63 Sekunden später war das Skore ausgeglichen. In der Verlängerung gelang Captain Monighetti das entscheidende Tor für Ticino.
Gegen Ende der Qualifikation hatte der starke Aufsteiger Sarganserland etwas nachgelassen, Obwalden hingegen zeigte sich in guter Form und eroberte Rang 3. Dass dies in einer Playoffserie nur wenig bedeutet, war am Sonntag in Sarnen zu sehen - das Spiel wogte hin und her, die Gäste aus dem Kanton St. Gallen lagen ab der 14. Minute nicht unverdient in Führung. Ad Astra drehte das Skore in der Schlussphase des Mitteldrittels, machte dabei innert kürzester Zeit aus einem 3:5 ein 6:5. Das einzige Tor im letzten Drittel fiel wiederum auf der anderen Seite, und so ging es mit 6:6 erst in die Overtime und dann ins Penaltyschiessen, wo Obwalden nur einmal traf und Sarganserland dreimal erfolgreich war.
NLB Männer, Viertelfinal 1 (best-of-5)
| UHC Thun | - | Verbano Gordola | 8:10 (0:1) | |||
| Kloten-Dietlikon Jets | - | UHC Pfannenstiel | 2:4 (0:1) | |||
| Ad Astra Obwalden | - | UHC Sarganserland | 6:7 n.P. (0:1) | |||
| Floorball Fribourg | - | Ticino Unihockey | 3:4 n.V. (0:1) |
In Klammern: Stand in der Serie