04.
2014
Nach der Saison ist vor der Saison
Mit dem enttäuschenden Ausscheiden in den Play-Off Halbfinals ging für Zug United eine vielversprechende Saison früh zu Ende. Gleichzeitig hat die konkrete Planungsphase für die nächste Spielzeit begonnen.
Nach dem überzeugenden Qualifikationssieg vermochten die vereinten Zuger ihr grosses Potential in der K.O.-Phase nicht in Resultate umzumünzen. Ein cleveres Floorball-Thurgau bereitete den Aufstiegshoffnungen mit drei sehr engen Siegen ein Ende. Vor allem weil die Erwartungen am Zugersee dieses Jahr höher lagen, war das Ausscheiden für das Team sowie das Umfeld eine besonders bittere Pille. Im Resümee konnte die United ihre Stärken viel zu wenig umsetzen und vermochte in den entscheidenden Momenten nicht mit der Kaltblütigkeit Thurgaus mitzuhalten. Das letzte Wochenende ist dafür bezeichnend, als die Zuger zweimal über sehr weite Strecken Spiel und Gegner kontrollierten und dann am Schluss überrumpelt wurden. An beiden Tagen wurden dabei auch komfortable Führungen mit zum Teil unnötigen Konzentrationslöchern verspielt.
Blick nach Vorne
Es gibt allerdings auch positive Entwicklungen festzuhalten. Einmal mehr konnte die United trotz zum Teil horrendem Verletzungspech über die gesamte Spielzeit eine junge und sehr kompetitive Mannschaft stellen. Aus dem Nachwuchs gaben diverse Akteure während den Trainings ihre Visitenkarten für die kommenden Jahren ab, sodass auch in der Zukunft mit im Verein ausgebildeten Talenten gearbeitet werden kann. Erfreulich ist auch, dass seit mittlerweile mehreren Jahren ein umfangreicher Kern aus erfahrenen Spielern dem Verein die Treue hält und dies nach momentanem Stand auch ein weiteres Jahr tun wird. In der laufenden Planung sind jedoch erst wenige Personalentscheide definitiv gefällt worden.
Rücktritt eines Urgesteins
Die wenigen bereits bekannten Abgänge sind jedoch ungemütlich. Mit Janek Kohler wird der deutsche Nationalgoalie nach nur einer halben Saison in der Kolinsstadt zu Rychenberg Winterthur in die NLA wechseln. Aufgrund seines sehr zeitintensiven Studiums wird auch David Bützer in Zukunft nicht mehr das zuger Tor verteidigen können. Der Hühne gehörte in den letzten Jahren zu den tragenden Kräften im Team und musste sein Engagement bereits in dieser Saison merklich reduzieren. Der gewichtigste Verlust ist indes der Rücktritt von Nicolas Pulfer. Der Routinier hängt nach zehnjähriger Aktivkarriere in Zug und Winterthur seinen Stock an den Nagel. Der gebürtige Rotkreuzer hat die Entstehung von Zug United aktiv mitgeprägt und trug das zuger Dress schon vor dem Aufstieg in die NLB. Als Capitan des Aufsteigerteams von 2010/2011 und einem eineinhalbjährigen Abstecher in die NLA zu Rychenberg, kulminierte seine Laufbahn in der obersten Liga der Schweiz. Auch die Nummer 8 spürte die Doppelbelastung mit Sport und Job zuletzt vermehrt und hat sich aus persönlichen Gründen für eine Prioritätenverschiebung entschieden: „Unihockey war für mich stets eine Herzensangelegenheit und mehr als ein Hobby, trotz vielen schönen Momenten habe ich einen Abnutzungseffekt gespürt. Ich freue mich nun auf mehr Freiraum im Privatleben für neue Projekte." Zug United wünscht allen scheidenden Akteuren in sportlicher sowie privater Zukunft nur das Beste und dankt für den geleisteten Einsatz.