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08.
NLB Männer | Autor: "Unter-Emmentaler"

Weniger Bein-, dafür mehr Kopfarbeit

Nach dem familiär bedingten Abgang des erfolgreichen Trainers Marek Lebl wird sein ehemaliger Teamkollege Tomas Chrapek die Arbeit ähnlich weiterführen. Er will das Spiel von ULA noch variantenreicher machen und den Schweizern ein bisschen mehr tschechisches Unihockeyverständnis beibringen.

Weniger Bein-, dafür mehr Kopfarbeit Blick nach vorne: Thomas Chrapek geht in seine erste Saison mit ULA. (Bild: Hinz Wilfried)

Am grossen Überraschungscoup war Unihockey Langenthal Aarwangen in der letzten Saison ganz nahe dran. Noch vor der Saison gaben sich die Verantwortlichen bedeckt, hofften auf eine Playoff- Qualifikation, und beinahe hätte die Mannschaft von Trainer Marek Lebl nach dem sechsten Qualifikationsrang sogar die Halbfinals erreicht. Im fünften und letzten Spiel gegen Favorit Unihockey Basel Regio führte ULA zwischenzeitlich mit 3:1, verlor letztlich aber dennoch mit 3:5.

Lebl hat aus familiären Gründen dennoch keinen neuen Vertrag unterschrieben und das Zepter einem ehemaligen Teamkollegen überlassen. Tomas Chrapek, der vor Jahren im gefürchteten ULA-Sturm Rybka/Chrapek/Lebl auflief, soll die gute Arbeit seines tschechischen Kollegen weiterführen.

Wenig überraschend sagt der 36-Jährige: «Unser Ziel sind die Playoffs. Die Mannschaft hat aber sogar etwas mehr Pätenzial.» Gemeint ist damit die Halbfinalqualikation, die Chrapek in der kommenden Saison nur zu gerne anstreben würde.

Mehr Spielintelligenz gefordert
Zuerst müssen aber viele Rädchen ineinandergreifen. Chrapek selbst ist nämlich erstmals Headcoach, und als Tscheche verstehe er selbst etwas anderes von Unihockey als viele Schwei
zer. «Schweizer sind konditionell herausragend. Aber ihnen fehlt vielfach die Spielintelligenz», sagt Chrapek.

Ein Tscheche überlege sich viel öfter, ob ein Angriff Sinn macht oder ob er seine Kraft besser schont. «Ein Schweizer geht meistens ohne Risiko zum Ball, egal wie hoch die Chance ist. Das kostet Kraft, die zum Schluss dann oft fehlt.» Seiner Mannschaft will Chrapek deshalb mehr Spielverständnis beibringen. «Die Beine brauchen wir auch. Aber ich will ein cleveres Spiel spielen. Und das zu trainieren, braucht seine Zeit», erklärt der Ex-Stürmer von Grünenmatt und ULA.

Dafür will er das Spiel von ULA noch variantenreicher machen. Oder anders gesagt: Das Potenzial seiner Spieler voll ausschöpfen und ihnen neue Lösungen für unterschiedliche Situationen präsentieren.

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Ein Bild aus früheren Tagen: Thomas Chrapek als ULA-Spieler vor seinem Vorgänger Marek Lebl. (Bild: Adrian Rieben)

Playdown wäre «nicht gut»
Angst, dass er nicht verstanden wird, hat der Tscheche kaum.«Unihockeyisch» spreche er gut, vielleicht brauche er dann hin und wieder etwas mehr Zeit, um Dinge zu erklären, damit es alle begreifen. Dafür sei es ein Vorteil, bereits für ULA gespielt zu haben. Er kennt nämlich die meisten Spieler, weiss was sie können und wie sie ticken. Zugleich sei er ein bisschen nervös.

Er selbst habe hohe Erwartungen, und einen allfälligen Fall in die Playdowns will er unbedingt verhindern. Weil dort kann alles passieren - auch mit vermeintlich stärkeren Teams. «Das wäre für die Mannschaft nicht gut», sagt er und hängt mit einem Lachen an: «Und auch für mich nicht.»

Das werde er selbst als ruhiger und gelassener Trainer hin und wieder mit lauteren Worten verhindern, sollte es nötig sein. Die Vorfreude auf die erste Saison als Headcoach ist derweil sehr gross. Unihockey ist seit 20 Jahren sein grösstes Hobby, und bereits als Assistent in Grünenmatt habe er grossen Spass gehabt. Diesen wolle er nun auch als Haupttrainer mit ULA erfahren.

Heim-WM als Highlight
Beginnen soll der Spass unter anderem mit einem Vorbereitungsturnier in Sargans - wenn alles klappt..«Ich werde noch irgendwann umziehen müssen», sagt er, der wegen seiner ehemaligen Arbeitsstelle bei Möbel Tschannen in Lützelflüh noch in Sumiswald wohnt. Spätestens mit dem Saisonstart sollen aber die guten Zeiten beginnen.

Was die weitere Zukunft bringt, kann sich Chrapek derweil noch nicht vorstellen, «Es ist erst meine dritte Saison als Trainer. Da kann noch viel passieren.» Sein persönliches Karrierehighlight zu toppen, wird derweil sowieso schwierig. Im Jahr 2008 nahm er nämlich an der Heim-WM in Tschechien teil, wo er damals ausgerechnet gegen die Schweiz anisgeschieden ist.

«Ich bin mit meiner Karriere bisher sehr zufrieden», sagt er. Eine Fortführung mit ULA erhofft er sich verständlicherweise. Die Playoffqualifikation wäre dafür ein erster guter Schritt.

 

Quelle: "Unter-Emmentaler", Leroy Ryser

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