03.
2010
Die Playoffs sind entschieden - die Capitals bleiben in der NLB
Lok Reinach war über die ganze Serie gesehen das bessere Team. Im ersten Spiel war der SML-Vertreter noch höchst verkrampft und verunsichert aufgetreten. Deshalb konnten die Capitals in der Mooshalle gewinnen. Im zweiten Match in der Pfundmatt zeigten die Reinacher während zwei Dritteln ihre schwächste Leistung. Die Capitals sahen damals bereits wieder wie die sicheren Sieger aus. Doch im letzten Drittel drehten die Aargauer auf und schickten die Berner mit einem Drittelsresultat von 4:0 auf die Verliererstrasse. Von da an hatten die Oberklassigen wieder Mut geschöpft. Sie traten selbstbewusst auf und waren gewillt, das Spiel zu machen. Die Capitals hatten den Wandel zu spät bemerkt und liefen dem Gegner ins offene Messer. In Allenlüften gabs eine 3:11- Kanternieder und anschliessend verlor man auch in der Pfrundmatt hoch mit 3:9 Toren.
Nach Kanterniederlagen wieder aufgefangen
Im fünften Spiel am Samstagabend hatten sich die Berner aufgefangen. Sie spielten in der Verteidigung wieder diszipliniert. Und die Stürmer blockten die Weitschüsse ab, mit welchen Lok sein Heil während der ganzen Serie suchte: Sogar von weit hinter der Mittellinie versuchten die Aargauer ihr Glück und hatten mehrmals Erfolg. Im letzten Spiel allerdings ging kein derart langer Ball ins Netz.
Die Capitals konnten in der Mooshalle nach einem Schlenzer von Wittwer nach knapp zwei Minuten in Führung gehen. Leider kassierten sie postwendend den Ausgleich. Das Spiel wogte hin und her. Beide Teams schossen aus allen Positionen. Gegen Drittelsende war Lok eher etwas stärker: Die Aargauer beklagten in dieser Phase neben vielen andern Chancen auch noch einen Pfostenschuss.
Im zweiten Drittel konnte Reinach relativ früh den Führungstreffer erzielen. Beide Teams hatten dann die Chance, ihr Skore in der Überzahl zu erhöhen. Aber sowohl das Powerplay von Lok als auch jenes der Capitals war mangelhaft. Nach dem Ausgleich durch Lussi nach einem schönen Querpass von Wittwer witterten die Berner Oberluft. Sie bestürmten das Reinacher Tor. Aber es blieb beim 2:2 in der zweiten Drittelspause.
Lok zuletzt cleverer
Das letzte Drittel versprach Spannung. Doch Reinach erwies sich in dieser Phase als die cleverere Mannschaft. Nach einem Freistoffs schoss Dätwyler praktisch vom Bullypunkt aus in spitzem Winkel das 2:3. Die Berner hatten sich erwischen lassen. Als Lok wegen Wechselfehler eine Strafe erhielt, winkte den Bernern die Chance zum Ausgleich. Doch das Powerplay erwies sich auch an diesem Abend als eine Schwäche der Capitals. Statt dem Ausgleich fiel wenig später das 2:4. Und auch im Powerplay zeigte sich Lok überlegen: Fünf Minuten vor Schluss schoss Näf in Überzahl das 2:5. Den Pass hatte der unverwüstliche Hedlund gegeben, der erneut nur im Powerplay auftrat.
Eine gute Saison für die Capitals
Fazit: Die Bern Capitals haben insgesamt eine gute NLB-Saison gespielt. Grösste Schwächen waren die Unkonstanz sowie die mangelnde Chancenauswertung. Den Aufstieg haben sie nicht geschafft, aber dieser war vor der Saison auch nicht geplant. In drei von fünf Playoffspielen haben sie gegen den SML-Vertreter Lok Reinach gut mithalten können. Einen wesentlichen Anteil an der Stabilität im Team der Bern Capitals hatten die beiden Schweden Markus Johansson sowie Fredrik Bergström. Sie wurden am Samstagabend verabschiedet. Ob sie nächste Saison wieder dabei sein werden, ist offen.
Bern Capitals - UHC Lok Reinach 2:5 (1:1,1:1,0:3)
Sporthalle Moos, Gümligen. - 340 Zuschauer. - SR Brechbühler/Gallo.
Tore: 2. (1:06) Wittwer (Stettler) 1:0. 2. (1:57) Näf 1:1.
24. Gustafsson (Höltschi) 1:2. 35. Lussi (Wittwer) 2:2. 43. Dätwyler (De Icco) 2:3. 54. Wittwer (Merki) 2:4. 55. Näf (Hedlund) 2:5.
Strafen: Bern Capitals 3x2 Min; Lok Reinach 2x2 Min.
Bern Capitals: Falk, Strub, S.Galli, Bergström, Jaggi, Johansson, Wittwer, Lussi, N.Galli, Baumann, Stettler, Schorno, Gerber, Gysel, Kilchenmann, Farine, Lüthy, Ming, Tröhler.
Lok Reinach: J.Wittwer, Cazzato, Gürber, Dätwyler, Hühler, Hedlund, Ramseier, Gustafsson, Merki, L.Wittwer, Binder, Benz, Hediger, Höltschi, Merki, Näf, De Icco, Kaufmann, Spahija.
maverick
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Hämmerle Wolfgang
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