01.
2009
Glückhafter Sieg
Äusserst biederer Beginn
Die ersten vierzig Minuten der Partie Zug United gegen Iron Marmots Davos-Klosters lassen sich nur mit dem negativ behafteten Prädikat "bieder" bezeichnen. Was den Zuschauern in der Zuger Stadthalle geboten wurde, war niveaumässig nahe an einer Zumutung: Wenig Bewegung und Ideen, viele Ballverluste und Fehlpässe, miserable Chancenauswertung auf beiden Seiten. Einzig beim Spiel auf den Körper erreichten beide Teams annähernd ihren normalen Level. Zug United agierte lethargisch und brachte kaum sehenswerte Kombinationen zu Stande. Einen der wenigen Lichtblicke nutzte Schönenberger auf Pass von Illi zum 1:0 für die United nach zehn Minuten. Bei diesem Spielstand blieb es bis zur zweiten Sirene vor allem deshalb, weil sowohl die Zuger als auch die Davoser beste Einschussgelegenheiten versiebten und entweder an den beiden Torhütern oder am eigenen Unvermögen scheiterten.
Spannendes Schlussdrittel
Im letzten Spielabschnitt zeigten die beiden Teams dann doch noch etwas kultivierteres Unihockey. Die Anzahl der Eigenfehler und Fehlpässe konnte von enorm hoch auf hoch reduziert werden und man beobachtete vermehrt schnellere Passfolgen. Eine dieser Passfolgen führte zum Freistoss, welcher das 2:0 für Zug United in der 42. Minute nach sich zog: Nach dem Schuss Buchsers und einem Abpraller vom Pfosten stand der neu engagierte Finne Pätynen goldrichtig und versorgte den Ball backhand in den Maschen. Bis kurz vor Schluss änderte sich resultatmässig nichts, obwohl Zug diverse Möglichkeiten zur Vorentscheidung und Davos nicht weniger Chancen zum Anschlusstreffer hatte. Dieser Anschlusstreffer gelang den Davosern eineinhalb Minuten vor dem Ende dann nach einer unübersichtlichen Situation im Slot doch noch. In einer hektischen Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse förmlich, die Davoser handelten sich gleich drei Strafen innert sieben Sekunden ein und so brachte die United die drei Punkte letztlich doch noch ins Trockene.
Jeder Sieg gibt drei Punkte
Dass Zug United meilenweit davon entfernt war, zu brillieren, wird schon morgen niemand mehr interessieren. Was zählt sind die gewonnen drei Punkte, was auch der nüchtern analysierende Captain Thomas Grüter bestätigt: „Zum Glück gibt auch ein glanzloser Sieg drei Punkte." Da Thun gegen Reinach erst nach Verlängerung siegte, steht Zug United nach 14 Runden als alleiniger Leader da. Um beim happigen Restprogramm aber nicht noch vom Platz an der Sonne verdrängt zu werden, müssen andere Leistungen her. Dies ist sich auch Grüter bewusst: „Gegen Kloten werden wir uns mächtig steigern müssen um erfolgreich zu sein. " Ein erstes Saisonziel haben die Kolinstädter mit der Qualifikation für die Masterround erreicht, der Zuger Erfolgshunger darf aber vor allem angesichts der hervorragenden Ausgangslage noch lange nicht gestillt sein.
Zug United - Iron Marmots Davos Klosters 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)
Stadthalle, Zug - 120 Zuschauer - SR: Lehmann/Schorr.
Tore: 10. Schönenberger (Illi) 1:0. 43. Pätynen (Buchser) 2:0. 59. Fluor (Ilmer) 2:1.
Strafen: Keine gegen Zug, 5mal 2 Min. gegen Davos.
Zug United: Schwerzmann, Schönenberger, Buchser, Amstutz, Michel, Stalder, T. Grüter, Hartmann, Pulver, Andermatt, Stutzer, Sidler, F. Schuler, Sandström, Hocher, Illi, Oderbolz, P. Schuler, Pätynen.
Iron Marmots Davos Klosters: Basig, Jecklin, Fluor, Adank, Roffler, Bebi, Bettinaglio, Bardill, Thöny, Ilmer, Mathis, Hartmann, Meuwly, Zurflüh, Terlizzi, Jägli, Guler.