14.
02.
2004
NLB Männer | Autor: UHC Biel-Seeland

Herren NLB: Desolate Bieler im Abstiegskampf

Eigentlich standen die Vorzeichen für die Begegnung mit den Baslern bestens. Die Akteure des UHC Biel-Seeland konnten beim erfolgreichen Seeländer Allstar-Game von vor zwei Wochen neues Selbstvertrauen tanken und hatten seither «wirklich gut trainiert», wie Defensivspezialist Patric Martin beteuerte. Was die Bieler dann aber ablieferten, glich eher dem Spiel einer Hobbymannschaft als demjenigen eines Abstiegskandidaten, der alles daran setzten will, die Klasse zu halten.

Katastrophale Startphase
Völlig von der Rolle präsentierte sich Luan Misinis Equipe im ersten Spielabschnitt. Bereits nach 32 Sekunden wiederfuhr Martin ein eklatanter Abspielfehler, den die Gäste zum Führungstreffer nutzten. Gut vier Minuten später bekundeten die Bieler zwar Glück, als der nach Hansjörg Heggs Stockschlag fällige Penalty nicht verwertet wurde, doch fanden die Gastgeber weiter nicht ins Spiel und mussten in der siebten Spielminute auch das 0:2 hinnehmen. «Wie wir uns am Anfang präsentiert haben, ist skandalös" nimmt Martin kein Blatt vor den Mund. Seine Mannschaft habe geschlafen und sei aufgetreten, «als wären wir schon abgestiegen».
Etwas besser wurde es aus Bieler Sicht im Mitteldrittel. Allen voran Topskorer Sandro Della-Rosa schien endlich aus der Lethargie erwacht und traf zunächst zum 1:2, um dann in der 25. Minute per Überzahltreffer den Spielstand auszugleichen. Die Freude währte jedoch nicht lange. Die engagierten Basler liessen sich nach dem Ausgleich nicht beirren und kamen innert drei Minuten zu drei weiteren Toren, bevor wiederum Della-Rosa das 3:5 gelang.
Weitere drei Gegentreffer in kürzester Zeit besiegelten dann bis zur Mitte des Schlussdrittels die Bieler Niederlage. Durch Tore von Della-Rosa, Hegg und Martin kamen die Lokalmatadoren zwar noch auf 6:8 heran, doch verblieb zu diesem Zeitpunkt kaum mehr als eine Minute, so dass die Seeländer schliesslich mit sechs Feldspielern noch das 6:9 hinnehmen mussten.

«So geht es nicht»
Als Hauptursache für die Niederlage nennt Martin - trotz jeweils drei Gegentreffern in weniger als fünf Minuten im zweiten beziehungsweise letzten Drittel - die schwache Vorstellung in den ersten 20 Minuten. Auch insgesamt ist der Verteidiger mit sich und seinen Mitspielern alles andere als zufrieden. «Dies war mit Sicherheit unser schlechtestes Saisonspiel», formuliert er kurz und knapp. Hätte Della-Rosa (vier Tore) nicht als einziger Bieler einen guten Tag erwischt, «dann hätte es wohl eine Katastrophe gegeben.» Dem jüngsten Rückschlag zum Trotz glaubt der Verteidiger weiter an den Klassenerhalt. «Wir können es nach wie vor aus eigener Kraft schaffen», betont er. «Dass es so wie heute nicht geht, hat jetzt wohl jeder eingesehen.»


UHC Biel-Seeland - Basel Magic 6:9 (0:2, 3:3, 3:4)
BBZ, Biel -100 Zuschauer
SR: Friedmann/Ruchat
Tore: 1. (00:32) Mutti (Mosimann) 0:1. 7. Mosimann (H. Talme, Ausschluss Hegg) 0:2. 22. Della-Rosa (Hänzi) 1:2. 25. Della-Rosa (Misini, Ausschluss Zeller) 2:2. 34. Zeller (Mosimann) 2:3. 35. Mutti (Mosimann) 2:4. 37. Renggli (H. Talme, Ausschluss Hänzi) 2:5. 37. Della-Rosa 3:5. 46. H. Talme 3:6. 49. Mutti (Mosimann) 3:7. 50. Schneider (Mutti) 3:8. 53. Della-Rosa (Krähenbühl) 4:8. 54. Hegg (Misini) 5:8. 59. Martin (Misini, Ausschluss Renggli) 6:8. 60. (59:44) Renggli (ins leere Tor) 6:9
Strafen: 7x2' Biel-Seeland, 4x2' Basel
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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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